Ein Beitrag von: Catalina Koe

kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Ein Beitrag von: Julia Wengenroth
Am 10. Juni war es endlich soweit: Ich erfüllte mir einen großen Traum und flog mit meinem Freund nach Island. Schon der Anblick der Insel von oben während des Anflugs ließ meine Freude ins Unermessliche steigen. Zwischen dicken Wolken konnte man die Ringstraße erkennen, grüne Täler und erstarrte Lavafelder.
In Reykjavik angekommen, mieteten wir uns einen Camper, der uns die nächsten zwölf Tage einmal um die Insel bringen und gleichzeitig unser Schlafplatz werden sollte.


Am ersten Tag nahmen wir uns den Golden Circle vor. Die drei bekanntesten Sehenswürdigkeiten dort sind der Nationalpark Pingvellir mit seinem breiten Grabenbruch, der durch die auseinanderdriftenden Kontinentalplatten entstanden ist, der Geysir, eine emporschießende heiße Quelle und der donnernde Wasserfall Gullfoss.
Nach den fantastischen und surrealen Eindrücken des ersten Tages schliefen wir im Camper wie zwei Steine, obwohl die Sonne nachts nicht unterging und ein magisches Licht über dem Land lag.
Am nächsten Tag hatten wir uns etwas ganz Besonderes vorgenommen: Wir fuhren zum Skógafoss, einem Wasserfall, der über zerklüftete Felsen rauscht. Hier kam dann auch mein Graufilter erstmals zum Einsatz. Ich hatte mir den Big Stopper von Lee extra für diese Reise gekauft und war direkt nach den ersten Testaufnahmen mehr als begeistert.


Als ich genug Bilder im Kasten hatte, machten wir uns auf die Suche nach einem abgestürzten Flugzeug. Schon zu Hause hatte ich davon gehört und wollte dieses Flugzeugwrack unbedingt finden. Wir hatten lediglich eine ungefähre Beschreibung seiner Position.
Das Problem war nur, dass wir irgendwann die befestigte Straße verlassen mussten. Wir bogen also mit unserem Camper an irgendeiner Stelle ab und fuhren kilometerweit auf unbefestigtem Untergrund und ohne Orientierungspunkte ins Nirgendwo.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, unzähligen Bodenwellen und Schlaglöchern sahen wir am Horizont etwas Weißes aufblitzen. Da war es, das Flugzeugwrack – die Douglas C117-D, ein Militärflugzeug der US Navy, das 1973 notlanden musste und seitdem einsam in dieser stürmischen Küstenlandschaft liegt.


Dann ging unsere Reise weiter nach Dyrhólaey und Vík í Mýrdal. Als wir dort ankamen, hingen über dem Ort mit gerade mal 296 Einwohnern dunkle, schwere Wolken. Der heftige Wind peitschte uns den Regen ins Gesicht.
Obwohl ich ständig die Regentropfen von meinem Objektiv wischen musste, war die Stimmung perfekt für die Fotos, die ich machen wollte. Der schwarze Lavastrand mit den Reynisdrangur-Felsnadeln im Hintergrund war wunderschön und der Ausblick hoch oben vom Felsplateau atemberaubend.


Wir fuhren weiter die Ostküste entlang, vorbei an unwirklichen Mooslandschaften, riesigen Gletschern, versteckten Wasserfällen und wunderschönen Lupinenfeldern. Häufig sahen wir auch zurückgelassene Häuser, die ebenfalls wunderbare Motive darstellten.
Kurz vor der Stadt Seydisfjördur hielten wir am Wasserfall Gufufoss. Hier konnten wir in Ruhe einige Fotos schießen, denn der Ort war menschenleer.

Auf unserem Weg Richtung Norden machten wir noch einen Abstecher zum größten Wasserfall Europas, gemessen am Volumen – dem Dettifoss. Der Weg dorthin war so holprig, dass wir selbst bei 30 km/h das Gefühl hatten, dass unserem Camper jeden Moment das Fahrwerk wegbrechen würde.


Doch nicht nur der Dettifoss mit seinen gewaltigen Wassermassen war sehr beeindruckend. Auch der Selfoss, ein paar Kilometer oberhalb des Dettifoss, war die teils schwierige Wanderung dorthin absolut wert.

Einer der bizarrsten Orte war Mývatn und Krafla im Norden Islands. Krafla, eine aktive Vulkanzone, ist übersät mit Dampffontänen, brodelnden Schlammtöpfen, neonfarbenen Kratern und aquamarinblauen giftigen Seen. Die Gegend ist voll von Fliegen und Mücken, die der starke Schwefelgeruch anzieht.

Wir ließen es uns natürlich auch nicht nehmen, ein paar Stunden im milchig-blauen warmen Wasser des Naturbades Mývatn zu entspannen. Eine echte Alternative zur berühmten und sehr überfüllten Blauen Lagune in Reykjavík.
Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag großes Glück: Strahlender Sonnenschein mit Temperaturen um unglaubliche 26 Grad. In Island wahrscheinlich eine echte Seltenheit, da die Durchschnittstemperaturen im Juni eher bei zehn bis 14 Grad liegen. Das Wetter kann sich hier im Fünf-Minuten-Takt ändern.

Den letzten großen Wasserfall, den ich auf unserer Reise durch Island fotografieren wollte, war der Godafoss – der Wasserfall der Götter. Er trägt seinen Namen zu Recht und gehört zu den schönsten Wasserfällen des Landes.

Unser Weg führte uns weiter zur Halbinsel Snaefellsnes. Dort besuchten wir in Búdir die älteste Holzkirche Islands. Die schwarz geteerte Kirche liegt neben dem Lavafeld Budahraun und wurde im Jahre 1703 erbaut.
Auch sonst hat Snaefellsnes viel zu bieten. Raketenartige Leuchttürme, dramatische Meeresklippen und grüne Fjorde bilden die faszinierende Landschaft der Halbinsel.


Die Reise nach Island war ein großartiges Erlebnis. Die Insel ist ein wundervoller Ort, um sich fotografisch auszutoben. Es war so beeindruckend, dass wir mit Sicherheit noch einmal nach Island reisen werden, um den Rest dieses Eilands zu erkunden.
Beim nächsten Mal nehmen wir uns das Hochland und die Westfjorde vor, denn auch dort gibt es sicher wieder fantastische Motive. Ich zähle schon jetzt die Tage.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
![]() |
|||
The holidays snuck up on you a bit last year resulting in some less than stellar “gifts”… a stocking stuffed with actual socks and canned fruit?
Get a jump on things now and grab the stuff your friends and fam really want!
Take a gander at these 6 six brand new photo goodies (and a few old faves) we hand-picked to maximize your gift giving glory this year.
See Photojojo’s Gift Guide #1 of 2014 (…)
Read the rest of It’s Here! Gift Guide 1
Six NEW Photo Gifts (0 words)
© laurel for Photojojo, 2014. |
Permalink |
No comment |
Add to
Six NEW Photo Gifts”>del.icio.us
Post tags:
Zu Beginn eine Behauptung: Die Landschaftsfotografie ist derzeit ein stinkender Haufen kitschiger Müll, sich nie verändernder überdramatischer, pittoresker Reproduktionen. In Anbetracht gängiger und populärer Umsetzungen denkt man eher an billigen Plastik-Techno der 90er Jahre, als an anspruchsvolle, Geist und Seele berührende Singer-Songwriter-Musik.
Natürlich muss hier sofort die Frage beantwortet werden, was eigentlich mit Landschaftsfotografie gemeint ist. Das Wort erklärt sich zwar von selbst, doch es gibt wohl tausende Fotografen, die nicht identische Ergebnisse liefern.
Gemeint ist das, was ich zu sehen bekomme, wenn ich das Genre im Exposé von 500px besuche oder die englische Version des Begriffes auf Flickr eingebe. Weitere Paradebeispiele brauche ich nicht zu nennen und auch die Google-Bildersuche unterstreicht den Befund.
An dieser Stelle könnte ich diesen Artikel beenden, denn eigentlich ist alles gesagt. Doch ich sehe keinen Sinn darin, auf ein Thema derart einzuprügeln, ohne ansatzweise konstruktive Gedanken hinterlassen zu haben.
Doch dazu muss ich weiter ausholen: Als Herausgeber dieser Internet-Zeitschrift bin ich sehr, sehr oft auf Streifzügen durch Foto-Communities jeglicher Art. Seien dies nun Flickr, 500px, Behance oder gar bei aller Verzweiflung die FC.
Dort halte ich Ausschau nach ungesehenen Talenten aller Art, unter anderem auch aus dem Teilbereich der Landschaftsfotografie. Was mir dort jedoch an Bildmterial entgegenwuchert, halte ich häufig keine zehn Minuten lang aus.
Die perverse Buntheit, übertriebene Dramatik und (oh, boy) HDR-fetischistische Aufregung dreht mir, wie man so schön sagt, den Magen um. Ich muss mich schon sehr zusammenreißen, um auch mal ein Portfolio zu finden, das annähernd innovativ ist und sich keiner dieser vorgekauten Techniken bedient.
Natur in „natürlichen“ Farben? Ganz, ganz selten. Und meist fernab von jeglichen Popularisierungs-Algorythmen. Fernab von vielen Favs, Kommentaren oder gar Lobeshymnen.
Landschaften ohne Weitwinkeldrama im Sonnenuntergangslicht? Landschaftsfotos, die nicht immer die gleichen, seit 30 Jahren totfotografierten Locations zeigen? Es gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Natürlich, jede_r soll frei Schnauze fotografieren, was und wie es der Person selbst gerade gefällt. Ich will und kann niemandem vorschreiben, wie ein Genre zu fotografieren ist.
Da ich aber dieses Magazin gegründet und einer großen, (meist) intelligenten Leserschaft dankbar bin, möchte ich diese Plattform nutzen, um diesem Missstand Aufmerksamkeit zu verleihen.
Was mir heutzutage im benannten Genre fehlt, sind Innovationen, Bezug zur Natur und ein frischer Mut zum Normalen.
Innovationen? Es ist äußerst mühsam über die gängigen Kanäle Menschen zu finden, welche die Landschaftsfotografie neu denken und die Sache mit einem (zumindest) klitzekleinen Fünkchen Erfindergeist angehen. Die sich weigern, Kopien von Kopien von Kopien zu machen.
Bezug zur Natur? Den vermisse ich sogar sehr, denn das, was ich auf diesen Bildern meist sehe ist nicht natürlich und ist auch nicht Natur. Es ist eine völlig überdrehte Maximierung jeglicher Schönheitsvorstellungen unserer Gesellschaft und sie brüllt quasi den Sinn eines jeden Bildes förmlich heraus.
Doch wo bleibt das Stille? Das Zurückgenommene? Das Subtile? Natürlich kann Natur gewaltig sein, aber sie ist es nicht die ganze Zeit. Natürlich können Landschaften bunt sein, sind es jedoch nicht immer.
Mut zum Normalen? Wer traut sich schon eine grau-grüne Wiese so abzubilden, wie er (oder sie) sie vorfindet?
Nein, es muss immer Weitwinkel sein. Die Farben müssen knallen oder der Himmel ist dramatisch bewölkt. Alles andere wird selten tatsächlich umgesetzt und schon gar nicht „populär“. Normal ist langweilig und Langeweile ist nicht auszuhalten. Es muss krachen.
Auf mich wirkt ein Gutteil dieser Publikationen wie die Formulierung einer ersten Begegnung des Großstädters mit der Natur.
Der ist nur feinsäuberlich gemähte Parks, Baustellenlärm und U-Bahnromatik gewohnt. Für ihn (oder sie) wirkt ein Blick auf einen Gebirgszug, den sie (oder er) zum ersten Mal sieht, natürlich unfassbar intensiv.
Boah, wie derb.
Ist. Das. Krass.
Megageil!
Doch dieser Eindruck verliert sich irgendwann. Auch wenn man (oder frau) nach jahrelanger Zuwendung einen tiefen Respekt vor ihrer Schönheit hat, werden Momente in der Natur seltener, in denen man komplett aus allen Wolken fällt.
Das nennt man Gewohnheit und sie hat nichts Verwerfliches, sondern – da ist es wieder, das Wort – normal. Denn wir können nicht in einem ständigen Rausch der Sinne leben. Müssen wir auch nicht.
Es ist keine Seltenheit, dass Fotoeinsteiger ebensolche Landschaftsfotos wahnsinnig toll finden. Sie überfluten mit Bildgewalt, Pathos und leidenschaftlicher Glut. Jedoch nutzt sich das – ich wiederhole mich – nach einiger Zeit ab.
Mir stellt sich die Frage, warum in der Landschaftsfotografie der Bezug zum Trivialen nur selten Raum bekommt. Meine Annahme ist, dass sich Pathos und Kitsch gesellschaftlich immer stärker durchsetzen werden, als das Ruhige, Besonnene und Stille.
Weit verbreitete Beliebtheit von Schundblättern wie der Bild-Zeitung, Kinofilme wie „Transformers“ und die meist schwache musikalische Leistung von trendiger Charts-Musik unterstreichen das. RTL und Helene Fischer erledigen den Rest.
Und genau das ist es, was Landschaftsfotografen, die ihren eigenen Weg gehen, als erstes wissen müssen: Abseits knallig kitschiger Ausdrucksformen wird der Erfolg relativ gering ausfallen – ein dauerhaftes Anstreben eigener Ideen abseits des Mainstreams wird in sozialen Netzwerken kaum beachtet oder honoriert.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass die hier von mir angeprangerten Stilmittel gänzlich meinen persönlichen Vorlieben und meiner eigenen kulturellen Prägung geschuldet sind.
Wenn man so will, kann man meine Kritik vernichtend mit dem Satz „Ist halt alles Geschmacksache“ hinfortfegen. Jedoch muss sich jeder, der diesem Sujet zugewandt ist, fragen, ob er oder sie auf Dauer das machen möchte, was alle machen. Dazu kann ein Ja oder ein Nein fallen.
Ich möchte Mut machen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, in sich hineinzuhören und mit allen Kapazitäten zu experimentieren – sowohl mit den eigenen, als auch mit denen der Fotografie. Neue Ansätze, Themen und Projekte zu erforschen, sich auch mit der recht kurzen Historie der Fotografie auseinanderzusetzen, aus ihr zu lernen und dann und dem Kitsch einen Tritt in den Hintern zu verpassen.
Was dann entsteht muss mir, Martin Gommel, nicht gefallen. Die hier kritisierten Techniken können verschoben, umgedreht oder bis ins Extreme durchexerziert werden. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass alles besser ist, was anders ist als der Mainstream.
Als ehemaliger Landschaftsfotograf begewege ich mich heute weit abseits des Themas, habe aber dennoch das Interesse daran nicht verloren – was für mich persönlich auch ein Grund ist, sie weiter zu verfolgen.
Vielleicht liegt mir so viel an diesem Thema, weil ich als junger Fotograf selbst furchtbaren Kitsch produziert, diesen Ansatz dann aber überdacht und hinterfragt habe und hinter dem Mainstream-Horizont eine fotografische Freiheit entdeckt habe, die ich anfangs nicht für möglich gehalten hätte.
Und deshalb werde ich als Herausgeber dieses Magazins weiter unterstützen, dass Andersarbeitende hier zu Wort und Bild kommen.
Damit meine ich Fotografinnen und Fotografen, wie Kathrin Loges und Jan D. Wunderlich, Bernd Uhde und Lotta Heinz, um den Artikel nicht ohne lobenswerte Beispiele zu beenden.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Schreibt Ihr eigentlich noch Wunschzettel? Was steht diedes Jahr darauf: Eine neue Kamera, Fotobücher oder andere Fototechnik? Wenn Ihr noch keine Ahnung habt, schaut doch mal in unserer Rubrik „Rezensionen“ vorbei und lasst Euch inspirieren. Hier findet Ihr vor allem Bildbände, die vielleicht auch ein paar schöne Geschenkideen für befreundete Fotografen sind. Und nun viel Spaß mit den browserFruits.
Fotospecial: Astronauten
Flickr
500px
Deutschsprachig
• Golem (und viele andere) berichteten darüber, dass „Amazon Prime”-Kunden nun auch in Deutschland unbegrenzten Fotospeicher in der Cloud haben. Bis auf einen klitzekleinen Haken.
• Wired Germany hat den Chef-Entwickler von Rosettas Kamera Holger Sierks interviewt, welche den Kometen 67P fotografiert.
• Fujifilm Schweiz hat mit Create ein neues Online-Fotomagazin am Start, das sich mit Ratschlägen und leicht verdaulichen Tipps vor allem an Neubegeisterte wendet.
• Die Kollegen von emerge arbeiten an einem Printmagazin. Das Thema der ersten Ausgabe wird Migration sein. Auf Startnext könnt Ihr mehr über das Projekt erfahren und es bei Gefallen unterstützen.
• Sinnvoller Schutz oder Überregulierung? Ein Gesetz, das Kinder schützen soll, könnte das Ende der Straßenfotografie als Kunstform einläuten. Einen Bericht dazu gibt es momentan auf Arte (3 min).
International
• Professionelle Fotografen leiden häufig unter Vorurteilen. Diese werden in folgendem Artikel entkräftigt.
• Wie stark soll und darf im Fotojournalismus ein Bild bearbeitet werden, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen? Dieses immer wiederkehrende Streitthema wird an dieser Stelle eingehend behandelt.
• Tschukotka liegt im äußersten Nordosten Russlands. Hier arbeitet der Bergbauingenieur Ivan Kislov, der zwischen seinen langen Schichten zur Erholung durch die Wildnis streift und Tiere fotografiert. Seine besten Models sind Füchse. Unglaublich gute Bilder dieser wunderschönen Tiere!
• Amanda Jasnowskis Portraits zeigen, welch große Auswirkungen der gezielte Einsatz von Farben auf die Bildwirkung haben kann. Juxtapoz stellt sie vor.
• Worbz hat Eric Guo entdeckt und stellt seine ranzig-schönen Portraits vor. Falls Ihr nun vor lauter Begeisterung nicht aus noch ein wisst, dann folgt ihm doch direkt auf Flickr.
• Wie verschiedene Fotojournalistinnen die Erziehung ihrer Kinder beim Arbeiten miteinbeziehen (oder unter der Arbeitssituation leiden), greift dieser Artikel des NYT Lens-Blogs auf nachvollziehbare Weise auf.
• Liebe Leute, es geht wieder los mit den Best-Of-des-Jahres-Listen. Heute im Angebot: 10 tolle Fotobände auf dem Bibliotheksblog des IPC.
• Neuster Trend: Lochkamera-Selfies. Sehen bescheuert aus, aber die Selbstportraits übertreffen wohl die meisten, die sonst so im Netz herumschwirren.
• Immer wieder eine schöne Idee: Zwei Brüder stellen zum Hochzeitstag der Eltern ihre alten Kinderbilder nach.
• Die drei Versionen der Sony A7 waren schon ziemlich revolutionär. Jetzt will Sony noch einen drauf setzen und hat die A7 II angekündigt.
Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

• Inszenierte Portraits*, wie geht das eigentlich? Diesem Thema hat die nicht unbekannte Jamari Lior ein Buch gewidmet, das unterschiedliche Ansätze verschiedenster Fotokünstler herausstellt und somit Einblick in die Diversität des Themas gibt.
• Wie Köln in der Zeit der Bonner Republik aussah und sich selbst erneuerte, wird im Band „Köln nach dem Krieg: Leben Kultur Stadt. 1950-1990“* mit Fotografien vieler bekannter (Cartier-Bresson, Chargesheimer) und unbekannter (Fabri, Fischer) Fotografen und Chronisten vorgestellt.
Wettbewerbe
• Ihr lebt in Hessen oder habt einen persönlichen Bezug zum Bundesland? Bereits zum vierten Mal laden der hessische Rundfunk und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Fotowettbewerb ein. Gesucht werden Lieblingsorte in Hessen.
Zitat der Woche
Eine Kamera zu tragen, ist wie eine Freikarte für das Unerwartete.
Joel Meyerowitz –
Mehr Zitate
Videos
Wer die Fotografin Diane Arbus verstehen will, kommt an dieser Video-Dokumentation aus dem Jahre 1972 nicht vorbei. Intensiv und persönlich.
* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Ein Beitrag von: Serena Wördenweber
Es gibt mittlerweile einige von uns. Diejenigen, die ihre sicheren Schreibtischjobs verlassen haben, um kreative Unternehmen in ihren Wohnzimmern zu starten. Wir sind jung, flexibel und entschlossen unseren eigenen Weg zu gehen. Ich habe auch ein solches Unternehmen in meinem Wohnzimmer. Nur ich, mein Rechner und mein Fotografie-Equipment.
Ich hatte eigentlich gar nicht vor mich als Fotografin selbständig zu machen; es kam einfach dazu. Ich habe etwas ganz anderes studiert, bin in den langen Semesterferien viel gereist und habe immer Fotos geschossen – mit einer Digitalkamera im Automatik-Modus, die schlechter war als unsere Smartphone-Kameras heute. Doch das war mir egal. Es ging mir darum, Momente festzuhalten, für mich zu behalten und zu fotografieren, was ich fühlte. Das ist immer noch so.

Irgendwann wurde mein Wunsch immer größer noch viel mehr zu fotografieren. Ich begann Kurse zu besuchen, nahm teil an einer Summer School an der Berliner Fotoschule F/16, machte ein Praktikum bei der Lifestyle-Fotografin Xenia Berg und erledigte unendlich viel Papierkram. Ich fand heraus, dass es gar nicht so schwer ist seinen Traum zu verwirklichen. Man muss einfach anfangen, weitermachen und bloß nicht aufhören.
Ich selbst bin noch am Anfang und arbeite erst seit einem Jahr als selbständige Fotografin. Ich habe mich auf Lifestyle-Fotografie spezialisiert, wobei ich am liebsten dokumentarisch und mit natürlichem Licht arbeite. Basierend auf meinen Erfahrungen habe ich einige Tipps zusammengestellt, die mir selbst vor einem Jahr sehr geholfen hätten.
Zeig Deine Arbeiten
Ich habe viele Projekte gemacht, nächtelang an meiner Website gesessen und alles zusammen gefriemelt. Rückblickend würde ich sagen, je schneller man seine Arbeiten anderen zeigt, desto besser. Nimm Deine Freunde mit auf Deine Reise. Der Prozess ist genauso interessant, wie Deine Arbeiten. Energie, Eigeninitiative und Mut sind inspirierend. Teile Deine Werke auf Blogger-Plattformen wie Tumblr, baue Dir eine Webseite (heute gibt es viele einfache CMS-Systeme, wie beispielsweise WordPress) oder nutze am Anfang einfach Deine Facebook-Seite.
Mach eigene Projekte
Gerade am Anfang hast Du reichlich Zeit und Energie für eigene Projekte. Sobald Du ein bestimmtes Maß an Bekanntheit erreicht hast, wird Dir die Zeit hierfür fehlen. Eigentlich ist das schade, denn bei eigenen Projekten hast Du alle Freiheiten. Du bestimmst Dein Image und Deine eigenen Richtlinien. Sei spontan, nimm ein paar Freunde mit und geh nach draußen. Wenn Du lieber mit einem Plan arbeitest, mach Dir ein Konzept und leg los. Fotografiere, was Du fühlst.


Nutze das Netzwerk
Es gibt unheimlich viele gute Blogs die heutzutage davon leben, Fotografen eine Plattform für ihre Arbeiten zu geben. Schau Dich um, bewirb Dich, reich eine Bildserie ein. Geh auf Dein Umfeld zu. Sei großzügig! Einer meiner Fehler war es anfangs, meine Arbeiten nur für mich behalten zu wollen. Mir war es vor allem wichtig, meine Bilder zu schützen. Ich wollte sie nicht auf Facebook teilen. Dass ist Unsinn.
Es gibt so zahlreiche Social-Media-Seiten, die Du nutzen kannst, um deine Arbeiten zu präsentieren. Mach das! Ich selbst habe einen meiner Grafik-Designer über Pinterest gefunden – auf seine Website wäre ich sonst nie gestoßen. Und ich wurde auch schon über Instagram engagiert – es lohnt sich also zu zeigen, woran Du arbeitest!
Feiere Deine Erfolge
Definiere Deine Erfolge und feiere sie. Das kann Dein erster bezahlter Auftrag sein, Deine erste Blog-Veröffentlichung, eine gelungene Bildserie oder ein gelungenes Foto. Mit jedem Erfolg kommst Du als Künstler weiter. Bau Dir Mut auf, um weiterzumachen. Vergleiche Dich nicht mit anderen, vor allem nicht mit denen, die schon dort sind, wo du hinmöchtest. Stecke dir Ziele und mach Dir bewusst, wenn Du sie erreicht hast.
Manchmal sitze ich vor meinem Bearbeitungsprogramm und mich macht ein Bild unheimlich glücklich. So zähle ich meine Erfolge: Ich drucke diese Fotos aus, manchmal einfach als Farblaserdruck auf DIN A3 aus dem Copyshop, manchmal als Fine-Art-Print (ich liebe theprintspace). Ich habe eine Mappe voll solcher Fotos. Sie motivieren und bestärken mich weiter zu machen.


Mach Fehler
Aus Fehlern lernt man. Das hören wir immer wieder. Und es stimmt. Manchmal aber machen Fehler ein Foto sogar einzigartig oder eröffnen einen anderen Blickwinkel. Ich schieße lieber ein richtiges Foto mit den falschen Einstellungen, als ein falsches Motiv mit den richtigen Einstellungen. Also sei mutig und mach Fehler! Lern aus ihnen! Noch besser, gib sie zu, sodass andere daraus lernen können.
Unterschätze Deine Kosten nicht
Fotograf zu sein bedeutet, viel Zeit in die unternehmerische Seite deiner Selbständigkeit zu investieren. Du wirst viel Zeit in die Vor- und Nachbereitung Deiner Shootings stecken müssen. Die Zeit hinter der Kamera ist nur ein kleiner Teil Deiner Selbständigkeit.
Wenn du Deine Preise berechnest, bedenke die Kosten Deiner Ausrüstung und die Kosten, die in Deinem Unternehmen stecken (Software, Programme, Onlinegebühren und Werbung). Berechne Deine Steuern, den Krankenkassenbeitrag und Deine Versicherungen. So ergibt sich der reale Preis Deiner Leistungen.
Schau Dich um, was Fotografen in Deinem Umfeld für ähnliche Leistungen nehmen und informiere Dich über Tagessätze von Fotografen, die in dem selben Bereich arbeiteten, wie Du.
Beweise Ausdauer
Sei Dir bewusst, dass nicht immer alles einfach sein wird. Ich vergleiche selbständig zu sein gern mit Rucksackreisen. Kennst Du das Gefühl, wenn Du beim Backpacking nach einer Überlandbusfahrt morgens um 6 Uhr ankommst, Durst hast, übermüdet bist und noch kein Hostel gebucht hast, in dem Du schlafen kannst? Du dann mit Deinem Rucksack auf dem Rücken zwei Stunden durch die Sonne herumirrst, auf einen unpräzisen Kartenauschnitt in Deinem Reiseführer starrst und noch immer kein gutes Hostel in Sicht ist? Manchmal fühle ich mich genauso.
Wenn man das Hostel dann gefunden hat, man ein paar Stunden schläft und dann eine Kokosnuss am Strand aufgeschlagen bekommt, hat sich alles lohnt. Alles. Das weiß ich. Behalte im Kopf, dass es ein Auf und Ab ist, selbständig zu sein. Es ist ein Abenteuer. Entwickle Selbstvertrauen in Dich und Deine Arbeit. So wird Dich eine Tiefphase nicht so leicht umhauen können. Mach einfach weiter! Der Weg ist wichtig, um anzukommen.


Sei Du selbst
Marketing. Das Wort mochte ich gar nicht. Bis ich einmal einen Satz hörte, der sich übersetzt ungefähr so zitieren lässt: „Marketing ist das Bauchgefühl einer bestimmten Person.” Das klingt doch schon viel besser. Hör auf Dein Bauchgefühl. Sei Du selbst. Sei ehrlich. Zeig wer Du bist. Du brauchst kein Vertriebler werden, um Dich zu verkaufen. Steck Deine Vision, Deine Person in Deine Bilder, in Deine Kommentare, und Deinen Online-Auftritt. Schaffe eine Online- sowie Print-Ebene, die Dich selbst ansprechen würde.
Schau nach links und rechts
Viele sagen, schau nicht nach rechts oder links. Ich mache das gerne. Es motiviert mich weiterzumachen. Wenn ich allerdings nach Inspiration suche, dann schaue ich zum Beispiel auf kwerfeldein. Ich lasse mich von Musikvideos, Bandcovern, Filmen oder Kochbüchern inspirieren. Frag Dich, wa die Künstler ausmacht, die Dich ansprechen? Was beeindruckt Dich an ihrer Arbeit und was inspiriert dich?
Mein Lieblingskoch zur Zeit ist Ottolenghi. Er kocht mit unbekannten Zutaten und mischt diese auch noch in einer Art und Weise, die ich außergewöhnlich finde. Das inspiriert mich. Und das hebt ihn ab von der Masse an Kochbüchern, die immer noch am perfekten Panna Cotta arbeiten. Das mag ich. Vielleicht lässt sich das auf eine gute Bildserie übertragen.
Sei Teil einer Community
Was mich als Fotograf am meisten weiterbringt, sind die Kontakte zu anderen Fotografen. Sieh sie nicht als Konkurrenten an, sondern als Teil Deiner Community. Sie sind mit an Bord. Heute gibt es unglaublich viele Quereinsteiger in den Beruf des Fotografen. Ich finde das bereichernd. Es bringt unglaublich viele Blickwinkel auf den Tisch. Befreunde Dich mit anderen Fotografen, tausch Dich mit ihnen aus. Gib Informationen preis, wenn Du gefragt wirst. Teile. Sei offen für andere, sie sind dann auch offen zu Dir.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
We knew it was coming but it wasn’t just the expectation that made the announcement from Flickr such an anti-climax. The declaration that the photo-sharing site will now provide its own way for members to license their images, following the end of its agreement with Getty, was also disappointingly short of details. Flickr’s members can sign up for the program at www.flickr.com/marketplace where the site’s “curatorial team will provide assistance, outreach and connectivity to help you get your photos licensed.” When those curators have found “exciting and credible opportunities” they’ll send a Flickr Mail to give the photographer details about the licensing program.
In addition to licensing opportunities with photo agencies, Flickr is also promising to showcase images on the Flickr blog and across parent company Yahoo’s properties. The sign-up page includes logos from the BBC, Reuters and The New York Times, as well as Gizmodo and Monocle.
At launch, that was all the information that Flickr made available. A discussion on Flickr Central, the site’s forum, was ignored by Flickr’s usually active community organizers even though participants talked favorably of car payments and vacations that the old Getty agreement had enabled them to fund. Few other details have been released so we don’t know how much photographers will be paid; how large Flickr’s own commission will be; whether images have to be exclusive; how they will be used; or what sort of photos are most likely to sell.
You must be logged in to post a comment.