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Archive for the ‘Equipment’ Category

12. Januar 2015

13 Jan

Das Bild des Tages von: Katerina Pasnichenko

© Katerina Pasnichenko

Fotolinks des Tages

1. Einsame Straßen

Der Fotograf Andy Lee zeigt menschenleere Straßen, die scheinbar ins Nirgendwo führen. Auf seinen düsteren Bildern sieht man keine Autos und kaum Zeichen menschlicher Zivilisation. Wo er diese schönen Straßen gefunden hat, verrät der Fotograf nicht, denn für ihn geht es nur um das Motiv und seine Wirkung. → ansehen

+ Ein Blick auf die Webseite des Fotografen ist absolut lohnenswert.

2. Menschen auf der Flucht

Unser Herausgeber Martin Gommel wurde von der Süddeutschen Zeitung zu seinem aktuellen Fotoprojekt über Flüchtlinge in Deutschland interviewt und erzählt dort, wie er auf die Idee kam und wie die Begegnungen ihn nun selbst verändern. Eine Auswahl seiner Schwarzweiß-Portraits gibt es ebenfalls zu sehen. → ansehen

+ Die Seite zum Projekt findet Ihr hier.

3. Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht

Was ist das Urheberrecht und welche Rechte hat ein Modell am Bild? Einen kleinen Einstieg in das Thema Urheber- und Persönlichkeitsrecht bietet der neue Artikel von Recht am Bild, der zudem viele hilfreiche weiterführende Links und Angaben zu den entsprechenden Gesetzestexten enthält. → ansehen


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12. Dezember 2015

13 Jan

Das Bild des Tages von: Katerina Pasnichenko

© Katerina Pasnichenko

Fotolinks des Tages

1. Einsame Straßen

Der Fotograf Andy Lee zeigt menschenleere Straßen, die scheinbar ins Nirgendwo führen. Auf seinen düsteren Bildern sieht man keine Autos und kaum Zeichen menschlicher Zivilisation. Wo er diese schönen Straßen gefunden hat, verrät der Fotograf nicht, denn für ihn geht es nur um das Motiv und seine Wirkung. → ansehen

+ Ein Blick auf die Webseite des Fotografen ist absolut lohnenswert.

2. Menschen auf der Flucht

Unser Herausgeber Martin Gommel wurde von der Süddeutschen Zeitung zu seinem aktuellen Fotoprojekt über Flüchtlinge in Deutschland interviewt und erzählt dort, wie er auf die Idee kam und wie die Begegnungen ihn nun selbst verändern. Eine Auswahl seiner Schwarzweiß-Portraits gibt es ebenfalls zu sehen. → ansehen

+ Die Seite zum Projekt findet Ihr hier.

3. Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht

Was ist das Urheberrecht und welche Rechte hat ein Modell am Bild? Einen kleinen Einstieg in das Thema Urheber- und Persönlichkeitsrecht bietet der neue Artikel von Recht am Bild, der zudem viele hilfreiche weiterführende Links und Angaben zu den entsprechenden Gesetzestexten enthält. → ansehen


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The Instax Wide 300, Big Bold Prints Instantly

12 Jan

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Your bright smile and flashy style means making friends is easy, but you need a camera that can keep up.

Introduce your crew to the Instax Wide 300, a smart and classy cam ready to snap pics anytime and share real prints instantly!

Whether you’re out on an adventure, meeting new friends, or throwing a big ol’ party, the Instax Wide 300 will capture the moment and give you instant memories to print.

Easily load your camera with film, adjust lighting on the fly, snap pics, print and share!

With this fun new instant camera in tow, you’ll just need to make sure that you can keep up.

Imagine the Print-abilities
$ 129 at the Photojojo Shop


© Britta for Photojojo, 2015. |
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Photojojo

 
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Helen Sobiralski gewährt uns Einblicke

12 Jan

Helen Sobiralski

Ein Beitrag von: Helen Sobiralski

Helen Sobiralskis Arbeiten können fantasiereich und überladen, aber auch still und zurückhaltend sein. Ihr Handwerk hat sie ganz klassisch mit einer Ausbildung zur Fotografin erlernt. Aber der Grundstein hierfür lag im Keller des elterlichen Hauses, wo sie die Dunkelkammerausrüstung und Spiegelreflexkamera ihres Vaters entdeckte.

Nach ihrer Handwerksausbildung folgte ein Studium des Kommunikationsdesign, in dem sie sich immer mehr auf konzeptionelle Inszenierungen und Portraits spezialisierte. Heute lebt sie in Berlin und arbeitet als freiberufliche Fotografin in den verworrenen Gefilden zwischen angewandter und künstlerischer Fotografie.

Drei ihrer Serien – „Cockaignesque“, „Intimacy“ und „Sophie“ fand ich besonders spannend und aufwühlend. Ich wollte mehr darüber erfahren und freue mich, dass sie mir dafür Rede und Antwort stand.

Helen, ich habe mir Deine Arbeiten alle etwas genauer angeschaut und die Serie „Cockaignesque“ hat bei mir die meisten Fragen aufgeworfen. Sie ist opulent, seltsam, anmaßend und so grausam wie ein Roman von John Irving. Erzählst Du uns ein bisschen was darüber?

„Cockaignesque“ entstand im Rahmen meiner Diplomarbeit an der Fachhochschule Dortmund, an der ich 2012 mein Fotodesign-Studium abgeschlossen habe. Insgesamt habe ich circa ein halbes Jahr, von der ersten Idee bis hin zur fertigen Strecke, daran gearbeitet.

Da alles von mir selbst, also low-budget, produziert wurde, war die Planung, Organisation und Umsetzung der einzelnen Motive sehr aufwändig und zeitintensiv. Das Shooting an sich dauerte insgesamt zwei wundervoll intensive Wochen. Soweit erst einmal zum Hintergrund der Produktion.

An einem Baum hängen Wurst und Enten.

Jetzt etwas mehr zum Inhaltlichen: Der Titel „Cockaignesque“ verweist auf den englischen und französischen Begriff für das Utopia Schlaraffenland, Cockaigne bzw. Cacogne. Ursprünglich erzählte man sich die Legende dieses „Landes, in dem Milch und Honig fließen“ schon im Mittelalter, um sich von den Entbehrungen und der harten Arbeit des damaligen Alltags Ablenkung und Hoffnung zu verschaffen.

Im Kontext unserer heutigen, verschwenderisch-ignoranten Zeit ergibt sich für das Thema natürlich wieder eine andere, neue Relevanz. Inspiriert wurden meine Motive von bekannten Szenen dieser Legende und ich verpaarte sie mit der opulenten Ästhetik des Barock, seinen Stillleben-Motiven und dem damit einhergehenden Vanitas-Gedanken.

Es ging nicht um das Kopieren historischer Gemälde oder ihrer Ästhetik, sondern viel mehr um das Aufgreifen und Uminterpretieren einzelner Sinnbilder und das Verbinden visueller Epochen.

Eine junge Frau verschüttet Milch und schaut in die Kamera.

Eine fülligere Frau liegt und berührt mit einer Hand ein Mädchen, das vor ihr liegt.

Innerhalb dieses Rahmens erzähle ich die Geschichte eines Mädchens, das sich im sinnlichen Überfluss dieser Welt und seiner Gestalten verliert. Die einzelnen Motive stehen im Zusammenhang miteinander und begründen sich gegenseitig. Wer möchte, kann sich aber auch auf die Suche nach seiner eigenen Geschichte in den Bildern machen, das ist mir immer am liebsten.

Ich bin gespannt, was Du über Deine Serie „Intimacy“ zu sagen hast; das Katzenbild und das Rückenbild finde ich bezaubernd. Wobei das Rückenbild auch ein seltsames Gefühl auslöst. Was steckt hinter den Bildern, welche Geschichte verbirgt sich hier?

„Intimacy“ entstand auch als eine Studienarbeit während eines Modefotografie-Seminars. Ich beschloss, mich dem Thema kritisch anzunähern und beschäftigte mich mit der Art und Weise, wie wir konsumieren, wie wir uns von der alles beschönigenden Werbung beeinflussen lassen und wie groß der Stellenwert unserer äußeren Erscheinung in unserer Gesellschaft wiegt. Das Thema ist ja so verquer.

Eine Frau liegt, mit dem Rücken zu uns. Auf ihrem Rücken erkennt man Schmuck, der unter der Haut liegt.

Aus diesem Hintergrund heraus entstand die Idee, die Modelle sehr zart und zerbrechlich darzustellen und sie ihren Schmuck wie Implantate direkt unter der Haut tragen zu lassen. Hauttöne dominieren und unterstützen die Thematik; die nackt gezüchtete Katze tritt als skurriles Spiegelbild des Ganzen in Erscheinung und Interaktion.  

Aber auch hier gilt: Eigentlich ist es für mich nur wichtig, was jeder Einzelne in diesen Bildern findet. Ich mag diese Serie immer noch sehr, obwohl sie mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Ich freue mich, dass Du sie ausgewählt hast!

Eine Frau und eine Nacktkatze.

Eine nackte Katze schaut dich an.

Die Serie mit dem Titel „Sophie“ ist im Vergleich zu den anderen Serien sehr still. Ich liebe die Poesie in den Bildern.

Ja, Sophie. Diese Strecke ist für mich tatsächlich etwas Neues, ich habe vorher noch nie so gearbeitet. Sie ist irgendwie ein Zwitterwesen zwischen einer inszenierten, fiktiven und der wahren Geschichte einer Person.

Die Bildideen für diese Strecke entstanden eigentlich ziemlich schnell, nachdem ich Sophie das erste Mal getroffen und fotografiert hatte. Die Motive ersponnen sich um das Bild, das ich damals von ihr gewonnen hatte. Sie hat auf mich etwas intensiv Trauriges und Zeitloses ausgestrahlt, das mich irgendwie inspirierte und berührte.

Eine Frau schaut in die Kamera und weint.Eine Frau steht an der Wand.

Als ich sie schließlich fragte, ob sie diese Bilder mit mir machen würde und ich ihr meine Motivideen vorstellte, sagte sie zwar direkt zu, später erzählte sie mir aber, dass sie kurz unsicher gewesen sei, weil sie privat tatsächlich gerade in einer sehr schwierigen, melancholischen und unsicheren Phase war.

Wir schlossen uns also einen Tag lang zusammen in einer leeren Wohnung ein, fotografierten den ganzen Tag über und machten zwischendurch immer wieder lange Pausen, während denen wir einfach nur redeten. Es war ein sehr intensiver und bitterschöner, irgendwie intimer Tag. Die vorherrschende Stimmung spiegelt sich tatsächlich auch in den entstandenen Bildern wider.

Eine Frau liegt auf dem Bauch. Du kannst ihren Rücken sehen.

Vielen Dank, Helen, für den Einblick in Deine Arbeitsweise und die Entwicklung Deiner Konzeptideen.


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11. Januar 2015

12 Jan

Das Bild des Tages von: Corinna Dumat

© Corinna Dumat

Fotolinks des Tages

1. Mikhailow erhält Kaiserring

Boris Mikhailow erhält den Kaiserring der Stadt Goslar. Der undotierte Preis ist einer der wichtigsten, den zeitgenössische Künstler erhalten können. Der ukrainische Fotograf wurde vor allem durch seine Bilder von Obdachlosen in seiner Heimatstadt Charkow bekannt. Bisherige Preisträger waren zum Beispiel Joseph Beuys, Christo, Gerhard Richter oder David Lynch. → ansehen

+ Einen schon etwas älteren Artikel mit Infos zum Künstler und seinen Bildern haben wir auf Spiegel Online entdeckt.

2. Junge Mutterschaft

Jendella Benson interviewte und fotografierte Frauen, die Kinder hatten, bevor sie 20 wurden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Projektes fasst sie wie folgt zusammen: „Die Mütter, die ich interviewte, fühlten sich oft abgeschrieben. Muttersein ist in jedem Alter schwer genug, aber das Schwerste für diese Frauen war nicht das Baby, sondern in einer Gesellschaft zu leben, die sie von Anfang an verurteilt.“ → ansehen

+ Die Webseite zum Projekt findet Ihr hier.

3. Rorschach-Fotografie

Mathieu Piranda ist inspiriert vom Rorschach-Test und spielt mit Symmetrien in der Natur. Seine Schwarzweiß-Aufnahmen sind surreal und man beginnt unweigerlich, Monster und andere Kreaturen darin zu sehen. → ansehen


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Die 5 Fotowettbewerbe des Monats

11 Jan

Seifenkistenrennen

Auch diesen Monat haben wir wieder fünf interessante neue Fotowettbewerbe gefunden. Die meisten sind für Berufsfotografen oder Fotografen unter 25 Jahren. Aber auch für ältere Hobbyfotografen ist etwas dabei. Die unserer Meinung nach wichtigsten Informationen zu jedem der Wettbewerbe haben wir kurz zusammengefasst. Für weitere Infos lest unbedingt auch selbst noch einmal die jeweiligen Teilnahmebedingungen.

 

1. Leica Oskar Barnack Preis 2015 und Leica Oskar Barnack Nachwuchspreis

Vom 15. Januar bis zum 1. März 2015 können sich Berufsfotografen mit Bildserien aus dem Jahr 2014 für den Leica Oskar Barnack Preis bewerben. Angehende Berufsfotografen, die zum Zeitpunkt der Einreichung nicht älter als 25 Jahre sind, können sich für den Nachwuchspreis einschreiben.

Der Nachwuchspreis ist mit einer Leica Messsucherkamera mit Objektiv im Wert von 10.000 € und einem Preisgeld von 5.000 € dotiert. Der Gewinner des Leica Oskar Barnack Preises in der Hauptkategorie erhält ein Preisgeld von 25.000 € sowie eine hochwertige Kameraausrüstung des Leica M-Systems (Kamera und Objektiv) im Wert von weiteren 10.000 €.

 

2. Deutscher Jugendfotopreis 2015

Für alle bis einschließlich 25 Jahre mit Wohnsitz in Deutschland ist der Deutsche Jugendfotopreis 2015 sicher interessant. Das Thema des Wettbewerbs ist dieses Jahr „Mein Deutschland“. Im zusätzlichen Special „Alles Gute!“ können Glückwunschenkarten zum 25. Geburtstag der neuen Bundesrepublik eingereicht werden, die mindestens eine Fotografie beinhalten.

Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 9.000 €. Die Preise werden in vier Altersgruppen (bis 10, 11 – 15, 16 – 20, 21 – 25 Jahre) vergeben. Die Hauptpreise betragen je 500 €. Auch Gruppen wie Schulklassen und Fotokurse können teilnehmen. Einsendeschluss ist der 15. März 2015.

 

3. Felix Schoeller Photo Award 2015

Auch der Felix Schoeller Award richtet sich ausschließlich an Profifotografen oder Nachwuchsfotografen in Studium und Ausbildung. Der Hauptwettbewerb umfasst fünf thematische Kategorien: Portrait, Landschaft/Natur, Architektur/Industrie, Foto-Journalismus/Editorial und freie/konzeptionelle Fotografie. Der Nachwuchspreis ist themenunabhängig.

Insgesamt werden beim Felix Schoeller Photo Award Preise und Auszeichnungen im Wert von 25.000 € ausgelobt. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2015.

 

4. HarzNATUR 2015

Gesucht werden ausdrucksta?rke Fotos von Tieren, Pflanzen oder Landschaften des Nationalparks Harz. Bis zu fünf Bilder kann man in drei Kategorien einreichen. Einsendeschluss ist der 15. März 2015.

Der Wettbewerb HarzNATUR dient der Fo?rderung des Nationalparks Harz e.V. und kommt unmittelbar dem Luchsprojekt Harz zu Gute. Eine Jury wählt die besten Aufnahmen für den Nationalpark-Kalender aus, der bundesweit verkauft wird. Zudem gibt es eine Wanderausstellung.

 

5. Pixum Contest

Das übergeordnete Thema des Wettbwerbs heißt „Stadtgeschichten“. In den fünf Kategorien „Grünes Stadtbild“, „Kunst und Architektur“, „Lebendig und Aktiv“, „Menschen und Begegnungen“ sowie „Stillleben“ können bis zum 15. Februar 2015 Fotos hochgeladen werden.

Die Teilnehmer können Kameratechnik sowie Gutscheine von Pixum gewinnen. Die Siegerfotos werden großformatig im Magazin camera 2/2015 präsentiert. Mit der Teilnahme gibt man Pixum die Nutzungsrechte an den Bildern für PR-Arbeit im Zusammenhang mit dem Wettbewerb.

 

Ihr kennt noch weitere aktuelle Fotowettbewerbe? Ergänzt unsere Liste gerne in den Kommentaren. Und allen, die an einem der Wettbewerbe teilnehmen, wünschen wir wie immer viel Glück.


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10. Januar 2015

11 Jan

Das Bild des Tages von: Christian Richter

Ein beruhigendes Bild. Ein Leuchturm am Ende des Weges.

Fotolinks des Tages

1. Vom Nichtvorhandensein eines Bild-Elementes

Erez Marom stellt Lesern von dpReview die Frage, ob der seit Ewigkeiten gepriesene Vordergrund in der Landschaftsfotografie immer im Bild sein muss, oder nicht. Zwar gibt er zu, dass die Zusammenwirkung von Vorder- und Hintergrund ein Plus für die Bildkomposition sein kann, jedoch zeigt er anhand von zwei Aufnahmen, dass es auch ohne geht. Des Weiteren hat er eine eigene Wortkreation für dieses Phänomen erschaffen: Den unforeground (Nichtvordergrund). → ansehen

2. Autochrome Memoiren einer Schlacht

Farbe und Schwarzweiß wirken, wie alle wissen, sehr unterschiedlich. Dies macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn von Ereignissen lange Zeit nur monochrome Aufnahmen existieren und auf einmal ein paar Farbfotos gefunden werden. Diese machen, wie man so schön sagt, den Rückblick „viel lebendiger“. Zeit Online macht das am Beispiel des Ersten Weltkrieges deutlich, von dem seit letztem Jahr auch Autochrom-Fotografien zugänglich sind, die von einer kleinen Fotografen-Gruppe gemacht wurden. → ansehen

+ Von den Farbaufnahmen des Ersten Weltkrieges ist im Taschen-Verlag ein mächtiger, 383-seitiger Bildband* erschienen.

3. Neue Sichtweisen auf eine gebrochene Stadt

Luftaufnahmen von Landschaften und Städten sind (eigentlich) nichts Neues. Dennoch zeigen sie immer wieder Feinheiten, die vom Boden aus wenig oder überhaupt nicht zu erkennen sind. Das trifft auch in der Stadt Detroit zu, die für ihren Zerfall allseits bekannt ist. Der Pilot und Fotograf Alex S. MacLean hat sich zur Aufgabe gemacht, dies deutlich zu machen. Beim Betrachten der Bilder ist es unserer Meinung nach wichtig, nicht darauf zu achten, wie „toll“ die Bilder äußerlich sind, sondern insbesondere darauf, was sie inhaltlich zeigen. → ansehen

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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Varieté: Eure wichtigsten Fotos 2014

10 Jan

Gleise, die über ein struppiges Feld in den Nebel führen.

Vor einer Woche hatten wir an dieser Stelle zum alljährlichen Zeigen Eurer wichtigsten Bilder des vergangenen Jahres aufgerufen. Wie man an der Größe unserer Auswahl erkennen kann, wurde die Redaktion von vielen verschiedenen Arbeiten und Geschichten angesprochen.

Gefühlt waren dieses Mal besonders viele sehr persönliche Arbeiten darunter. Dass Ihr die auch immer wieder traurigen, sehr intimen Entstehungsgeschichten, Gedanken und Hintergründe mit uns und der Öffentlichkeit geteilt habt, zeugt von Vertrauen, dem wir uns in diesem Umfang gar nicht bewusst waren. Herzlichen Dank dafür!

 

Zwei Jungen spielen mit zwei Reifen am Strand.

Georgie schrieb:

Auch einfache Dinge können Freude bereiten; mich hat bewegt, wie wenig die Kinder in Afrika haben und mit wie viel Fantasie sie spielen können. Das Bild wurde aufgenommen auf Zanzibar, im Dorf Nungwi im Juli 2014.

 

Stadtarchitektur mit einer Person.

Dirk schrieb:

Die Kurz-Doku „One Roll of Film“ hatte ich über Euch entdeckt – „One Day, One Roll“ habe ich daraus gemacht und bin am 2. November mit ein paar anderen Fotografen, die ich auch für diese Idee begeistern konnte, losgezogen und habe eine Rolle mit meiner Kiev 88 belichtet.

Es war ein Projekt, das sehr viel Spaß gemacht hat und nicht nur mir den bewussten Prozess des (analogen) Fotografierens einmal mehr anschaulich vor Augen geführt hat. Es war ein schönes Erlebnis, von der Planung bis hin zu den Resultaten. Auch, weil mein Vater Teil davon sein konnte und ich ihn kurzerhand zum Thema meiner 12 Aufnahmen gemacht habe. Danke an dieser Stelle an Euch für den Anstoß dazu!

 

Ein junger Mann geht an einer Reihe Kühe entlang.

Roland schrieb:

Mein wichtigstes Bild von diesem Jahr, weil es absolut nicht gestellt ist. Ich war an der Viehschau, einer Art Misswahl für Kühe in Heiden, einem Dörfchen in der Ostschweiz. Normalerweise ist der Hintergrund nicht so schön, weil die Bauten recht modern sind. Dieses Mal hatte es Nebel, was mir den Hintergrund ausblendete.

Weil es ein Volksanlass ist, hat es immer sehr viele Menschen, die im Weg rumstehen und so mit auf’s Bild kommen. Ich laufe also so die Reihen Kühe runter und sehe, wie dieser einzelne Knecht die eine Reihe raufgelaufen kommt. Ich habe sofort reagiert, mir die ideale Position gesucht und im richtigen Moment ausgelöst.

 

Gleise, die über ein struppiges Feld in den Nebel führen.

Alexander schrieb:

Mein Bild 2014 ist dieses hier. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass das das beste Bild ist, seit ich 2012 angefangen habe zu fotografieren. Es entstand gerade in einer Zeit, in der ich an einem fotografischen Tiefpunkt stand. Ich war unzufrieden mit mir selbst, da ich einerseits eigentlich gern Portraits mache würde, ich aber ziemliche Schwierigkeiten habe, Ideen zu finden und das Modell (in der Regel Freundinnen) anzuleiten. Mir das einzugestehen, war wirklich schwer. (Aileen, Du erinnerst Dich vielleicht an unseren E-Mail-Verkehr.)

Des Weiteren habe ich angefangen, analog zu fotografieren. Ich denke, dass die Qualität meiner Bilder erst einmal abnahm, da ich mit meiner angeeigneten digitalen schludrigen Arbeitsweise in die analoge Welt hüpfte. Das Ergebnis waren Fehlbelichtungen, keine EXIFs. Also habe ich Ansel Adams „The Negative“ gelesen und Excel-Tabellen auf dem iPhone erstellt, wie und wo ich belichtet habe und wie ich korrigiert habe. Dieses Bild steht repräsentativ für eine Art Neuanfang. Ein fotografischer Frühling Anfang Dezember.

 

Hinter einer Frau, die durch ein Fernglas schaut, steht ein Mann und schaut seltsam zu ihr.

Matthias schrieb:

Nein, kein Rückblick! Es ist ein Ausblick, ein Aufbruch zu neuen Ufern, die Ent-Deckung neuer Möglichkeiten. Ein Bild entstanden am Ende des Jahres, wohl sorgenvoll, darum: Lasst das Alte hinter Euch!

 

Am Horizont ein Deich, auf dem eine Person läuft, davor Strand und Wasser.

Stefan schrieb:

Die Lücken, die ich dieses Jahr in meinem Blog und in meiner Fotografie zugelassen habe, waren kein „kreatives Loch“ (das ich zunehmend für eines dieser Mysterien halte, die es vor der Erfindung des Internets nicht gegeben zu haben scheint). Sie waren eher organisatorisch bedingt. Unsere Abläufe in der Familie haben sich geändert, zum Kindergarten der einen kommt nun die Schule des anderen dazu. Das war ohne Einschränkung eine positive Zeit.

Die längste Lücke, die sich dabei fotografisch auftat, war im Oktober und November. Ende November flog ich dann für ein Wochenende nach Sylt. Mein Bild für Eure Leseraktion steht also für das Ende des vorangegangenen „Lochs“: Es waren nur drei Tage auf Sylt. Nur zwei lange Spaziergänge. Die Fotografie eigentlich Nebensache. Aber ich hatte das Gefühl, mein Speicher war leer und meine Augen waren wieder offen.

Sand wie Schnee, Wasser wie Eis.

 

Eine Frau mit Kamera, überlagert von Lichteinfall auf das Filmbild.

Dani schrieb:

Mich bewegt dieses Holga-Foto am meisten, weil ich es durch Alex, die hier abgebildet ist, geschafft habe, fremde Menschen um ein Foto zu bitten. Wir waren gemeinsam an der Ruhr-Uni-Bochum, weil ich ein neues Projekt ins Leben rufen wollte: „Ruhrzucker“. Unter diesem Titel will ich zukünftig immer wieder Menschen ablichten und auf Facebook veröffentlichen, die im Ruhrgebiet leben und den Pott zu dem machen, was er ist, einfach Zucker!

Ich hätte mich das allein nie getraut, aber mit Alex an meiner Seite hat es wunderbar funktioniert und während wir da am Uni-Center standen und auf fotowillige, interessante Menschen warteten, machte ich dieses Foto. Das war einer der schönsten Tage im Jahr 2014 und deshalb ist dieses Foto mein persönlicher Favorit.

 

Fotokollage eines Mannes mit chaotischen Überlagerungen.

Jürgen schrieb:

Meine Bilder sind immer mal wieder durch Literaturvorlagen inspiriert, so auch „Der Idiot“, ein Selbstportrait nach Dostojewski, das das irritierende Gefühl der Isolation und die dieses Gefühl begleitende tosende Stille verhandelt. Ich habe es deshalb nicht nur – mit mäßiger Resonanz – veröffentlicht, sondern auch vergeblich bei zwei Wettbewerben ins Rennen geschickt.

Es hat also meine Frustrationstoleranz auf eine ziemliche Probe gestellt und mich gelehrt, meine eigenen Argumente auch gegen starke Widerstände zu verteidigen und dabei z.B. das Gefühl der Isolation zu ertragen. Diese „Loyalität“ zum eigenen Schaffen empfinde ich mittlerweile als wichtigen Fortschritt.

 

Einige Personen an der Küste zum offenen Meer, an der ein Wald beginnt.

Hagen schrieb:

In einer Mitfahrgelegenheit gab mir Künstlerin Nina den Tipp, den Gespensterwald zu besuchen. Verraten hat sie nicht viel, zwei Tage später übertrafen die Steilküste, wunderschöner lichter Wald und saubere Strände meine Erwartungen. Ich war frisch verliebt in eine Yashica TLR, hatte den Belichtungsmesser neu justieren lassen und kämpfte noch motorisch mit dem spiegelverkehrten Bild auf der Mattscheibe.

Überall sah man Fahrräder und alte Menschen. Ich nahm diese Szene schnell von einer Bank aus auf, wartete kurz, bis der Mann im Hintergrund wieder die Kamera hob. Es war für mich einer dieser schrägen deutschen Momente: Graue Haare und abgerissene Bäume, kurze Hosen und lange Socken, sehen und gesehen werden. Übertroffen wurde das allerdings, als mich der Ruf »Hagen!« aus den Gedanken riss und Nina auf dem Gepäckträger eines jungen Burschen sitzend und winkend an mir vorbeirauschte. Sowas passt in kein Foto.

 

Eine in ein wehendes Tuch gehüllte Person vor Meer und Himmel.

Carsten schrieb:

Das Jahr 2014 hat für mich eine Sonderstellung, nach allem, was passiert ist. Es gab so viele Schatten, die von etwas Licht durchdrungen wurden. Eigentlich ergibt das ein schönes, stimmungsvolles Bild, würde man es malen.

Dunkelzeit

Eine der intensivsten Zeiten des Jahres hatte ich im Frühjahr. Nachdem meine Frau vor nun sieben Jahren nach langem Kampf an Krebs verstorben war – und ich seit dieser heftigen Zäsur in meinem Leben immer wieder mit Depressionen und Überlastungssymptomen zu tun habe – wurde bei meinem Kleinen ein Tumor am Hals diagnostiziert, der operiert werden musste.

Gleichzeitig wurde sein großer Bruder wegen dem gleichen Thema präventiv operiert, indem in einer großen und schweren Operation der komplette Dickdarm entfernt wurde. Ich hatte also gleichzeitig beide Kinder mit Krebsthema ergebnisoffen im Krankenhaus. Wieder einmal wurde mir vor Augen geführt, wie fragil das Leben ist und natürlich kamen all die Gefühle von vor sieben Jahren wieder. Es war eine emotionale, aber auch logistische Achterbahnfahrt.

„After­math“ bedeu­tet die schwere Zeit nach einem Ereig­nis oder auch Nach­wir­kung. Das ist eines mei­ner zen­tralen The­men, das ich auch immer wieder fotografisch berühre: Wie gehen wir mit den dunk­len und schwe­ren Kapi­teln unse­res Lebens um?

Das Bild ist in Herbst entstanden, während einer wunderschönen Zeit auf einer Insel. Es symbolisiert für mich alles: Das Gefangen-sein, den aussichtslosen Kampf gegen das Unvermeidliche, die Hoffnungslosigkeit, Liebe, Verzweiflung, Einsamkeit, Hoffnung, Atemlosigkeit, Schmerz. Eine endlose Liste. Aber es zeigt mir auch wieder einmal, dass auf die längste und schwärzeste Nacht irgendwann ein wundervoller Tag mit fantastischen Möglichkeiten folgt. Habt eine schöne Zeit!

 

Wasser fließt durch eine Schleuse, an und vor deren Wand eine Leiter und eine Straßenlaterne zu sehen sind.

Ariane schrieb:

Ich fuhr ein wenig lustlos nach Hirschhorn/Neckar, eine der Perlen des Odenwaldes. Aber so richtig beeindruckte mich weder der Ort mit seinen Fachwerkhäusern noch das schöne Wetter. Es gibt bekanntlich solche Tage, an denen einem nichts so recht gefällt.

Bei der Schleuse änderte sich das allerdings schlagartig, plötzlich flogen mir die Motive nur so zu. Bei dem hier gezeigten Bild habe ich nur oben ein Stück beschnitten und den Rest leicht mit Snapseed bearbeitet. Es brauchte nicht viel, um den malerischen Touch zu erzeugen, der mir immer ein wichtiger Aspekt in meiner Fotografie ist.

 

Eine geisterhafte Figur in einer Türöffnung, sonst Dunkelheit.

Sebastian schrieb:

Hmm, ist schwer, aber es ist dieses hier. Seit ein paar Jahren leide ich an Depression und die Fotografie ist ein Mittel gegen die Angst. Ichversuche, das wiederzugeben, was ich fühle und denke; es ist schwer. Seit einer gewissen Zeit kommt auch Schizophrenie dazu. Ich habe mit dem Bild versucht, das wiederzugeben, was ich sehe, es ist eine Art Spiegel für mich.

 

Ein Mann und eine Frau gehen vor einer knallroten Wand mit etwas Efeu vorüber.

Klaus schrieb:

Frühmorgens an einem heißen Sommertag. Karlsruhe, Nähe Messplatz. An diesem Samstag großer Flohmarkt und ich war schon seit 5.00 Uhr morgens vor Ort. Irgendwie hatten meine Augen von dem vielen Eindrücken eine Pause verdient. Ich stellte mich vor diese Wand und wartete.

 

Eine Frau wirft vor einer weißen Wand ein rotes Tuch in die Höhe.

Carla schrieb:

2014 war ein Jahr, das mich sehr verändert hat. Begonnen hat es mit einer großen Enttäuschung, einer Erkenntnis, die mich sehr verletzt hat. Die Erfahrung hat mich dazu gebracht, viele der Werte zu hinterfragen, die mir bis dahin sehr wichtig waren und bewegte mich dazu, meine Heimat Berlin für einige Zeit zu verlassen, um zu fliehen vor den Gedanken, die mich so traurig machten.

Doch was durch diesen Fluchtversuch passierte, war das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte: In Paris, der Stadt, die ich mir als Ort für den Neustart erwählt hatte, verbrachte ich viel Zeit allein und wurde so von den Gefühlen, die ich bis dahin erfolgreich verdrängt hatte, eingeholt. Es war keine einfache Zeit. Ich habe viel nachgedacht, bin ich dunkle Löcher gefallen.

Doch eines Tages verwandelte sich die Trauer in eine Wut und ich hatte den starken Drang, etwas kaputt zu machen. Dinge durch die Gegend zu schmeißen. In der selben Zeit hatte ich begonnen, mich intensiver mit meiner Leidenschaft der Fotografie zu beschäftigen. Also nahm ich die Kamera in die Hand, bastelte mir aus einem Stuhl und ein paar Büchern ein Stativ, begann mich auszuziehen und die Klamotten und Tücher, die um mich herum lagen, durch die Gegend zu schmeißen und machte davon Bilder.

Das Foto, ich nenne es schlicht „La toile rouge“, „Das rote Tuch“, ist mein Lieblingsfoto aus der Serie, die dabei entstanden ist.

Es ist nicht nur die erste Serie an Selbstportraits, die ich gemacht habe, sondern beinhaltet auch das Element der durch Bewegung verschwommenen Bildabschnitte, die seitdem immer mal wieder in meinen Fotos auftauchen. Im zweiten Teil des Jahres 2014 ging alles wieder bergauf.

Warum? Vor allem, weil ich verstanden habe, dass Du selbst es bist, der darüber entscheidet, was negative Erfahrungen mit Dir machen. Sie können Dich zerstören und für immer unglücklich machen. Oder aber sie können Dich auch stärker machen als zuvor und Dir die Chance für einen Neuanfang geben, eine neue Liebe. Dieses Foto zeigt dieses Gefühl besser als es Worte je könnten.

 

Ein Bild mit einer sitzenden Person im Museum, im Hintergrund sind die Beine eines sitzenden Besuchers zu sehen.

Hans-Jörg schrieb:

Ich habe dieses Foto von außen durch die Fenster einer Galerie gemacht. Für mich ist es wichtig, da ich die Szene so einfangen konnte, wie ich sie beim Vorbeigehen im Augenwinkel wahrgenommen habe. Das Bild erinnert mich an einen Tag, an dem ich entspannt durch die Straßen gelaufen bin und gleich mehrere Aufnahmen gemacht habe, die mir gut gefallen.

 

Eine blau gekleidete Frau liegt im Wasser einer blauen Badewanne.

Jonas schrieb:

Dieses Foto entstand auf einem Fotografentreffen im Sommer. In einer abgeschiedenen Hütte in Bayern verbrachte ich eine Woche mit vielen bekannten und einigen neuen Gesichtern. Nachdem ich zuvor monatelang vor Büchern saß und für mein Examen lernte, symbolisiert dieses Bild für mich, wieder in die wirkliche Welt eintauchen zu können, den Kopf klar zu bekommen und mein Leben zu genießen.

 

Ein Kind spielt mit einem roten Plastikkorb und freut sich.

Sascha schrieb:

Ich habe im vergangenen Jahr viele tolle Sachen erleben und fotografieren dürfen. Ich hatte wundervolle Menschen vor der Linse, die ich portraitieren durfte. Ich konnte tolle Konzerte miterleben und dokumentieren und war auch auf mehreren Festivals unterwegs. Ich durfte VIPs und einen Helikopterflug mit Paul Kalkbrenner begleiten und Per Mertesacker auf dem Polizeipferd knipsen.

Ich war ein bisschen in Europa unterwegs und habe tolle Motive im Bereich der Straßenfotografie einfangen können. Und aus all den wundervollen Momenten im Jahr 2014 schießt mir sofort ein Bild in den Kopf, wenn Ihr nach dem Bild fragt. Dieses Bild steht für mich für vieles:

Es steht für meine erste Reise ausserhalb der EU. Es steht für meine inzwischen minimale Ausrüstung, für meine fotografischen Vorlieben und es steht für eine tolle Zeit. Es steht für Freiheit und die unbefangenen, vorurteilsfreien Augen der Kinder. Es steht für die Lebensfreude, unabhängig von den Lebensbedingungen. Es steht für Glück, Unbeschwertheit und Offenheit. Es steht für die wichtigen Dinge im Leben: Familie, Freunde und Freude.

Entstanden ist das Bild auf Bali. Meine Freundin und ich sind für einige Wochen mit dem Rucksack durch Indonesien gereist. Kurz bevor wir Bali verließen, um mit dem Schiff zu den Gilt-Inseln überzusetzen, machte ich die Aufnahme des jüngsten Familienmitglieds unserer Gastfamilie. Wir spielten nach dem Frühstück einige Zeit mit ihm, es war gar nichts Besonderes und doch war es in dem Moment die pure Lebensfreude für uns alle!

 

Ein Schloss ragt aus einem Wolkenmeer.

Niko schrieb:

Mein wohl wichtigstes Foto 2014 erinnert mich immer daran, den inneren Schweinehund zu überwinden und dass man dafür immer belohnt wird: Es war früh morgens und ich wollte einfach nicht aus dem Bett kommen, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, die Stadt oder besser gesagt die Nebeldecke über Salzburg im Herbst fotografieren zu wollen. Zehn Minuten nachdem der Wecker geläutet hat und ich nach langem Hin- und Herwälzen meinen inneren Schweinehund überwunden hatte, bin ich doch schließlich auf den Gaisberg gefahren.

Oben angekommen, traf ich noch weitere Fotografen, machte ein paar Langzeitbelichtungen und schoss dieses wunderschöne mystische Foto der Festung Hohensalzburg, die aus der Nebeldecke hinausragte. Zuhause angekommen, habe ich das Bild auf meine Facebookseite hochgeladen und habe dabei den Nerv vieler Salzburger getroffen. Oben war strahlender Sonnenschein und die Stadt versank den gesamten Tag über im Nebelmeer. Nur zu einer bestimmten Uhrzeit war die Festung zu sehen und ich durfte den Moment festhalten und wurde belohnt.

 

Portrait eines alten Mannes in Seemannskleidung.

Marcus schrieb:

An einem verregneten Dienstagmorgen wurde ein kleiner Traum für mich wahr. Das Telefon klingelte und ein kurzes Treffen mit dem berühmten Seemann aus Leipzig wurde zugesagt. Ich fuhr hin und der Seemann war kurz angebunden und hatte nur wenige Minuten Zeit. Ich stellte ihn in einen Hausflur und ließ ihn warten und warten, ohne ihm irgendwelche Anweisungen zu geben.

Endlich langweilte er sich und schenkte mir einen sehr unverfälschten, rauen Gesichtsausdruck. Für mich war dieses Foto ein Schritt in die richtige Richtung. Endlich weg von Modellen und oberflächlichen Beauty-Fotos hin zu den Straßen der Stadt und ihren gezeichneten Menschen darin. Und damit ist das Foto mein Lieblingsbild aus dem Jahr 2014!

 

Langzeitbelichtung von fliegenden Vögeln über einer Wasserfläche.

Christiane schrieb:

Ich bin immer wieder in den Mooren hier in der Umgebung unterwegs, Graugänse und Kraniche haben es mir angetan, aber es ist mir nie gelungen, die startenden Vögel so zu erwischen. Im November dann bin ich eines Morgens früh zu den Teichen in der Nähe unseres Hauses marschiert, laut schnatternde Gänse hatten mich gelockt. Ich habe mit Stativ und Kamera gewartet.

 

Langzeitbelichtung eines Bootes, das am Ufer eines Sees liegt.

Pete schrieb:

Das Foto ist Mitte des letzten Jahres entstanden und hat endgültig meine Begeisterung für Langzeitbelichtungen am hellichten Tage manifestiert. Die Ergebnisse meiner Langzeitbelichtungsexperimente hatten mich bis dato immer eher enttäuscht und ich war schon kurz davor, mich wieder anderen – in meinen Augen weniger experimentellen – Techniken zuzuwenden und dann kam dieses Foto.

Erstmals war es mir gelungen, dass Bild vor meinem geistigen Auge mithilfe der Mittel meiner Wahl auf eine Art und Weise real werden zu lassen, die mich wirklich begeistern konnte. Ein erhebendes Gefühl.

 

Zwei mit bunten, im UV-Licht strahlenden Punkten übersähte Personen, die sich küssen.

Franziska schrieb:

Mein wichtigstes Foto 2014 ist ganz zum Schluss des Jahres, im Rahmen meiner „Galaxy“-Serie entstanden. Für diese Serie habe ich mit Schwarzlicht experimentiert und es sind viele Fotos entstanden. Dieses jedoch ist so wichtig für mich, da ich nie gedacht hätte, dass es so sinnlich und ausdrucksstark wird.

Ich wollte unbedingt dieses Motiv fotografieren und einen Tag vor dem Shooting hatten wir erst ein Modell. Daher kannten sich die Modelle dann nicht und ich war wirklich überrascht, dass sie vor der Kamera so toll harmoniert haben und alles mitgemacht haben! So ist mein wichtigstes Foto 2014 entstanden.

 

Affe im Zoo, vor dem sich viele Besucher drängen.

Christoph schrieb:

Ihr habt nach dem wichtigsten, nicht nach dem besten Foto gefragt. Daher habe ich eines ausgewählt, das weder gestalterisch noch technisch perfekt ist, das aber für mich sehr viel der Ambiguität und Komplexität unseres Verhältnisses als Mensch zu unserer Umwelt und unseren Mitgeschöpfen ausdrückt.

Es ist im August im Berliner Zoo entstanden und zeigt einen Menschenaffen, der sich seiner ausweglosen Situation vollständig bewusst war, dessen Stolz es ihm aber nicht erlaubt hat, zu resignieren und seine Pflichten als Clanchef und Beschützer aufzugeben. Menschen, die sich so verhalten, ehren wir gelegentlich mit bewegenden Artikeln, Fotoreportagen oder gar Preisen.

 

Feldweg im Nebel.

Daniel schrieb:

Im September paddelte ich mit zwei großartigen Freunden den Krutynia Kajak Trail in Masuren (Polen). 140 km trieben wir auf dem Fluss durch dichte Wälder, Sümpfe und bäuerliche Landschaften. Immer wieder mündete die Krutynia in mächtig große Seen, in deren Mitte die Weite der Landschaft körperlich erfahrbar wurde. Als ich am vierten oder fünften Tag gegen sechs Uhr morgens aufwachte, war meine Laune jedoch im Keller.

In der Nacht waren die Temperaturen weit in den einstelligen Bereich gefallen und der Nebel hatte sich schwer in die Senke gelegt, in der wir unser Zelt aufgeschlagen hatten. Nach gefühlten zwei Stunden Schlaf und bis ins Mark durchgeforen, entschloss ich mich, aufzustehen und gegen die Kälte anzuwandern. Packte die Fotoausrüstung zusammen und machte mich auf den Weg in die Dämmerung des Morgens.

Immer tiefer führte mich ein sandiger Pfad in einen dichten Wald. Links und rechts des Weges röhrten die Hirsche, die sich gerade in der Brunft befanden. Nach einiger Zeit lichtete sich der Wald und führte an ein paar Feldern vorbei, auf denen die Silhouetten von Pferden zu erkennen waren. Ein alter Holzzaun, der beinahe zusammenfiel, rahmte den Weg ein, der geradewegs auf eine Art Tor aus Büschen zulief.

Ich stellte meine Kamera auf das Stativ und machte das Foto. Etwa eine Stunde später erreichte ich wieder die Krutynia, die Sonne kam heraus und tauchte diese großartige Landschaft zuerst in ein tiefes Rot, dann in die schönsten Pastelltöne und schließlich in ein hartes Tageslicht.

 

Ein am Tisch sitzender Mann mit nacktem Oberkörper.

Manuel schrieb:

2014 war zweifellos das Jahr, in dem meine meisten Bilder entstanden sind. Ich habe so viel experimentiert wie noch nie und wagte endlich den (für mich) großen Schritt hin zur analogen Fotografie. Worüber ich besonders froh bin, ist die Tatsache, dass ich wieder öfter vor meine eigene Kamera getreten bin, eine Besinnung zurück zu den Wurzeln sozusagen.

Nach einer langen Zeit in der ausschließlich mein Partner mein Modell der Wahl war, fühlte sich das nahezu befreiend an. Dieses Selbstportrait vereint meine Wurzeln mit meinem derzeitigen Stil, der sich durch deutlich minimalistischere Kompositionen von meinen früheren Arbeiten abhebt.

 

Verschlungene Äste eines Baumes.

Seitdem der Baum mir aufgefallen ist, habe ich ihn mehrfach fotografiert. Mir gefallen die wirren Richtungswechsel seiner Äste und seine Narben vom Beschneiden. Er zeigt sehr schön, dass das Leben nicht geradeaus verläuft. Um die Äste besser freistellen zu können, habe ich für dieses Bild neun Aufnahmen bei offener Blende zu einem Panorama zusammengefügt.

 

Welche Arbeiten haben Euch besonders gut gefallen? Wenn Ihr nicht genug bekommen könnt, dann gießt Euch einfach noch eine weitere Tasse Tee oder Kaffee auf und schaut noch einmal in den Kommentaren zum Aufruf vorbei.


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9. Januar 2015

10 Jan

Das Bild des Tages von: Kent MacDonald

Ein Mann steht im Nebel. Nicht mehr, nicht weniger.

Fotolinks des Tages

1. Ein Fotoarchiv sucht ein Zuhause

Günter Zint ist hat lange für Spiegel und Stern fotografiert und das Leben in Hamburg festgehalten. Nun macht er sich nicht nur Sorgen um seinen eigenen fotografischen Nachlass, denn er hat im Laufe seines Lebens auch andere Archive gekauft und gerettet. Insgesamt besitzt er 17 Nachlässe von Kollegen, die ebenfalls in Hamburg fotografierten. Doch die Stadt Hamburg hat offenbar kein Interesse oder keine Möglichkeiten sich dem Schatz anzunehmen und so geht ein Teil an die Deutsche Fotothek in Dresden und das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig. Hamburger müssen also bald nach Sachsen, um ihre eigene Geschichte anzusehen. → ansehen

2. Säulen der Schöpfung

6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt der Adlernebel mit seinen „Säulen der Schöpfung“. Sie wurden bereits 1995 berühmt durch eine Aufnahme des Weltraumteleskopes Hubble. Dank einer 2009 installierten Wide Field Camera 3 gibt es nun ein noch detaillierteres Bild dieses Sternentstehungsgebietes. Zudem haben Astronomen eine zusätzliche Ansicht erstellt, die die gleiche Region im nahen Infrarot zeigt und einen Blick ins Innere der Säulenstrukturen ermöglicht. → ansehen

3. Gebäude des Horrors

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es mehr Gefängnisse als Hochschulen und Universitäten zusammen. Viele von uns wissen, dass das Rechts-System der USA nicht das respektvollste im Umgang mit Insassen ist und die Behandlung der Verurteilten zahlreiche psychische und körperliche Leiden nach sich zieht. Diese Fakten motivierten den Datenkünstler und Webentwickler Josh Begley ein Script zu schreiben, das jedes bekannte Gefängnis erfasst und an die Google Maps API schickt. Das Script speicherte von den Gebäudekomplexen ein Foto und dokumentierte insgesamt 5300 Gefängnisse. Über die Entstehung des Projektes und den Gefängnis-Bauwahn in den USA berichtet Pete Brook auf Wired, der sich dem Thema schon lange verschrieben hat. → ansehen


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Geschichten in Haut

09 Jan

© Elena Helfrecht

Ein Beitrag von: Elena Helfrecht

Als Fotografin komme ich mir oft behindert vor, denn ich kann nicht alles. Ich habe Schwierigkeiten damit, Fremde zu fotografieren und bei Aufträgen, in die ich mich nicht hineindenken kann, werden die Bilder leer und kraftlos.

Wenn ich mit Modellen arbeite, kann ich nicht mit jedem; spüre ich keine Verbindung zum Fotografierten, geht es mir schlecht, ich werde zittrig und meine Brust verspannt sich. Bevor ich einen Menschen fotografiere, muss ich ihn kennen, begreifen und ihm vertrauen, denn im Moment des Fotografierens bin ich emotional nackt und absolut angreifbar.

Meine Bilder erzählen Geschichten und geben abstrakten Emotionen ein greifbares Gewand – ein Gewand, das aus meiner persönlichen Realität geschneidert ist. Dabei interessiere ich mich nicht für Makellosigkeit, sondern für Geschichten und die Schönheit, die allem innewohnt. Ich möchte zeigen, was hinter Oberflächlichkeiten oft übersehen wird.

Nackte Frauen liegen und hängen an einem Baum.

Ein Mund mit ausgestreckter Zunge, auf der eine tote Wespe liegt.

Ich liebe Körper, die Aufschluss über ihr Innenleben geben, ich betrachte sie als Bücher. Narben sind in Fleisch geschriebene Geschichten und ein bisschen wie Fotografie, denn auch sie halten bestimmte Momente fest, die aber nur der Narbenträger lückenlos entschlüsseln kann. Was auf den ersten Blick auf viele roh und brutal wirkt, trägt bei genauerem Hinsehen Zartheit, Liebe und Geschichte in sich. Eine Narbe erzählt nicht nur die Verletzung, sondern auch die Heilung.

Zu Beginn habe ich mich ausschließlich selbst als Modell für meine Bilder benutzt. Bei mir weiß ich, wie weit ich gehen darf und wie ich das, was in meinem Kopf ist, am besten umsetze. Bei Modellen kostet mich die soziale Interaktion viel Kraft. Es ist unglaublich erfüllend, einem Menschen so nahe sein zu dürfen, sich zu öffnen und Öffnung zu erfahren, aber danach bin ich am Ende meiner Kräfte.

Ein nackter Frauenkörper. Dreck bedeckt den Intimbereich.

Eine Frau mit Narben steht nackt neben einem deformierten Baum.

Früher wollte ich sein, wie das, was ich überall um mich herum sah. Dünn, glatthäutig, verführerisch. Heute kann ich mich zumindest in vielen guten Momenten lieben (es liegt trotzdem noch ein weiter Weg vor mir) – mit all meinen Narben, die nicht nur von Fehlern, sondern auch von Fortschritten erzählen, mit meinem Körper, der nicht perfekt nach gesellschaftlichen Definitionen, aber dafür einzigartig ist.

Nach viel zu langer Zeit kann ich ohne Arroganz frei heraus das sagen, was jeder sagen dürfen und können sollte: Ich finde mich schön. Zumindest kann ich es schon öfter sagen als früher – und irgendwann werde ich es immer sagen können.

Ausschnitt eines Männergesichts mit Narbe auf der Wange.Zwei Hände mit fehlendem Finger berühren sich.

Eine Hand streckt sich richtung Kamera. Ein Finger hat eine ringförmige Wunde.

Die Fotografie heilt mich. Sie hat mir einen ganz anderen Blick auf mich und die Welt ermöglicht. Diesen Blick möchte ich teilen, denn ich wünsche mir oft, jemand hätte mir früher erzählt, dass es in Ordnung ist, ich selbst zu sein.

Ich werde oft gefragt, warum ich in meinen Bildern so viel Nacktheit zeige. Ob ich mich nicht schäme, ob sich meine Modelle nicht schämen, ob es im Internet nicht genug „nackte Weiber“ (ich setze mich übrigens langsam auch mit männlichen Körpern auseinander) gäbe. Warum also?

Ich will die Essenz zeigen. Das, was uns vereint und menschlich macht. Kleidung kann viel aussagen, aber dennoch versteckt sie. Körper sind zeitlos; sie sind unser Mittel der Kommunikation. Jeder Muskel und jede Bewegung sendet eine Botschaft.

Eine Collage einer Frau mit Narben am Oberkörper.

Eine Schnecke liegt auf Narben.Eine nackte Frau hält einen toten Vogel mit ausgebreiteten Flügeln über sich.

Die größte Belohnung und Freude ist es, wenn ich sehe, dass meine Bilder nicht nur mir, sondern auch anderen helfen. Ich habe mittlerweile so viele Nachrichten erhalten, in denen mir Menschen mitteilen, dass ich ihnen helfe, sich mit anderen Augen wahrzunehmen. Dass sie lernen, sich schön zu finden. Dass sie endlich erkennen, dass es nicht abnormal ist, bestimmte Dinge zu fühlen. Vor allem, dass sie nicht allein sind.


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