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Archive for the ‘Equipment’ Category

5 Festive Ways to Craft Your Engineer Prints

17 Nov
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Want seriously impressive seasonal decor?

Some lo-fi black and white Engineer Prints may be just what you’re looking for!

They’re super BIG (3 feet x 4 feet!) but lightweight and therefore perfect for decorating/crafting.

So check out our five ideas on how to use your prints around the house this holiday season. They’ll look amazing whether you keep them larger than life or cut ‘em down in size.

5 Ways Your Prints Can Spread Cheer This Season

p.s. Know a friend who loves crafts as much as we do? Put a smile on their face by putting an Engineer Print Gift Kit under their tree!

(…)
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© Taylor for Photojojo, 2014. |
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Photojojo

 
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17. November 2014

17 Nov

Ein Beitrag von: Michael Fiukowski

Eine hügelige Nebellandschaft


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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browserFruits November, Ausgabe 3

17 Nov

Die dunkle Jahreszeit steht für Rückbesinnung. Auch wir sehen gern zurück und staunen. Alte Artikel, die vor einem Jahr erschienen sind, kommen uns oft vor, als seien sie erst gestern veröffentlicht worden. Die Zeit rennt. Die Entwicklung von einem einfachen Blog über Landschaftsfotografie zum jetzigen Magazin startete vor unglaublichen neun Jahren. So lautete der erste Blogpost von Martin: „hallodas ist nun mein erster blog.bin gespannt, was hier gehen wird…“. Ihr könnt Euch gerne mal durchs Archiv klicken.

 

Fotospecial: Wolkenberge

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Habt ihr fünf Minuten Zeit? Dann seht Euch das Video-Portrait über den deutschen Star-Fotografen Martin Schoeller an.

• Vienna, so heißt das Print-Fotomagazin mit Schwarzweiß-Aufnahmen von Severin Koller, das nun endlich zu erwerben ist. Ein Muss für alle Liebhaber der Straßenfotografie.

• Netzwertig berichtet ausführlich darüber, „wie EyeEm zum Bildanbieter des 21. Jahrhunderts werden will“ und schon jetzt von der Zusammenarbeit mit Getty profitiert.

• Verschmitzt und intelligent ist sie, diese Küchen-Aktserie von Simon Puschmann, über die uns der Stern mit einer Bildstrecke auf dem Laufenden hält.

• Und so schnell wird progressive Kameratechnik für den Krieg eingesetzt; Heise titelte: Militär und NASA wollen eigene Lytro-Kameras entwickeln.

• Seit dem 8. November ist die Luft in den Deichtorhallen in Hamburg revolutionär: Unter Anderem werden Werke von Ai Weiwei ausgestellt. Nicht verpassen, wenn Ihr in der Nähe seit.

• Beleuchtete Statements in nächtlichen Landschaften: „Illuminated“ heißt die Serie von Victoria Siemer.

• Lina Scheynius verließ Schweden mit 16, um Model zu werden. 2002 begann sie, sich selbst zu fotografieren und wurde erfolgreiche Fotografin. Über ihre Erlebnisse berichtet sie ausführlich und sehr persönlich in diesem Artikel.

• Mehr als nur Cornflakes – Was Kinder aus aller Welt frühstücken.

• Erinnert Ihr Euch noch an unseren Nepal-Artikel von Jonas Jung? Das Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin zeigt die Nepalbilder unseres Gastautors nun in einer Ausstellung.

 

International

• Das „revolutionäre“ Portrait-Projekt ukrainischer Menschen der Fotojournalistin Anastasia Taylor-Lind ist ein leuchtendes Beispiel für alternative Herangehensweisen der Berichterstattung. Im TED-Blog wurde Sie ausführlich zu den Hintergründen befragt.

• Von der Geburt eines Solarsystems: Eine außergewöhnliche Foto-Story, die für internationale Aufregung und Verwunderung sorgte, denn dieser Vorgang wurde noch nie in so guter Qualität abgebildet.

• Die Schönheit der Glühwürmchen-Flüge bekommt man selten so präsentiert, wie in diesem Bericht über die Langzeitaufnahmen des Vincent Brady.

• „Sie haben da Falten auf ihrem Foto. Viele.“ – „Ja, aus Gründen.“ So könnte ein Gepräch mit der Fotokünstlerin Laura Plageman beginnen, die ihre Fotos druckt, chaotisch zusammenfaltet und dann wieder neu abfotografiert.

• Fernando Vallejo stellt auf der Straße fotografierte Menschen frei und macht den Hintergrund schwarz. Klingt doof, langweilig und nicht besonders sehenswert? Ist es nicht.

• Caspar Claasen arbeitet kontinuerlich an seiner Serie über Menschen in Museen.

• Our Own Private Germany: Wie ein paar West- und Ostdeutsche ein Experiment starteten und nach der Wende in unbesetzte Wohnungen zogen.

• Life After War: Kriegsfotograf James Nachtwey fotografierte Cedric King, der im Einsatz beide Beine verlor und Marathon läuft.

• Fünf richtig gute fotografiebezogene Kickstarter-Projekte werden hier vorgestellt.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipps

• Alle gleich – Hans Eijkelboom fotografiert Menschen mit ähnlichem Kleidungsstil in kürzester Zeit. Über Phaidon ist das dazuhörige Buch „People of the Twenty-First Century“* schon zu beziehen.

• Martin Parrs erstes Buch*, Bad Weather ist nicht mehr zu normalen Preisen zu haben. Wer aber auf den Origininalitätsaspekt verzichtet, kann somit in den Genuss des Buches kommen. Denn Books on Books hat Bad Weather neu publiziert – aber Achtung: Es handelt sich um ein Buch im Buch.

 

Wettbewerbe

• Bis 19.12 könnt Ihr Euch bei der Foto Hits am Wettbewerb „Formen und Strukturen“ beteiligen.

 

Zitat der Woche

A good photograph is one that communicates a fact, touches the heart, leaves the viewer a changed person for having seen it. It is, in a word, effective.

Irving Penn –

Mehr Zitate

 

Videos

Mit der 7D MkII auf dem Kopf aus dem Flugzeug hüpfen sieht so aus (und die 7D schneidet dabei sehr gut ab):

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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16. November 2014

16 Nov

Ein Beitrag von: Rahel Krabichler

Ein Mädchen steht zwischen nassen Zweigen, die im Sonnenlicht glänzen.


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Deutscher Fotobuchpreis 2015

15 Nov

Auch dieses Jahr wurde wieder der Deutsche Fotobuchpreis vergeben. Fünf Fotobücher wurden mit dem Deutschen Fotobuchpreis 2015 in GOLD ausgezeichnet, die wir im Folgenden kurz vorstellen. Wer sich für alle Nominierten interessiert und die Gewinner der Silber-Preise, dem legen wir die Homepage des Deutschen Fotobuchpreises nahe.

War Porn*
Wäre auch verrückt, wenn es dieses Buch nicht geschafft hätte eine Gold-Auszeichnung zu bekommen. Es war wohl das meistbesprochene Fotobuch des Jahres. Auch unser Herausgeber hat zu dem Bildband von Christoph Bangert eine Rezension geschrieben.

Bangert sieht sich ständig der Zensur seiner Bilder ausgesetzt. Kriegsaufnahmen werden oft nicht publiziert, da Bildredakteure entscheiden, was zu krass ist und was nicht. In diesem Buch gibt es keine Zensur. Es wird alles gezeigt und kein Bild ausgelassen, weil es zu heftig ist.

Erschienen ist es im Kehrer Verlag. Kostenpunkt: 29,90 Euro.

Buchcover: War PornBuchcover: Only God can judge me

Only God Can Judge Me*
Der Schweizer Fotograf Matthieu Gafsou tauchte über ein Jahr lang in das Leben von Suchtkranken ein. Seine Fotografien enthüllen dabei die Nacht, zeigen das Abhandenkommen von Moral und eine veränderte Wirklichkeit.

Neben Portraits finden sich Stillleben von alltäglichen Dingen sowie abstrakte Bilder. Einen guten Einblick bekommt man auf der Homepage des Fotografen.

Das Buch ist ebenfalls im Kehrer Verlag erschienen und kostet 39,90 Euro.

Hidden Islam*
Der junge Verlag Rorhof hat mit dem Buch Hidden Islam von Nicoló Degiorgis einen Gewinnertitel eingereicht. Es zeigt improvisierte Gebetshäuser. Sie finden sich in Garagen, Wohungen und leer stehenden Geschäften. In Italien gibt es nur acht offizielle Moscheen, obwohl dort 1,35 Millionen Moslems leben.

Das Konzept des Buches überzeugt. Es besteht aus aufklappbaren Seiten. Zunächst sieht man die einfachen Schwarzweißaufnahmen der Gebäude, die nicht verraten, was sich in ihnen verbirgt. Klappt man die Seiten auf, erscheinen farbige Aufnahmen des Inneren.

Das Buch enthält ein Vorwort von Martin Parr. Es kostet 58,91 Euro.

Buchcover: Hidden IslamBuchcover: Buffalo Ballad

Buffalo Ballad*
Nur ein Buch hat es in der Kategorie „Coffee Table Book“ zu einer Goldauszeichnung geschafft: „Buffalo Ballad“ von Heidi und Hans-Jürgen Koch. Es zeigt die Schönheit der riesigen Tiere, die noch vor nicht allzu langer Zeit zu Millionen über die Prärien Nordamerikas zogen und heute vor der Ausrottung stehen. Die Aufnahmen stammen aus Naturschutzgebieten in North und South Dakota, Colorado, Wyoming und Montana.

Auf 208 Seiten im großen Format von 30 x 36 cm beeindrucken die Bilder sehr. Das Buch ist im Verlag Lammerhuber erschienen und kostet 99 Euro.

Minutes to Midnight*
Der Bildband „Minutes to Midnight“ des Magnum-Fotografen Trent Parke verspricht 90.000 km Abenteuer quer durch Australien. Ein Portrait eines stolzen und unruhigen Kontinents, der seine Identität aus verschiedensten Kulturen und Traditionen zieht.

Erschienen ist es bereits in der zweiten Auflage im Steidl Verlag und kostet 38 Euro.

Buchcover: Minutes to mitnight

Alle prämierten und nominierten Titel bilden zusammen die Wanderausstellung „Deutscher Fotobuchpreis 2015“, die unmittelbar nach der Preisverleihung am 14. November 2014 eröffnet wird. Diese Ausstellung ist noch bis zum 7. Dezember 2014 auf den Stuttgarter Buchwochen zu sehen. Anschließend wird sie an verschiedenen Orten im In- und Ausland gezeigt.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Lost Places: Wollseifen

15 Nov

Durch Zufall hörte ich von einem verlassenen Geisterdorf in der Eifel und fand dank Google recht schnell heraus, dass es sich um Wollseifen handeln musste. Ein Dörfchen, das 1946 von der britischen Militärverwaltung geräumt und anschließend für Militärübungen genutzt wurde. Etwa 500 Einwohner lebten bis zur Räumung im Dorf.

Heute übrig geblieben ist kaum etwas. Die alte Schule, ein Trafohäuschen und eine wieder restaurierte Kirche. Dass hier einmal 120 Familien gelebt haben, kann man sich vor Ort kaum vorstellen. Die Häuser wurden durch Brände und Schießübungen nach und nach zerstört und das Militär errichtete an ihrer Stelle neue Übungsgebäude. Noch 2001 trainierte man hier für den Kosovo-Einsatz.

Alte Übungsgebäude für das Militär

Frau an einer Mauer mit schwarzem X über dem Kopf.

Fotos: Chris Hieronimus

Diese Übungshäuser wirken sehr surreal und das herbstliche Wetter inklusive Regens gaben der Kulisse bei unserem Besuch eine passende Note. Auf älteren Bildern im Internet sehen die Fensteröffnungen schwarz aus den Häusern heraus. Als wir in Wollseifen ankamen, stellten wir jedoch fest, dass die unteren Stockwerke mittlerweile komplett zugemauert wurden. Lediglich zwei kleine etwa zwei mal zwei Meter große, einstöckige Bauten stehen offen zugänglich und voller Müll.

Aber diese Verwüstung ist nicht der alleinige Grund für die Schließung der Fenster. Das Betreten der Gebäude ist gefährlich. Durch die Militärübungen ist vieles einsturzgefährdet, wie uns ein netter Wachmann erklärte. Wir trafen ihn, als wir die Schule untersuchten. Das kleine Schild mit Warnhinweis vor dem Gebäude ist wirklich schnell zu übersehen, wenn man zu neugierig ist.

Zwei Frauen umarmen sich in einem alten Gemäuer.

Eine Frau im weißen Kleid in einer Ecke eines Gebäudes. Ihr Gesicht verschwindet in der Dunkelheit.

Fotos: Chris Hieronimus

Ursprünglich war die Schule zweistöckig, heute deckt ein neues Dach das erhaltene erste Stockwerk ab. Der Traditions- und Förderverein Wollseifen e.V. setzt sich zur Zeit für eine Restaurierung und Umnutzung ein.

Positiv ist anzumerken, dass bisher kaum Grafitti an den Wänden der Häuser zu sehen sind. Auch der Weg zum Dorf ist sehr schön, liegt es doch mitten im Nationalpark Eifel. Zu Fuß muss man gute 45 Minuten vom nächsten Parkplatz aus laufen, aber es lohnt sich! Die wunderschöne Landschaft der Eifel lockt ebenso für Fotos wie das Geisterdorf. Leider ist auch hier wieder Vorsicht geboten. Direkt zu Beginn des Wanderweges wird vor Sprengstoff und dem Verlassen der Wege gewarnt.

Eine Frau im schwarzen Kleid auf einer Wiese.

Foto: Foufinha

Zwei Frauen in schwarzen Kleidern umarmen sich im Regen zwischen zugemauerten Häusern.

Foto: Katharina Jung

Kirche und Militärisches Übungsgebäude.

Foto: Chris Hieronimus

Die Kirche St. Rochus im Ort steht unter Denkmalschutz und geht auf das Jahr 1470 zurück. Während der Militärübungen wurde auch sie bis auf die Ruinen zerstört und erst 2008 durch den Förderverein Wollseifen wieder saniert. Wollseifen und insbesondere die Kirche ist für viele Menschen ein Ort der Besinnung und des Gedenkens, worauf bei Fototouren auf jeden Fall Rücksicht genommen werden sollte.


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Wie Kinder auf eine Filmkamera reagieren

14 Nov

Ein Klick und wir machen ein Foto, das innerhalb von Sekunden auf Instagram oder ähnlichen Plattformen geteilt werden kann. Nie war fotografieren einfacher. Selbst Kinder besitzen heute Smartphones, mit denen sie sich selbst und ihre Freunde aufnehmen können.

Was aber wissen Kinder von älteren Techniken? Was denken sie über analoge Kameras und Filme, die erst im Labor entwickelt werden müssen? Der Youtube-Channel TheFineBros hat es herausgefunden und ist dabei mit der Kameratechnologie nicht einmal weit in die Vergangenheit zurück gegangen.

Die Kamera, die sie Kindern zum Ausprobieren gaben, ist in den 90ern aktuell gewesen. Viele von ihnen erkennen sie zum Glück noch als Kamera, aber das Wort Film löst dann schon einige Verwirrung aus. Doch seht selbst:

Was bedeutet das für uns? Keines der Kinder hat mehr Abzüge zu Hause, weder ein Bild an der Wand, noch ein Fotoalbum mit Babybildern, dem Schulanfang oder Geburtstagsfeiern. Geht das Handy verloren, sind auch alle Fotos darauf verloren.

Ganz so schlecht ist die alte Technik dann doch nicht, oder? Auch wenn fast jedes der Kinder nicht auf die heutige Technik verzichten möchte und das Warten auf ein Bild für urzeitlich erachtet.

Welche Gedanken kommen Euch beim Ansehen des Videos?


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14. November 2014

14 Nov

Ein Beitrag von: Patrick Walde

Lago-Biaavnco-©-Patrick-Walde


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Im Interview mit Schnepp Renou

14 Nov

Ein Beitrag von: Schnepp Renou

Als ich das Portfolio von Simon Schnepp und Morgane Renou entdeckte, gefiel mir auf Anhieb die Art, wie sie Architektur und Räume fotografieren. Ihre individuelle Bildsprache begeistert mich, virtuos scheinen sie Architektur- und Dokumentarfotografie miteinander zu verbinden.

Als ich mich mit den beiden in Kontakt setzte, luden Sie mich zu einem Gespräch in ihrem Atelier in Berlin Neukölln ein. Das ehemalige Ladengeschäft, in dem sie arbeiten, ist geräumig und hell. Nachdem wir uns begrüßt hatten und ich mein Fahrrad im hinteren Teil des Raumes abgestellt hatte, nahmen wir mit einem Kaffee am Fenster Platz.

Morgane, Simon, schön, dass ich Euch für ein Interview gewinnen konnte. Die vielleicht schwierigste Frage gleich zu Anfang: Wie würdet Ihr denn selbst Eure Art der Fotografie beschreiben?

Simon:

Ich finde es schwer diese Frage selbst zu beantworten. Was wir machen, hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. Es ist eine Art Vermischung unserer beider fotografischen Stile, würde ich sagen. Ich glaube, wenn wir jeder allein arbeiten würden, sähe das von beiden nicht ganz so aus, wie das, was wir in Gemeinschaft realisieren.

Bunte Wohntürme in einer französischen Wohnsiedlung.

Der Kulturpalast in Warschau.

Ihr fotografiert Architektur, ihr macht Dokumentarfotografie und Portraits findet man in Eurem Portfolio auch. Sind das die Genres, in die Ihr Eure Arbeit einordnen würdet?

Simon:

Ja schon, wobei das nicht so ist, dass wir uns all diese Bereiche auf die Fahne schreiben würden.

Morgane:

Was wir machen, ist sehr frei und es funktioniert zum Beispiel in der Werbefotografie nur selten.

Simon:

Vielleicht trifft es Architekturdokumentation ganz gut. Es ist keine reine Architekturfotografie und das macht eine Einordnung schwer. Es nicht klar kategorisierbar; weder ist es klassische Architekturfotografie, noch ist es Reportage.

Eure Arbeit „Monsieur Chevrolet“ beispielsweise, würde ich klar der Reportage zuschreiben.

Simon:

Ja, wobei gerade bei der Serie auch viele gesagt haben, wir seien für klassische Reportage sehr weitwinklig, das sehe geshiftet aus, wir hätten einen gewissen sachlich neutralen Abstand und seien nicht nah an der Person dran.

Ein Chevrolet und ein Kamel stehen an der Küste.

Denkt Ihr, dass Ihr einen besonderen Stil habt und wenn ja, was macht ihn aus?

Morgane:

Ich würde nicht sagen, dass wir einen besonderen Stil haben. Vielleicht ist es eher eine Handschrift, mit der wir arbeiten, wenn man das so sagen kann.

Wir überlegen nicht zwangsläufig, wie das Ergebnis aussehen wird. Wir interessieren uns einfach für bestimmte Motive und häufig resultiert daraus bereits die Bildsprache.

Ein Taxifahrer winkt aus dem Auto heraus einem Mann auf einem Esel zu.

Simon:

Ich glaube, es sind auch die Motive die den Stil unterstreichen. Was sich in unserem Portfolio befindet, sind zum größten Teil freie Sachen.

Bei manchen Architekturfotoaufträgen war es schon eine Herausforderung so zu fotografieren, dass es auch dem Auftraggeber gefällt. Und das Ergebnis wäre vielleicht ein anderes geworden, wenn wir das Gebäude frei fotografiert hätten.

Schwierig finde ich auch auf einer Ausstellung die Frage gestellt zu bekommen: „Was habt ihr Euch dabei gedacht?“ oder „Was wollt Ihr damit sagen?“

Ich glaube die Leute sind oft bemüht, ganz viel im Nachhinein in die Arbeiten hineinzureden. Zu diesem Bild beispielsweise (zeigt auf einen großen Print an der Wand aus der Serie „Monsieur Chevrolet“) könnten wir ja jetzt wahnsinnig lang und viel erzählen.

Tatsächlich waren wir einfach da zum Fotografieren. Wir haben diesen Taxifahrer kennengelernt, er war uns ziemlich sympathisch, das Auto sah gut aus und wir sind dann eben mit ihm ein paar Tage herum gereist. Klingt halt nicht so spektakulär, aber so war es.

Spannend finde ich auch, wenn Bilder allein für sich sprechen. Wir deklarieren auf unserer Webseite ja auch nicht, was wir im Auftrag fotografiert haben und was nicht. Je weniger Text, desto besser. Anfangs hatten wir sogar überhaupt keine Informationen, aber das geht halt nicht.

Wo ein Bild aufgenommen wurde und in welchem Jahr kann man schon sagen. Nur denke ich nicht, dass wir darüber hinaus immer was dazu schreiben müssen. Wir haben uns für die Fotografie entschieden und dann finde ich, können die Bilder auch für sich stehen.

Ein moderner Wohnblock in Südfrankreich.

Ein französischer Wohnblock mit außergewöhnlicher Bauform.

Neben den vielen guten Einzelbildern in Eurem Portfolio finde ich Eure laufende Serie „les grands ensembles“ sehr gut. Wie habt Ihr sie entwickelt? Was hat Euch dazu inspiriert?

Morgane:

Erstmal inspirieren uns immer sehr die vielen gemeinsamen Reisen. Dann hat uns das Thema interessiert; wir haben vielleicht beide eine Art Affinität für Sozialbauten, solche speziellen, einfach absurden Gebäude. In Paris waren wir erstaunt, was man dort so alles in den Vororten finden kann.

Wie findet ihr solche Orte, die eben noch nicht jeder kennt oder fotografiert hat?

Simon:

In Frankreich meist über Bekannte und Freunde.

Morgane:

Ja, man muss Leute fragen, Filme schauen, ganz viel Recherche betreiben …

Simon:

… und manchmal ist es auch einfach der Zufall.

Morgane:

Genau, manchmal ergibt sich auch etwas allein dadurch, dass wir einfach losfahren und suchen.

Simon:

Ja, und anschließend recherchieren wir, wer der Architekt ist und was er noch so gebaut hat und wo diese Gebäude dann wiederum stehen.

Ein französischer Wohnblock mit außergewöhnlicher Bauform.

Ein Verwaltungsgebäude mit ungewöhnlicher Bauform in Georgien.

Ihr habt Euch im Studium kennengelernt?

Morgane:

Ja genau. Die Art zu fotografieren des jeweils anderen hat uns gefallen und so kamen wir auf die Idee gemeinsame Projekte zu machen. Noch im Studium sind wir dann mal nach Paris gefahren. Das war unsere erste gemeinsame Reise.

Simon:

… und dann haben wir uns unsere erste gemeinsame Kamera gekauft, zu der Zeit erstmal vorrangig um die Kosten zu teilen. Dann habe ich mit Bekannten zusammen dieses Atelier hier angemietet. Kurz drauf ist dann Morgane mit reingekommen.

Dann saßen wir hier zusammen und so hat sich das alles ergeben. Ich glaube, am Anfang war gar nicht so klar, dass wir alles zusammen machen würden. Doch mit der Zeit haben wir gemerkt, dass wir zusammen genommen gute Bilder machen und so die Qualität steigern konnten und mehr Spaß hatten.

Morgane:

Und 2010 haben wir dann die gemeinsame Webseite und unser erstes Portfolio gemacht.

Krematorium in Berlin-Treptow

Wenn Ihr zu zweit arbeitet, wie sieht Eure Zusammenarbeit aus? Machen beide alles oder hat jeder ein Spezialgebiet?

Morgane:

Wenn wir fotografieren, machen wir das zusammen. Dass wir jeder ein Spezialgebiet hätten, würde ich nicht sagen. Bei der Organisation vielleicht schon. Aber es ist sicher nicht sehr interessant, was im Büro passiert.

Manchmal stehen wir beide hinter der Kamera, manchmal nicht. Das ist wirklich sehr situationsabhängig.

Simon:

Es kommt auch vor, dass wir vergessen, wer das Foto eigentlich gemacht hat. Das ist jetzt zum Beispiel aus der Hand fotografiert und nicht vom Stativ (zeigt wieder auf Monsieur Chevrolet).

In diesem Fall können wir natürlich nicht sagen, wir standen beide hinter der Kamera. Gut, hier behaupte ich einfach mal, dass ich es war. Andererseits ist das ja auch das Schöne daran: Es wird dann auch irgendwie egal.

Blick über San Francisco bei strahlendem Sonnenschein

Ein altes Haus vor Plattenbauten.

Fotografiert Ihr auch in Eurer Freizeit oder nur beruflich?

Simon:

Inzwischen nur noch beruflich. Ich war gerade mit meiner Familie im Urlaub und hatte nicht einmal Lust eine Kamera in die Hand zu nehmen. Es gibt sicher Fotografen, die sagen, sie wären mit ihrer Kamera zusammengewachsen und würden immer arbeiten. Ich gehöre nicht zu ihnen.

Morgane:

Gut, wir arbeiten oft auch an freien Serien. Freizeit und Beruf ist da schwer zu trennen. In der Freizeit würde ich halt immer etwas für uns machen. Und dann ist es ja sozusagen schon wieder beruflich.

Simon:

Die Art und Weise, wie wir fotografieren ist aufwändig. Wir brauchen viel Zeit, bis wir ein Bild gemacht haben, weil wir fast ausschließlich mit Stativ, mit Shift-Objektiven oder Fachkameras ohne Autofokus arbeiten.

Das allein führt ja schon dazu, dass man viel mehr Ausrüstung herumträgt und ich habe gar keine Lust, das ganze Zeug immer dabei zu haben.

Morgane:

Es ist halt keine spontane Fotografie.

Simon:

Genau, und es ist ja auch nicht so gedacht. Manchmal entdeckt einer von uns vielleicht spontan irgendwo etwas Neues, macht mit dem Smartphone ein Bild und dann fahren wir später nochmal mit der Ausrüstung gemeinsam dorthin.

Das was früher das Polaroid war, ist heute das Smartphone.

Simon:

Genau. Es reicht ja tatsächlich, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Um wieviel Uhr sollte ich hierhin gehen, wie sollte der Himmel und das Licht sein, auf welcher Straßenseite darf ich stehen? Location Scouting mit dem iPhone machen, denke ich, nicht nur wir, sondern auch viele andere.

Lichthof im Neuen Museum in Berlin.

Streng sachliches Interieur in Zentralperspektive.

Ihr hattet schon angesprochen, dass Ihr viel gemeinsam unterwegs seid. Reist Ihr, wenn Ihr Lust habt, oder seid Ihr dann im Auftrag unterwegs und macht freie Sachen nebenher?

Morgane:

Je nachdem, es ist immer unterschiedlich. Wir schauen, dass wir öfter im Jahr reisen, auch für freie Sachen. Uns ist es wichtig, dass wir mindestens einmal im Jahr neue Serien haben.

Simon:

Wir sind sehr viel in Frankreich unterwegs. Wir haben in Marseille auch ein Atelier. Dadurch, dass Morgane Französin ist, bietet es sich eben an, dass wir das Gleiche, was wir hier machen, eben auch nochmal an einem zweiten Standort in Frankreich umsetzen.

Verwaltungsgebäude in Frankreich.

Wie arbeitet Ihr technisch? Wieviel ist Nachbearbeitung, wieviel schon in der Aufnahme selbst?

Simon:

Das kommt ganz auf’s Motiv an; es kommt auf’s Licht an. Auf manche Bilder legen wir vielleicht nur eine kleine Kurve, bei anderen ist es dann wiederum eine sehr ausgeprägte und aufwendige Nachbearbeitung, aber es gibt dafür keine Regel.

Ich würde sagen, unsere Bilder sind in der Tendenz immer etwas heller. Das erreichen wir zum einen durch eine leichte Überbelichtung und dann fotografieren wir auch sehr oft Gegenlichtsituationen, bei denen das lichtbedingt entsteht.

Außerdem ist die Frage, was der Maßstab ist. Würde ich Dir das RAW und das bearbeitete Ergebnis nebeneinander zeigen, würde ein anderer vielleicht sagen, dass da ja fast nichts verändert wurde und Du sagst vielleicht, dass es einen riesigen Unterschied gibt.

Gegenlichtsituation an einer Schnellstraße in Istanbul.

Morgane:

Wir bauen halt nichts in die Rohbilder hinein, aber wir räumen schon auf.

Simon:

Genau, finden wir den Müll vor einem Haus nicht wichtig, dann retuschieren wir den auch weg. Wir sind keine Reporter mit Anspruch auf Authentizität und Vollständigkeit.

Wir hatten mal einen Auftrag, da wollte der Kunde, dass wir die überall festgetretenen Kaugummis wegretuschieren, die so eigentlich nicht zu sehen waren. Klar, das machen wir dann auch, aber was wir nicht machen ist, dass wir zum Beispiel Steckdosen oder Lichtschalter wegretuschieren, die sind da ja nun mal.

Ich habe mir neulich mal ein Bildstrecke in einem Magazin angeschaut und in den Fotos waren nirgends Lichtschalter oder Steckdosen zu sehen – mal ehrlich, das ist doch eigentlich auch Quatsch.

Morgane:

Stimmt, unsere Bilder wirken immer so hell und aufgeräumt. (lacht) Manchmal räumen wir aber auch extra nicht auf.

Simon:

Ja genau, das kommt halt auf die Serie an. Wir haben zum Beispiel Serien in unserem Portfolio von inzwischen entleerten Orten. Zum Beispiel haben wir in Stuttgart im ehemaligen Oracle-Gebäude eine Serie für einen Sammler fotografiert.

Das Gebäude wurde verlassen und danach nicht mehr genutzt. Die Serie lebt eben durch Hinterlassenes – seien das Kabelknoten oder Staub … es hängt immer davon ab, in welchem Zusammenhang wir fotografieren.

Raum in einem verlassenen Bürogebäude.

Wie sehen Eure Pläne für die Zukunft aus?

Morgane:

Längerfristig an der Küste in Südfrankreich, aber auch generell noch mehr in Frankreich zu sein.

Simon:

Ja, das wäre wirklich eine Idee. Und was wahrscheinlich jeder sagt, weil es eben ein Klassiker ist: Wir möchten uns leisten können, mehr freie Sachen zu machen und weniger angewandt zu fotografieren. Das ist ja immer der Spagat, den alle machen … Was ich meine ist, mehr Serien auch gezielt für Ausstellungen zu erarbeiten.

Dieses Jahr haben wir weniger Auftragsarbeiten fotografiert und mehr für Ausstellungen gearbeitet. Wir haben mit einer Kuratorin zusammen Serien für eine Ausstellung geplant, besprochen und umgesetzt. Das ist ein Ansatz, den ich verfolgenswert finde und mir auf Dauer mehr auszubauen wünschen würde.

Wenn man viel unterwegs ist, hat man schnell viele Einzelbilder. Aber selbstverständlich ist es inhaltlich komplexer eine Serie zu verwirklichen als zehn, fünfzehn gute Einzelaufnahmen zu fotografieren.

… und ein guter Kurator schafft es vielleicht diese Einzelbilder zusammenzubringen, in einer Form, auf die man selbst nie gekommen wäre.

Beide:

Ja, definitiv.

Ein Gedenkbauwerk mit eigentümlicher Bauform in Georgien.

Vogelperspektive auf einen Flugplatz

Simon:

Wir haben zum Beispiel kürzlich in Berlin Lichtenberg die ehemalige Fahrbereitschaft der DDR fotografiert. Uns war wichtig, dass wir uns dafür viel Zeit nehmen können, denn es sollte eine stimmige Serie werden. Das langsame Arbeiten fördert dann auch die Qualität.

Morgane:

Ja, wir wollen in Zukunft mehr solcher Projekte machen.

Simon:

Das ist dann doch wirklich genial, wenn diese Projekte der entspannte Ausgleich zum normalen Arbeitsalltag sein können.

Morgane, Simon, ganz herzlichen Dank für das Interview. Ich wünsche Euch gutes Gelingen bei Euren Vorhaben und bin gespannt auf Eure künftigen Arbeiten.


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13. November 2014

13 Nov

Ein Beitrag von: .Tafo.

© tafo


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