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Archive for the ‘Equipment’ Category

Die 32 wichtigsten Fotos 2014

05 Jan

Veschiedene MEnschen auf unterschiedlichsten Fahrzeugen in der Wüste

Liebe Leser. Auch, wenn Artikel mit Rückblick auf 2014 so langsam zu nerven beginnen, lieben wir sie doch alle. Jedes Magazin und jese Seite mit einem großen Output macht sie und meistens strotzt das, was in den komprimierten Zusammenfassungen zu finden ist, nur so vor einer kreativen Dichte, dass wir gezwungen sind, entweder hastig drüberzuscrollen und weiterzuklicken oder: Uns Zeit zu nehmen.

So möchte ich Euch heute dazu einladen, alle hundertachtzig geöffneten Tabs zu schließen, die Uhr wegzulegen und einmal ganz langsam diese Bilder zu betrachten. Alles andere werdet Ihr wieder vergessen, was zum einen unbefriedigend und zum anderen verschwendete Zeit ist.

Nun aber zu den Bildern. Ich habe mir einen ganzen Tag Zeit genommen, um die Fotos aus dem unfassbar großen Artikelbestand des letzten Jahres herauszulösen, gesondert zu betrachten und in eine in sich möglichst stimmige Reihenfolge zu bringen.

Bevor Ihr nun runterscrollt, möchte ich eine Sache hervorheben: Was ihr nun seht, sind Bilder, Eindrücke und Arbeiten, in die keine Minuten, keine Stunde, sondern Tage, wenn nicht sogar Wochen an Arbeit gesteckt wurden. Um sie zu träumen. Zu planen. Und schlussendlich zu machen.

Gerade deshalb sind sie es wert, mit viel Zeit angesehen und auch gewürdigt zu werden.

Milan 81 © Charles Traub
Aus dem Artikel: Italien in den 80ern

Pärchen in bunter Kleidung am Canyonlands Nationalpark.
Aus dem Artikel: Touristen

Dianna beim schminken.
Aus dem Artikel: Dianna

Ein seltsamen Gefährt gefolgt von drei Fahrrädern und einem kleinen Jungen in der Wüste.
Aus dem Artikel: Burning Man: Willkommen zuhause

Drei Männer vor einer Industrielandschaft.
Aus dem Artikel: Zuhause zwischen schwarzen Hügeln

Ein Schmetterlingsflügel in Nahaufnahme
Aus dem Artikel: Die Flügel der Schmetterlinge

Deep © Mario Nevado
Aus dem Artikel: Ein Orchester aus Farben

Ein Mann steht auf der Straße, ein Radfahrer im Hintergund.
Aus dem Artikel: Die Stärke der Fragilität

© Greg Ponthus
Aus dem Artikel: Greg Ponthus’ Traumbilder

Ein Baby wuschelt durch die Haare einer Frau.
Aus dem Artikel: Bedingungslose Liebe

Zwei Männer kämpfen gegeneinander, einer springt dabei gerade in die Luft.
Aus dem Artikel: Alltag in Indonesien

Zwei Frauen im Wasser. Die Gesichter sind über der Wasseroberfläche und nicht zu sehen.
Aus dem Artikel: Faszination für Unterwasser-Fotografie

Ein Tintenfisch fliegt über einer Bergkette im Nebel.
Aus dem Artikel: Meeresbewohner am Himmel

Ein Heißluftballon schwebt auf eine riesige schwebende Landmasse zu.
Aus dem Artikel: Parallelwelten

Blick aus einem Zelt heraus auf einen See und Berge.
Aus dem Artikel: Der morgendliche Blick aus dem Zelt

Ein Hund rennt über eine Wiese. Im Hintergrund eine Holzhütte.
Aus dem Artikel: Die Abenteuer von Wolfgang dem Wolfshund

Wolf © Laura Zalenga
Aus dem Artikel: Grimm kompakt

Durch die Tür eines Autos ist ein Mensch im Schnee zu sehen.
Aus dem Artikel: Die Reisen des Richard Gaston

Xiaolangdi Dam #3 | Yellow River, Henan Province, China, 2011
Aus dem Artikel: Des Wassers Weite

© Jim Kazanjian
Aus dem Artikel: Unmögliche Architekturen

© Kevin McElvaney
Aus dem Artikel: Agbogbloshie

Eine junge Frau mit Kopftuch trägt Boxhandschuhe und hält diese in Pose zur Kamera.
Aus dem Artikel: Frauen in Kabul

Ein Junge hat Wurzeln anstelle von Händen.
Aus dem Artikel: Albträume

Zwei Katzen-Tatzen auf den Augen einer Frau.
Aus dem Artikel: Vor meinem inneren Auge

Ein weißer Hund auf weißem Teppich
Aus dem Artikel: Das Selbst und die Bilder

Straßenfotografie von Todd Gross: Ein älterer Herr zeigt auf einen vorbeilaufenden Mann mit Hut – an der Wand ein Poster, das "What Is Sexy" zeigt.
Aus dem Artikel: New York City: Straßenfotografie von Todd Gross

Ein Eichhörnchen wartet an der Tür
Aus dem Artikel: Wilde Nachbarn: Eichhörnchen auf dem Balkon

Tanszene draußen.
Aus dem Artikel: Auf der Schwelle – Leben im Frauenhaus

Fingerspiel und Mann
Aus dem Artikel: Fotografie mit flimmernden Fäden

Landschaft einer Industrieanlage.
Aus dem Artikel: Den Regenbogen vorhersagen

Immortal Junkies  © Vesa Pihanurmi
Aus dem Artikel: Das Licht der Dämmerung

Drei Kinder pflücken Äpfel.
Aus dem Artikel: Sommerzeit

Das Auslesen dieser Bilder hat mic,h wenn ich ehrlich bin, vor allem eines gemacht: Stolz. Auf das, was wir als Magazin in Kollaboration mit vielen Fotokünstlern erreicht haben. Daher möchte ich allen, die das möglich gemacht haben, danken. Insbesondere meinen tollen Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion. Ihr seid die Besten.


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4. Januar 2015

04 Jan

Das Bild des Tages von: Grunpfnul

Eine verwitterte Wand mit einigen kaputten Schaltern.

Fotolinks des Tages

1. Kameratechnik 2015

MacTechNews wagt einen kleinen Ausblick in die technischen Neuerungen 2015 und verrät, was die führenden Kamerahersteller wohl auf den Markt bringen werden und wohin sich die Kameratechnik 2015 vielleicht entwickeln wird. Von Kameras mit 40 Megapixeln, bis hin zu Sensoren, die Farben auf Pixelebene generieren, wird in dem Artikel berichtet. → ansehen

2. Alles nur geklaut?

Der Künstler Jeff Koons ist bekannt dafür, dass er seine Vorlagen gern ungefragt von anderen bezieht. In seiner ersten umfassenden Retrospektive fanden gleich zwei Fotografen ihre Werke wieder und erheben nun Klage. Insbesondere bei dem Werk „Fait d’Hiver“ ist die Ähnlichkeit kaum abzustreiten, tragen sie zudem noch den selben Titel. Doch ob wirklich Urheberrechte verletzt wurden, müssen nun Juristen feststellen. → ansehen

3. Heinrich Zille – Chronist des Berliner Stadtlebens

Bezugnehmend auf den Bildband „Das alte Berlin. Photographien von Heinrich Zille, 1890–1910“ widmet der Weser-Kurier dem Zeichner und Fotografen Heinrich Zille einen Artikel und erklärt, warum er zu unrecht kaum über die Grenzen Berlins bekannt ist. Zudem werden zwölf seiner Fotos gezeigt. → ansehen

+ Den im Artikel angesprochenen Bildband gibt es für viel weniger Geld als ältere Ausgabe zu kaufen. Zum Beispiel als Taschenbuch* für 7,95 €.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Die 5 Fotobücher des Monats

04 Jan

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Liebe Leser, es vergeht kein Monat, in dem nicht eine Vielzahl neuer Fotobücher auf dem Markt erscheint. Und wie Ihr wisst, empfehlen wir einmal pro Monat fünf Foto-Bände, die es uns angetan haben. Auf geht’s in die erste Runde 2015.

Die vergangenen vier Wochen war auf dem Buchmarkt der Fotografie nicht gerade der Teufel los, was mir aber nichtsdestotrotz die Auswahl nicht gerade leicht gemacht hat. Leichter ist auch mein Geldbeutel geworden, aber als besessener Fotoband-Süchtling komme ich nicht umher, regelmäßig zuzuschlagen (#firstworldproblems).

Warum? Weil Fotobücher für mich eine fotografische Intensität und Nähe bieten, die kein Bildschirm der Welt ersetzen kann. Aus diesem Grund bin ich eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Bänden. Wie dem auch sei, hier ist nun meine Auslese, mein cream of the crop. Viel Vergnügen.

 

Cover des Buches Group f/64

1. Group F.64*

Die junge Fotografie-Studentin Mary Street Alinder lernte 1967 das Fotografen-Kollektiv um Ansel Adams, Dorothea Lange und Edward Weston auf einem Workshop in Oregon kennen. Es handelt sich um die Gruppe „f/64“ und das Zusammentreffen hatte weitreichende Folgen: Alinder arbeitete für den Rest von Adams’ Leben für ihn.

Nun hat die Autorin die erste allumfassende und deshalb historisch so bedeutende Biografie publiziert, die vor der Gründung beginnt und bis zum Verfall der Gruppe reicht. Die Umsetzung des Buches dauerte 16 Jahre lang – f/64 selbst existierte wohlgemerkt nur 8 Jahre.

Jedoch wusste die Autorin, dass es sich lohnen würde. Denn niemand hatte ein solch umfassendes Verständnis der Geschichte der zwischenmenschlichen Verhältnisse der (damals revolutionären) Gruppe wie Mary Street Alinder. Und damit ist diese Biografie wohl das Beste, was es zur Geschichte eines der bedeutendsten Foto-Kollektive des 20. Jahrhunderts gibt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 1. Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Bloomsbury
Größe: 16,7 x 3,5 x 24,1 cm
Preis: 24,95 €

 

Buchcover des Titels Horn Please

2. Horn Please*

Die Autobahnen Indiens gleichen denen Europas nicht die Spur. Und das ist kein Zufall. Denn für viele Inder ist der Lastwagen, mit dem sie unterwegs sind, wie eine zweite Heimat – die selbstverständlich auch nach Heimat aussehen soll. Das fiel auch dem amerikanischen Fotografen Dan Eckstein auf.

Eckstein reiste insgesamt 10.000 Kilometer durch die Bundesstaaten Indiens, um diesem merk-würdigen Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Was er vorfand, war und ist eine breitgefächerte Palette an Ausdrucksformen der künstlerischen Verzierung von Automobilen, die als individueller Ausdruck der Besitzer gilt.

Die Eckstein ebenso in großartiger Manier am Steuer fotografierte und herausfand, warum welcher Wagen wie geschmückt und verziert ist, denn häufig finden sich auch die von der Familie angebeteten Gottheiten auf den Lastwagen. Der Ausdruck „Horn Please“ steht übrigens auf fast jedem Gefährt und ist Ausdruck einer gewissen Lockerheit, die wir in Deutschland mit großer Sicherheit verloren haben. Oder niemals hatten.

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat, sich aber unsicher über die fotografische Kompetenz des Fotografen ist, kann auf dessen Projektseite zum Buch einen (meiner Meinung nach) ausreichenden Vorgeschmack bekommen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: powerHouse Books
Größe: 25,1 x 2,4 x 30,6 cm
Preis: 36,81 €

 

Buchcover des Titels Segregation Story von Gordon Parks

3. Segregation Story*

Der amerikanische Fotograf Gordon Parks (1912 – 2006) sagte, er hätte die Kamera deshalb benutzt, weil sie seine Waffe war gegen die Dinge, die er am meisten hasste: Rassismus, Intoleranz und Armut. 1944 war Parks der einzige schwarze Fotograf, der für die Vogue arbeitete und ab 1948 festangestellt beim LIFE Magazine.

Im Jahr 1956 veröffentlichte letztgenanntes Magazin einen Artikel mit Aufnahmen Parks, der, im Gegensatz zu den erwarteten Fotos von Straßenkämpfen und Konflikten, das von der Rassentrennung bestimmte Alltagsleben der afro-amerikanischen Menschen zeigte. Und nun wird es spannend.

Denn was nun folgt, hat schon Maier’sche Züge: Sechsundzwanzig Aufnahmen wurden im LIFE-Artikel veröffentlicht, von den restlichen Beständen der Negative wurde bis nach Parks’ Tod geglaubt, sie wären verloren gegangen. 2011 wurden jedoch insgesamt siebzig Aufnahmen gefunden, die Parks unter dem Namen „Segregation Story“ aufbewahrt hatte.

Diese werden aktuell in Amerika ausgestellt und auch in einem von Steidl produzierten Buch präsentiert. Wer also bis heute noch nichts von Gordon Parks gehört hat: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das zu ändern. Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis der Preis des Buches steigt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 5. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Steidl
Größe: 29,4 x 1,6 x 25,7 cm
Preis: 35,00 €

 

Buchcover des Titels Melting Away

4. Melting Away*

Wir wissen es alle, doch eine richtige Vorstellung davon haben wir eigentlich nicht. Gletscher schmelzen, verursacht durch globale Erderwärmung. Und eine Frau, Camille Seaman, sorgt dafür, dass das Halbwissen in visueller Form endlich ergänzt wird. Und das nicht erst seit gestern.

Jahrelang fotografierte Camille Seaman nun Eisberge in Polarregionen der Welt. Dabei erfährt sie ganz persönlich die Einzigartigkeit der Erde und ihre Beziehung als Mensch zu ihr. Diese Erfahrung möchte sie mit Betrachtern teilen.

Beziehung, das ist ein großes Wort bei Seaman. Sie ist dafür bekannt, dass sie in jedem einzelnen Eisberg eine Persönlichkeit sieht, die nicht getrennt von seiner Umwelt lebt, sondern mit ihr kommuniziert. So ist der Ansatz der Fotografin, Eisberge wie Menschen zu portraitieren, keine Überraschung.

Nun mag das alles „schön und gut“ sein, doch es garantiert noch lange keine guten Fotos. Allerdings hat die Fotografin mit „Melting Away“ nicht ihren ersten Auftritt. In unterschiedlichen TED-Talks berichtete und präsentierte sie in eindrucksvoller Art ihre Aufnahmen, die New York Times und auch die Printausgabe des TIME Magazines berichteten kürzlich über ihre Bilder.

Wem auch das nicht reicht, der darf sich gern auf ihrer Webseite überzeugen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: Princeton Architectural Press
Größe: 20,3 x 2,5 x 31,8 cm
Preis: 33,95 €

 

Buchcover des Titels In Her Kitchen

5. In Her Kitchen*

Der Name Gabriele Galimberti wird wohl nur den wenigsten Lesern etwas sagen, was nicht bedeutet, dass der italienische Fotograf nicht trotzdem schon einmal in Euren Köpfen war. Natürlich nicht physisch, aber mit seinen Bildern, denn erst im März des letzten Jahres sorgte er mit „Photos of Children from Around the World and Their Favorite Things“* – für ordentlich Furore.

Nun ist es wieder soweit und der vielreisende Italiener hat ein weiteres Buch produziert, das sich ebenfalls der Diversität unseres Erdballs widmet. Das gegenwärtige Thema sind Großmütter und ihre von Kindern und Enkeln heißgeliebten Kochkünste.

Inspiriert von der guten Küche seiner eigenen besuchter er Großmütter in aller Welt und zwar nicht in zehn, nicht zwanzig, sondern sechzig Ländern dieser Erde. Diese fotografierte er in seiner inhärent sachlichen Manier, ließ sich bekochen und nahm die Rezepte gleich mit.

Herausgekommen ist ein vorzügliches Buch, das sowohl Fotografinnen und Fotografen, als auch denen Freude bereiten wird, die sich von ihrer Oma gern verwöhnen lassen. Und zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Buch, der anders ist als ewartet.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 11. November 2014
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Clarkson Potter
Größe: 23,6 x 2,4 x 23,7 cm
Preis: 22,82 €

 

Wie auch beim letzten Mal hoffe ich, dass für alle etwas dabei war. Falls Euer kürzlich erschienener Lieblingsband nicht in meiner Auswahl ist, lasst es mich wissen, in den Kommentaren ist Platz dafür. Ich kann wie gesagt nie genug von Fotobüchern bekommen.


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Die 5 Foto-Bücher des Monats

04 Jan

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Liebe Leser, es vergeht kein Monat, in dem nicht eine Vielzahl neuer Fotobücher auf dem Markt erscheint. Und wie Ihr wisst, empfehlen wir einmal pro Monat fünf Foto-Bände, die es uns angetan haben. Auf geht’s in die erste Runde 2015.

Die vergangenen vier Wochen war auf dem Buchmarkt der Fotografie nicht gerade der Teufel los, was mir aber nichtsdestotrotz die Auswahl nicht gerade leicht gemacht hat. Leichter ist auch mein Geldbeutel geworden, aber als besessener Fotoband-Süchtling komme ich nicht umher, regelmäßig zuzuschlagen (#firstworldproblems).

Warum? Weil Fotobücher für mich eine fotografische Intensität und Nähe bieten, die kein Bildschirm der Welt ersetzen kann. Aus diesem Grund bin ich eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Bänden. Wie dem auch sei, hier ist nun meine Auslese, mein cream of the crop. Viel Vergnügen.

 

Cover des Buches Group f/64

1. Group F.64*

Die junge Fotografie-Studentin Mary Street Alinder lernte 1967 das Fotografen-Kollektiv um Ansel Adams, Dorothea Lange und Edward Weston auf einem Workshop in Oregon kennen. Es handelt sich um die Gruppe „f/64“ und das Zusammentreffen hatte weitreichende Folgen: Alinder arbeitete für den Rest von Adams’ Leben für ihn.

Nun hat die Autorin die erste allumfassende und deshalb historisch so bedeutende Biografie publiziert, die vor der Gründung beginnt und bis zum Verfall der Gruppe reicht. Die Umsetzung des Buches dauerte 16 Jahre lang – f/64 selbst existierte wohlgemerkt nur 8 Jahre.

Jedoch wusste die Autorin, dass es sich lohnen würde. Denn niemand hatte ein solch umfassendes Verständnis der Geschichte der zwischenmenschlichen Verhältnisse der (damals revolutionären) Gruppe wie Mary Street Alinder. Und damit ist diese Biografie wohl das Beste, was es zur Geschichte eines der bedeutendsten Foto-Kollektive des 20. Jahrhunderts gibt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 1. Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Bloomsbury
Größe: 16,7 x 3,5 x 24,1 cm
Preis: 24,95 €

 

Buchcover des Titels Horn Please

2. Horn Please*

Die Autobahnen Indiens gleichen denen Europas nicht die Spur. Und das ist kein Zufall. Denn für viele Inder ist der Lastwagen, mit dem sie unterwegs sind, wie eine zweite Heimat – die selbstverständlich auch nach Heimat aussehen soll. Das fiel auch dem amerikanischen Fotografen Dan Eckstein auf.

Eckstein reiste insgesamt 10.000 Kilometer durch die Bundesstaaten Indiens, um diesem merk-würdigen Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Was er vorfand, war und ist eine breitgefächerte Palette an Ausdrucksformen der künstlerischen Verzierung von Automobilen, die als individueller Ausdruck der Besitzer gilt.

Die Eckstein ebenso in großartiger Manier am Steuer fotografierte und herausfand, warum welcher Wagen wie geschmückt und verziert ist, denn häufig finden sich auch die von der Familie angebeteten Gottheiten auf den Lastwagen. Der Ausdruck „Horn Please“ steht übrigens auf fast jedem Gefährt und ist Ausdruck einer gewissen Lockerheit, die wir in Deutschland mit großer Sicherheit verloren haben. Oder niemals hatten.

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat, sich aber unsicher über die fotografische Kompetenz des Fotografen ist, kann auf dessen Projektseite zum Buch einen (meiner Meinung nach) ausreichenden Vorgeschmack bekommen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: powerHouse Books
Größe: 25,1 x 2,4 x 30,6 cm
Preis: 36,81 €

 

Buchcover des Titels Segregation Story von Gordon Parks

3. Segregation Story*

Der amerikanische Fotograf Gordon Parks (1912 – 2006) sagte, er hätte die Kamera deshalb benutzt, weil sie seine Waffe war gegen die Dinge, die er am meisten hasste: Rassismus, Intoleranz und Armut. 1944 war Parks der einzige schwarze Fotograf, der für die Vogue arbeitete und ab 1948 festangestellt beim LIFE Magazine.

Im Jahr 1956 veröffentlichte letztgenanntes Magazin einen Artikel mit Aufnahmen Parks, der, im Gegensatz zu den erwarteten Fotos von Straßenkämpfen und Konflikten, das von der Rassentrennung bestimmte Alltagsleben der afro-amerikanischen Menschen zeigte. Und nun wird es spannend.

Denn was nun folgt, hat schon Maier’sche Züge: Sechsundzwanzig Aufnahmen wurden im LIFE-Artikel veröffentlicht, von den restlichen Beständen der Negative wurde bis nach Parks’ Tod geglaubt, sie wären verloren gegangen. 2011 wurden jedoch insgesamt siebzig Aufnahmen gefunden, die Parks unter dem Namen „Segregation Story“ aufbewahrt hatte.

Diese werden aktuell in Amerika ausgestellt und auch in einem von Steidl produzierten Buch präsentiert. Wer also bis heute noch nichts von Gordon Parks gehört hat: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das zu ändern. Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis der Preis des Buches steigt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 5. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Steidl
Größe: 29,4 x 1,6 x 25,7 cm
Preis: 35,00 €

 

Buchcover des Titels Melting Away

4. Melting Away*

Wir wissen es alle, doch eine richtige Vorstellung davon haben wir eigentlich nicht. Gletscher schmelzen, verursacht durch globale Erderwärmung. Und eine Frau, Camille Seaman, sorgt dafür, dass das Halbwissen in visueller Form endlich ergänzt wird. Und das nicht erst seit gestern.

Jahrelang fotografierte Camille Seaman nun Eisberge in Polarregionen der Welt. Dabei erfährt sie ganz persönlich die Einzigartigkeit der Erde und ihre Beziehung als Mensch zu ihr. Diese Erfahrung möchte sie mit Betrachtern teilen.

Beziehung, das ist ein großes Wort bei Seaman. Sie ist dafür bekannt, dass sie in jedem einzelnen Eisberg eine Persönlichkeit sieht, die nicht getrennt von seiner Umwelt lebt, sondern mit ihr kommuniziert. So ist der Ansatz der Fotografin, Eisberge wie Menschen zu portraitieren, keine Überraschung.

Nun mag das alles „schön und gut“ sein, doch es garantiert noch lange keine guten Fotos. Allerdings hat die Fotografin mit „Melting Away“ nicht ihren ersten Auftritt. In unterschiedlichen TED-Talks berichtete und präsentierte sie in eindrucksvoller Art ihre Aufnahmen, die New York Times und auch die Printausgabe des TIME Magazines berichteten kürzlich über ihre Bilder.

Wem auch das nicht reicht, der darf sich gern auf ihrer Webseite überzeugen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: Princeton Architectural Press
Größe: 20,3 x 2,5 x 31,8 cm
Preis: 33,95 €

 

Buchcover des Titels In Her Kitchen

5. In Her Kitchen*

Der Name Gabriele Galimberti wird wohl nur den wenigsten Lesern etwas sagen, was nicht bedeutet, dass der italienische Fotograf nicht trotzdem schon einmal in Euren Köpfen war. Natürlich nicht physisch, aber mit seinen Bildern, denn erst im März des letzten Jahres sorgte er mit „Photos of Children from Around the World and Their Favorite Things“* – für ordentlich Furore.

Nun ist es wieder soweit und der vielreisende Italiener hat ein weiteres Buch produziert, das sich ebenfalls der Diversität unseres Erdballs widmet. Das gegenwärtige Thema sind Großmütter und ihre von Kindern und Enkeln heißgeliebten Kochkünste.

Inspiriert von der guten Küche seiner eigenen besuchter er Großmütter in aller Welt und zwar nicht in zehn, nicht zwanzig, sondern sechzig Ländern dieser Erde. Diese fotografierte er in seiner inhärent sachlichen Manier, ließ sich bekochen und nahm die Rezepte gleich mit.

Herausgekommen ist ein vorzügliches Buch, das sowohl Fotografinnen und Fotografen, als auch denen Freude bereiten wird, die sich von ihrer Oma gern verwöhnen lassen. Und zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Buch, der anders ist als ewartet.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 11. November 2014
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Clarkson Potter
Größe: 23,6 x 2,4 x 23,7 cm
Preis: 22,82 €

 

Wie auch beim letzten Mal hoffe ich, dass für alle etwas dabei war. Falls Euer kürzlich erschienener Lieblingsband nicht in meiner Auswahl ist, lasst es mich wissen, in den Kommentaren ist Platz dafür. Ich kann wie gesagt nie genug von Fotobüchern bekommen.


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3. Januar 2015

03 Jan

Das Bild des Tages von: Anton Flow

Schatten auf grauen Untergrund.

Fotolinks des Tages

1. Für mehr Miteinander

Kenny Coverstone sieht in der Fotogemeinschaft viel Neid und Missgunst und fordert in seinem Artikel „Why I can’t stand the photography community“ mehr Gemeinschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft. Er bezieht sich dabei besonders auf den Umgang mit Fotoanfängern, die viel negative Bewertungen bekommen, anstatt hilfreiche Kritik und gute Tipps. Coverstone ist davon überzeugt, dass es auch die eigene Fotografie stark bereichert, einander zu helfen. Jeder Lehrer lernt auch von seinen Schülern. → ansehen

2. Portraits von Zootieren

Die Washington Post stellt die Fotoserie „African Souls“ der deutschen Fotografin Manuela Kulpa vor, die Zootiere in verschiedenen europäischen Zoos portraitiert. Kulpa möchte mit der Serie zeigen, dass auch Tiere eine Seele haben und im Artikel wird kurz die Problematik artgerechter Haltung in Zoos gestreift. Leider wirken diese guten Ansätze nahezu zynisch, sieht man sich die romantisierten Bilder der Fotografin an, die in Sepiatönen gehalten sind und keinen Hinweis auf Betonböden, Zäune und Glasfenster geben. Qualitativ sicher schöne Bilder, aber die Intention ist verfehlt. → ansehen

3. Portraits von Winter-Schwimmern

1903 begründete Bernarr Macfadden die These, dass das Schwimmen im eisigen Atlantik gut für die Gesundheit sei, da es nicht nur das Immunsystem anrege, sondern auch die Ausdauer und Potenz steigere. Trotz einiger Kritiker setzt sich die Tradition des Winterschwimmens bis heute fort und findet jedes Jahr am 1. Januar ihren Höhepunkt. Der Fotograf Mathieu Asselin war dieses Jahr eher zufällig bei dem Spektakel auf Coney Island und nutzte die Chance einige Portraits der Schwimmer zu erstellen. Gegen das Meer stehend und in düsteren Farben gehalten, funktioniert die Serie sehr gut und vermittelt die Kälte vor Ort und die Durchsetzungskraft der Portraitierten. → ansehen


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Best Photos of 2014 by Jim M. Goldstein

03 Jan

2014 was a very different year for me in that I spent my time in the field focusing nearly 100% on enjoying nature without obsessing on taking photos. My motivation was to give my oldest son (4 years old) the best introduction to the natural world possible.  Everything this year was the same as years past in regard to my pre-planning for ideal photography conditions I just happened to intentionally leave my pro gear at home. To be honest I couldn’t have asked for better results sharing spectacular wildlife & snow conditions in Yosemite  and perfect Milky Way / night sky conditions in Big Sur to name a couple of noteworthy trips. Seeing everything new through the eyes of my young son was (and continues to be) an amazing experience. I’m hopeful that he picks up as deep a passion for the outdoors as I have. This year was also monumental in that my second son was born mid-year. After that things quickly became a blur thanks to a good deal of sleep deprivation. Seeing that this year was so unorthodox for me I’ll continue that trend and share with you my best photos of the year as seen through my Instagram (JimGoldstein) photos. During this experimental year my iPhone 5S was the only camera I had on hand during my father/son trips.

 

Adventures with My Son VIII – View from Swinging Bridge this AM

Happy New Year 2014! – On a New Year morning mission

Adventures with My Son IX – Fresh Snow in Cook’s Meadow

Adventures with My Son II – Deer Crossing the Merced River

Muir Woods I – Waiting for Ewoks

Adventure with My Son IV – Half Dome & Gray Skies

Adventures with My Son VII – Gates of the Valley Sunrise & Snow

Adventures with My Son VI – Stormy Skies over Half Dome

Adventures with My Son X – Snowy Sunrise on El Capitan

Wet World I

Fear not I did not give up on DSLRs. Here are some the obligatory family photos with the boys:

The New Addition

Chips Off the Old Block

 

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Best Photos of 2014 by Jim M. Goldstein

The post Best Photos of 2014 by Jim M. Goldstein appeared first on JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography.

       

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Exposé: Zeig Dein wichtigstes Foto 2014

03 Jan

Doppelbelichtung mit Orchideenblüten in gelb und rot.

Wir möchten Euch nicht nur unsere eigenen Jahresrückblicke vorsetzen, sondern auch von Euch wissen: Wie sah Euer fotografisches Jahr 2014 aus? Anstatt uns in langen Berichten zu verlieren, reduzieren wir das aber gern wieder auf die Essenz: Zeig uns Dein wichtigstes Foto 2014.

Gibt es ein Foto, das symbolisch für ein ganzes Jahr stehen kann, es zusammenfassen oder gar zeigen kann? Um diese Frage zu beantworten, muss man entweder eine Weile in sein Archiv abtauchen, abwägen und sich irgendwann schweren Herzens entscheiden oder man weiß sofort die Antwort, weil ein Foto im letzten Jahr so etwas außerordentlich Besonderes war.

Wie auch immer Du herausfindest, welches Dein wichtigstes Foto 2014 war: Zeig es uns! Dabei möchten wir nicht wissen, welches Deiner Fotos die meisten Likes, Sternchen oder Kommentare bekommen hat, sondern welches Dich persönlich vorangebracht hat, die langersehnte Umsetzung Deines großen Projekts war oder vielleicht den schönsten Moment des Jahres festgehalten hat.

Teilnahmebedingungen

  • Suche Dein wichtigstes Foto heraus, das Du 2014 veröffentlicht hast.
  • Poste den Link dazu in einem Kommentar.
  • Beschreibe in ein paar Sätzen, warum Dir dieses Bild wichtig ist und wie es entstanden ist. Achtung: Fotos ohne Beschreibung werden nicht berücksichtigt.
  • Mit dem Kommentar stimmst Du einer möglichen Veröffentlichung auf kwerfeldein zu.
  • Der Einsendeschluss ist am Montag, den 5. Januar um 21 Uhr.

Wir freuen uns darauf, in ein paar Tagen wieder Eure persönlichen Rückblicke zu lesen und in Bildern zu schwelgen, die für jemanden ein ganzes Lebensjahr repräsentieren und immer in Erinnerung bleiben werden. Und wer weiß: Vielleicht brennt sich das eine oder andere dieser Bilder mit seiner Geschichte auch bei uns ein.

Am nächsten Samstag präsentieren wir Euch an dieser Stelle die ganz subjektive Auswahl der Redakteure aus Euren Bildern. Die spannendsten, berührendsten Geschichten und die gefühlvollsten, eindrucksvollsten oder einfach lustigsten Fotos.


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2. Januar 2015

03 Jan

Das Bild des Tages von: Tobias Knoch

Landschaftsfotografie: Wetterbuchen auf dem Schauinsland, Schwarzwald.

Fotolinks des Tages

1. Zehn gute Gründe

Der Redakteur, Akt- und Fashionfotograf Alex Coghe ist nicht nur das, sondern im Herzen vor allem der Straßenfotografie zugetan. In einem ausführlichen Artikel auf The Photoblographer begründet Coghe anhand von zehn Leitgedanken seine Passion, die ihm nicht nur einen regelmäßigen Adrenalinstoß gibt, sondern auch Quelle neuer kreativer Kraft ist. Und ganz nebenher benutzt er eine in Fotografenkreisen selten beanspruchte Metapher und vergleicht die Ausübung des Genres mit der Ankunft eines Orgasmus. Soso. → ansehen

2. Von den Leiden Zentralafrikas

Wer glaubt, ISIS, Al-Qaida und die Taliban wären die einzigten Terror-Gruppierungen der Welt, hat noch nichts von den Seleka-Rebellen gehört, die in der Republik Zentralafrika ihr Unwesen treiben. Human Rights Watch-Kriesenkoordinator Peter Bouckaert und VII-Fotofraf Marcus Bleasdale machten sich im Winter 2013 auf, um das Grauen zu dokumentieren und der Welt von den verheerenden Zuständen eines vom Bürgerkrieg geplagten Landes zu erzählen. Ihre ergreifenden Erfahrungen haben sie nicht nur live über Twitter geteilt, sondern auch in einem umfangreichen One-Pager zusammengefasst. → ansehen

3. Eine schrecklich nette Familie

Familienfotos müssen nicht kitschig sein. Danielle Guenther aus New York City stellt dies unter Beweis, denn sie fotografiert Eltern mit ihren Kindern auf eine bisher selten oder gar nicht praktizierte Weise. Anstatt die Schokoladenseiten des Familienlebens herauszustellen, konzentriert sich die Fotografin auf das (nicht so) glatte Gegenteil: Dem Alltags-Stress, welchem alle Eltern gnadenlos ausgeliefert sind. Seit Danielle Guenther die Bilder publik gemacht hat, ist die Fotografin ausgebucht und ihre Aufnahmen werden im Netz überall herumgereicht. Dieses Konzept ging dann wohl auf. → ansehen


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Entdecken und zur Ruhe kommen

02 Jan

Leuchtturm

Ein Beitrag von: Patrick Opierzynski

Die Suche nach dem Motiv ist das, was mich an der Fotografie fasziniert. Nicht das Auslösen der Kamera, nicht zwangsläufig das letztliche Resultat auf dem Bildschirm zu betrachten, sondern das Sehen und Entdecken an sich. Fotografie bedeutet für mich, sich Zeit zu nehmen. Das Umfeld, die Umwelt auf sich wirken zu lassen. Das hat nichts mit Knipsen zu tun, denn nur, wenn ich mich bewusst mit dem befasse, was mich umgibt, kann ich es auch so wie ich es mir vor meinem inneren Auge vorstelle, festhalten.

Ohne Zweifel entstehen und entstanden eine Vielzahl von großartigen Fotos auch spontan, innerhalb von Sekundenbruchteilen, in denen der perfekte Moment zählt – zum Beispiel in der Street- oder Sport-Fotografie – doch zählt für mich nicht der Bruchteil eines Momentes, sondern viel mehr das zeitlose Auskosten der Szene, die ich festhalten möchte.

Ein Gebirge spiegelt sich in einem See.

Bootssteg mit Häusern im Hintergrund.

Unser alltägliches Leben ist so sehr geprägt von Stress, Hektik und dem Blick auf die Uhr (oder das Smartphone), dass ich mit meiner Art zu Fotografieren vor allem diesem entfliehen möchte. Und obwohl ich nahezu ausschließlich digital fotografiere, was für viele ja mit der Annahme einhergeht, dass nach jedem Fotostreifzug die Speicherkarte bist zum Bersten gefüllt ist, so komme ich nicht selten nach einem Tag, an dem ich stundenlang fotografiert habe, mit zwei Dutzend Fotos nach Hause.

Dies mag der Tatsache geschuldet sein, dass es sich bei den meisten meiner Bilder um Langzeitbelichtungen handelt, aber ebenso kommt es mir nicht auf die Masse an, sondern darauf, das Foto schon so aufzunehmen, wie es mir gefällt.

Eine Fußgängerbrücke mit Looping

Rheinturm in Düsseldorf

Merke ich beim Fotografieren, dass der Blickwinkel nicht stimmt, wechsle ich diesen und suche so lange, bis alles passt. Gefallen mir die vorbeiziehenden Wolken nicht oder ist das Licht nicht stimmig, warte ich, bis sich die Szene so darstellt, wie sie mir gefällt. So entstehen zwar nicht viele Fotos, aber eben nur solche, die genau dem entsprechen, was ich mir vorgestellt habe.

Ebenso wie ich mir Zeit zum Fotografieren nehme, möchte ich auch den, der sich meine Fotos anschaut, dazu anhalten, sich Zeit zum Betrachten zu nehmen und so möglichweise auch einen Moment zur Ruhe zu kommen. Daher ist es mir auch wichtig, meine Fotos bei Ausstellungen zu präsentieren und nicht nur als Datei auf meinem Bildschirm abzuspielen.

Ein einsamer Stein im flachen Wasser.

Leuchtturm am Meer.

Die digitale Fotografie bietet unzählig viele Möglichkeiten – auch die, dass ich diesen Artikel schreiben und Ihr meine Fotos und den Text auf Eurem Bildschirm sehen könnt – doch finde ich, dass letztlich nichts über einen physischen Druck oder eine Ausbelichtung geht.

Denn auch nur dann, wenn ein Foto den Computer verlässt und von einer digitalen Datei zum physischen Druck wird, habe ich wirklich Zeit, ohne Störungen zur Ruhe zu kommen und es auf mich wirken zu lassen.


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1. Januar 2015

02 Jan

Das Bild des Tages von: Jennifer Wettig

Straße mit Menschen und Feuerwerk.

Fotolinks des Tages

1. Zweiundfünfzig mal 2014

Die amerikanische Huffington Post macht es uns leicht, 2014 noch einmal vorüberziehen zu lassen. Die Redakteurin des Ressorts für Kunst und Kultur, Katherine Brooks sammelte 52 Aufnahmen, die in chronologischer Reihenfolge Ereignisse in aller Welt erfassen. So ist von der Neujahrs-Feier 2013/14 in Frankfurt über die Gay Pride Parade in Stockholm bis hin zu den Protesten in Washington alles dabei. Was im Nachhinein tatsächlich schade ist, bemerkt man leider nur, wenn man genau hinsieht: Keine einzige Fotografin, kein einziger Fotograf wurde genannt. → ansehen

2. Vom Leiden in Gaza City

Wir machen heute eine Ausnahme und verlinken ein Fotoessay aus dem August des letzten Jahres, welches jedoch dieser Tage im Netz erneut besprochen wurde. Es handelt sich dabei um die Erlebnisse einer LA-Times Fotojournalistin, die nach heftigem Bombardement von Gaza City die Zustände der Bewohner erlebte und fotografierte. Es sind bewegende Bilder und Worte, die uns schonungslos die Abgründe des Krieges vor Augen halten. → ansehen

3. Gefährliche Aufnahmen

Selten schafft ein Fotograf in kurzer Zeit so viel zu bewegen, wie Kevin McElvaney. Der in Norddeutschland Geborene lernte vor vier Jahren die Fotografie kennen und dokumentierte in der Zwischenzeit Arbeiter des Computer-Friedhofes Agbogbloshie, Palästinenser im Westjordanland und nun die Tagelöhner am Kawah Ijen, einem Schwefelvulkan in Indonesien. Die Süddeutsche veröffentlichte gestern exklusive Aufnahmen von einem Ort, an den sich nur wenige Menschen trauen, wenn sie nicht durch ihre Armut dazu gezwungen werden. → ansehen

+ Katja Kemnitz berichtete im Mai des letzten Jahres über die oben genannte und Serie McAlvaneys: Agbogbloshie.


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