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Posts Tagged ‘unter’

Unter einem Dach

22 Aug

Ein Hochhaus in Froschperspektive

Ein Beitrag von: Stefan Sontheim

Ich fahre jeden Tag auf dem Weg zu meiner Arbeit mit dem Zug daran vorbei: Das Schwabencenter. Drei riesige Betonklötze mit 20 Stockwerken. Die größte Wohnanlage in Augsburg. 1200 Menschen wohnen in dem 1971 errichteten Gebäudekomplex mit integriertem Einkaufszentrum und riesigem Parkdeck.
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Spyder 5 – Ein Monitor-Kalibrierer unter der Lupe

04 May

Monitor-Kalibrier auf Holztisch

In diesem Artikel geht es um ein unter Fotografen selten besprochenes, aber wichtiges Thema: Monitor-Kalibrierung. Wem jetzt erst einmal ein großes „Hä?“ oder „Was’n das?“ entgleitet, der darf an dieser Stelle gern weiterlesen. An alle anderen: Es geht um sinnvolle neue Technik, die auch für Euch interessant sein könnte.
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10 Fotobücher unter 10 Euro

04 Nov

Fotobände müssen nicht immer teuer sein. Es gibt auch wunderbare, günstige Schätze, die einen tollen Einblick in die Arbeiten bekannter Fotokünstler geben. Wir haben zehn Tipps zusammengesucht: Von alten Meistern wie August Sander und Henri Cartier-Bresson bis hin zu zeitgenössischen Fotografen wie Martin Parr.

Wir hoffen hier ist für jeden etwas dabei. Und wer noch weitere tolle günstige Fotobücher kennt, kann unsere Sammlung gern in den Kommentaren erweitern.

The Polaroid Book

Nicht nur für Sofortbildfans eine Inspiration: „The Polaroid Book“* versammelt eine Auswahl der Polaroid Collection, die dadurch entstand, dass die Firma Polaroid kostenlos Material an Künstler schickte und im Gegenzug ausgewählte Werke für ihre Sammlung erhielt. Im Zuge der Insolvenz wurde 2010 ein Großteil bei Sotheby’s versteigert.

Das Buch erschien jedoch bereits 2008 und zeigt die unglaubliche Vielfalt der Sofortbildfotografie. Vertreten sind auch einige große Namen wie Robert Mapplethorpe, Ansel Adams, Helmut Newton oder Robert Frank.

Die Hardcover-Ausgabe ist dreisprachig (Englisch, Deutsch, Französisch) angelegt und versammelt auf 351 Seiten 254 Fotografien von 203 verschiedenen Künstlern. Es ist im Verlag Taschen erschienen und kostet 9,99 €.

the polaroid bookBuchcover: August Sander, Antlitz der Zeit

August Sander: Antlitz der Zeit

Ein Buch, das ohne Hintergrund nicht unbedingt funktioniert, aber wenn man diesen hat, ist es großartig! „Antlitz der Zeit“* von August Sander zeigt beeindruckende Portraits von Menschen des 20. Jahrhunderts. Sander suchte für jede Berufsgruppe einen Menschen, der diese am besten repräsentiert.

Und was für Typen das sind! Wunderbare Charaktergesichter, in einzigartigen Schwarzweiß-Fotografien festgehalten. Der Lehrer, der Boxer, der Tapezierermeister, die Arbeiterfamilie, der Industrielle – sie alle und viele weitere finden sich in dem Band wieder. Auf 144 Seiten gibt es 60 Portraits zu entdecken.

Das Buch enthält ein schönes Vorwort von Alfred Döblin. Es ist mit etwa 19 x 14 cm recht klein, kostet dafür aber auch nur 6,95 €.

Josef Heinrich Darchinger: Wirtschaftswunder

In „Wirtschaftswunder“* lässt der Fotograf Josef Heinrich Darchinger die Zeit zwischen 1952 und 1967 in tollen Farbaufnahmen wieder auferstehen. Wer selbst die Zeit nach dem Krieg miterlebt hat, fühlt sich wahrscheinlich gleich zurückversetzt und für alle anderen ist es ein Stück Geschichte, die alles andere als langweilig ist.

VW-Käfer, Storck-Automaten, Strümpfe stopfen und Picknicks im Grünen – aufgenommen hat Darchinger die Fotos auf Reportagereisen quer durch die junge Bundesrepublik mit seiner Leica.

Die Hardcover-Ausgabe ist im Verlag Taschen erschienen und umfasst 208 Seiten. Es enthält 140 Farb- und 55 Schwarzweiß-Fotos. Der Preis beträgt 9,99 €.

Cover: WirtschaftswunderCover: Martin Parr

Martin Parr

Martin Parr kombiniert Kunst und Dokumentarfotografie. Er erfasst die Tücken des Lebens in der Gemeinde und die Probleme und Absurditäten der Konsumgesellschaft.

Unzählige Bücher sind von ihm bereits erschienen. Der Band „Martin Parr“* ist einer der günstigeren mit 9,90 €. Er erschien im Verlag Phaidon im Taschenbuchformat. Auf 128 Seiten finden sich 55 Farbaufnahmen. Das Buch bietet einen guten Einstieg in das absurde Parr-Universum.

Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke

„Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke“* heißt unsere nächste Empfehlung. Eingeleitet wird das Taschenbuch von einem 12-seitigen Text des Fotografen selbst, in dem er über seine Arbeit und den entscheidenden Augenblick schreibt. Danach folgen die wohl bekanntesten Aufnahmen des französischen Schwarzweiß-Künstlers.

Das Buch ist mit etwa 19 x 14,5 cm recht klein, bietet jedoch einen tollen ersten Einblick in die Arbeiten von Henri Cartier-Bresson und ist mit 6,95 € sehr günstig. Erschienen ist das Taschenbuch im Verlag Schirmer Mosel.

Cover: Henri Cartier-BressonCover: Paris von Eugene Atget

Eugène Atget: Paris

Eugène Atget fotografierte und dokumentierte Paris und dessen Vororte zwischen 1888 und 1927. Häuser, Straßen, Schaufenster und Parkanlagen – Atget sammelte innerhalb von 40 Jahren an die 10.000 Ansichten von Paris, die mehr als bloße Dokumentationen sind. Die Aufnahmen haben eine starke Ästhetik und oft schwingt eine leichte Surrealität mit.

Im großformatigen Bildband „Atget. Paris“* sind einige seiner besten Aufnahmen versammelt. Dazwischen gibt es viele Texte (dreisprachig: Deutsch, Englisch, Französisch) über den Künstler, seine Arbeit und das alte Paris. Erschienen ist das Buch im Verlag Taschen und kostet 9,99 €.

Karl Blossfeldt

Karl Blossfeldts Aufnahmen zeigen die Schönheit der Natur. Seine Fotos entstanden eigentlich als Unterrichtsmaterial. Die Fotografie war für ihn nur ein Werkzeug, dennoch gilt er mit seinen ästhetischen Stillleben von Pflanzen in der Fotografie als Vertreter der Neuen Sachlichkeit.

44 der schönsten Pflanzenportraits finden sich im Buch „Alphabet der Pflanzen“*, eingeleitet mit einem Text des Literaturwissenschaftlers Gert Mattenklott. Es erschien im Verlag Schirmer Mosel und kostet 6,95 €.

Cover: Karl BlossfeldtCover: Man Ray

Man Ray

Man Ray ist unbestritten einer der originellsten Künstler des 20. Jahrhunderts und eröffnete dem Surrealismus mit der Fotografie ein neues Medium. Seine Aktstudien, Modefotos und Portraits schlugen ein neues Kapitel in der Geschichte der Fotografie auf.

Die Monografie „Man Ray“* aus dem Verlag Taschen versammelt sowohl die legendären wie auch die weniger bekannten Motive Man Rays. Das Buch kostet 9,99 €.

Edward S. Curtis

Über 30 Jahre lang reiste der Fotograf Edward Sheriff Curtis durch Nordamerika, um das Wesen und die Traditionen der Ureinwohner des Landes in Wort und Bild festzuhalten. Mehr als jeder andere Forscher oder Künstler prägt Curtis bis heute unsere Vorstellung von den nordamerikanischen Ureinwohnern.

Das Buch „Edward S. Curtis“* zeigt seine eindrucksvollsten Fotografien und beschreibt außerdem sein eigenes Lebensabenteuer, das ihn nicht nur in die Weite der Prärien, sondern auch in die Filmstudios von Hollywood führte. Erschienen ist es im Verlag Taschen mit einem großen Format von etwa 31 x 25 cm. Der Band kostet 9,99 €.

Cover: Edward S. CurtisCover: Meisterwerke der Fotografie

Meisterwerke der Fotografie

In „Meisterwerke der Fotografie“* finden sich 150 Fotografien. Für (fast) jedes Jahr seit Entdeckung der Fotografie ein Bild. Zu jedem Foto gibt es einen kurzen Text, der die Besonderheiten des Fotos und seine Entstehung beschreibt. Zusammen mit der Einleitung und der Bibliografie ist dieser Band ein kleines Kompendium der Fotografiegeschichte.

Es ist im Verlag Reclam erschienen und hat das typische Format der kleinen gelben Reclambücher, die man vor allem noch aus Schulzeiten kennt. Das kleine Format lässt es zu einer wunderbaren Reiselektüre werden. Gerade lag der Preis noch genau bei 10 €, nun ist er wieder auf 12 € geklettert. Das Buch ist jedoch so toll, dass wir es nicht übers Herz bringen, es von unserer kleinen Liste zu streichen.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Als Zuschauer unter Schauspielern

15 Aug

Ein Beitrag von: Laurent Roch

Mein Interesse an der Fotografie rührt von meiner unablässigen Neugier her, die Welt und insbesondere das Verhalten der Menschen zu beobachten. Als Kind war ich sehr interessiert an der Welt der Erwachsenen. Mein Vater schenkte mir bald eine Kodak Automatic, mit der ich meine Umgebung und Familienfeste fotografierte.

Verwischtes Bild eines Kindes hinter einer Scheibe bei Regen

Seitdem hat mich der Virus Fotografie nicht mehr losgelassen. Die Ratschläge meines Vaters, Filme und Fotobücher (von Mark Cohen, Alex Webb, Garry Winogrand und anderen) haben mein Sehen geschult und hatten ihren Anteil am „Erwachen meines Auges“.

Auto mit halb geöffnetem Fenster, daneben ein Mann mit Hut und am Himmel die Spur eines Flugzeugs.

Frau mit blauem Kopftuch vor blauem Wasser, blauem Himmel mit Flugzeug und neben einem blauen Mülleimer.

Obwohl ich mich ganz klar auf die urbanen Szenen spezialisiert habe, interessiert mich auch jedes andere ästhetische Element. Mein erster Antrieb ist immer die Emotion. Die Fotografie ohne emotionale Bindung zu betreiben, ist nahezu unmöglich. Ich muss Dinge spüren.

Wenn ich mit anderen Leuten auf Ausstellungen oder im Internet spreche, realisiere ich immer wieder, dass Menschen ihre tägliche Umgebung nicht wirklich beachten. Ich wurde schon oft gefragt, wo ich meine Fotos gemacht habe – dabei habe ich sie an Orten aufgenommen, an denen genau diese Menschen leben!

Eine Frau in blauem Badeanzug und mit blauer Badekappe unter einer Dusche am Strand.

Die Beine von zwei Frauen auf bunten Handtüchern am Strand.

Um das Schwinden oder organisierte Chaos des täglichen Lebens einzufangen, gehe ich mit sehr kleiner Ausstattung los, um nicht bemerkt zu werden. Meistens arbeite ich dabei mit einer Festbrennweite von 35 mm, die mich dazu zwingen, mich dem Subjekt zu nähern und die Komposition aktiv zu gestalten.

Natürliches Licht reicht mir aus, ich suche nicht nach künstlichen visuellen Effekten oder arbeite gegen die Realität. Ich passe mich den Bewegungen der Straße an und möchte die Charakteristika dort nicht verändern. Ich versuche, Banalitäten in ihrer klarsten Form einzufangen, während ich mich vom Rhythmus und der Dichte des Moments absorbieren lasse.

Frauenbeine in Strumpfhose und Pumps auf gelben Straßenmarkierungen

Stofftiger auf dem Rücksitz eines Autos.

Wenn ich so durch die urbanen Landschaften wandere, habe ich keine besonderen Ziele oder speziellen Projekte. Ich bin geführt von meinem Instinkt, der mir sagt, dass ich links statt rechts abbiegen sollte oder umgekehrt. Die Ästhetik eines Platzes, das Spiel von Licht, Farben und interessante Personen sind die mir verfügbaren Möglichkeiten.

Ich habe meine Kamera immer in der Hand, bereit, das Unvorhergesehene festzuhalten. Es ist sogar ziemlich zwanghaft, immer die Angst zu haben, einen flüchtigen Moment zu verpassen, der nie wieder kommen wird. Nur Situationen des echten Lebens wecken meine Neugier. Ich suche nach der Wahrheit des Moments, die einem Foto Bedeutung gibt.

Mann mit roter Haut vor rotem Hintergrund.

Schatten eines Menschen durch eine Holzinstallation

Der spontane und zufällige Mensch übersteigt jedes konzeptuell erdachte Bild. Man kann alle verfügbaren künstlichen Methoden nutzen, aber wenn man nicht in der Lage ist, dieses zusätzliche bisschen Seele einzufangen, verpasst man ein interessantes Foto.

In diesen gestohlenen Momenten, die ich der Freiheit der Straße abgerungen habe, versuche ich nicht, irgendetwas zu erklären, sondern nur zu zeigen. Ich agiere wie ein Zuschauer inmitten von Schauspielern, ohne den Prozess des Films zu verändern. Ich bin nur ein eifriger Beobachter.

Dieser Artikel wurde für Euch von Aileen Wessely aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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Unter der Oberfläche

30 Mar

Die Serie „The Unseen“ von Lara Zankoul zeigt Portraits, die durch die Wasseroberfläche geteilt sind. Das Wasser steht für das, was eigentlich nicht sichtbar ist. Ein junger Mann mit Hemd und Fliege trägt unter der Oberfläche ein Tütü. Zwei Schwestern lächeln sich an und zerschneiden sich unter der Oberfläche die Kleider.

Die Fotografin Lara Zankoul wurde 1987 im Libanon geboren. Nach ihrem Abschluss an der Universität von Beirut lernte sie 2008 die Fotografie kennen und lieben. Sie ist Autodidaktin und lernte durch ihr 365-Tage-Projekt sehr schnell, mit dem Medium umzugehen.

Feminine side © Lara Zankoul

Hurtful  © Lara Zankoul

A Boats imagination © Lara Zankoul

Lies  © Lara Zankoul

Nouveaux riches  © Lara Zankoul

Paranoia  © Lara Zankoul

The noone  © Lara Zankoul

The Zoo  © Lara Zankoul

 © Lara Zankoul

Life  © Lara Zankoul

Wie die Fotos entstanden sind, sieht man gut in dem kleinen Videoteaser von Lara auf Youtube. Aufgenommen wurden sie in einem großen Studio mit Wassertank. Die passenenden Kostüme und Requisiten stehen neben dem Tank und die Modelle haben sichtlich gute Laune, in dem wohl doch recht kühlen Wasser.

Mehr von Lara Zankoul findet Ihr auf Flickr, Facebook und auf Ihrer Webseite.


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Virtuell unter die Erde

23 Jan

Ein Beitrag von: Matthias Martin

Mit meinem Wechsel von der Film- zur Digitalfotografie im Jahr 2009 und den neuen Möglichkeiten, die sich daraus ergaben, entwickelte ich eine Leidenschaft für besonders großformatige Bilder: Panoramen mit mehreren Hundert Megapixeln bis hin zu vollständigen Kugelpanoramen.

Im Sommer des vergangenen Jahres traf diese Technik auf meine Höhlenbegeisterung. Bereits seit einigen Jahren erkunde ich Höhlen in Baden-Württemberg sowie im französischen Jura. Und natürlich fotografiere ich auch unter der Erde.

An einem schönen Tag nach einer erfolgreichen Höhlentour entstand bei einem kühlen Weizen die Idee, einen virtuellen Höhlenrundgang zu erstellen. Gesagt, getan. Inzwischen sind die ersten 200 Meter der Falkensteiner Höhle bei Bad Urach und der Gouffre de Rappant in Frankreich abgelichtet.

Rappant

Equipment

Ich verwende zwei verschiedene Kameras: In nassen Höhlen eine Canon PowerShot A620 in einem Unterwassergehäuse, in trockenen benutze ich eine Pentax K7 mit einem Sigma 17-70mm f/2.8 – 4.0 Objektiv. Dieses ist perfekt für einen solchen Einsatz geeignet. Der Brennweitenumfang deckt alles ab, was man braucht – von Weitwinkel bis Zoom. Zudem besitzt es eine gute Makrofähigkeit. So kann ich auch die winzigen Kristallstrukturen einfangen.

Ein Objektivwechsel kommt in der Höhle nicht in Frage. Die hohe Luftfeuchtigkeit und den feinen Lehmstaub will ich dem Inneren meiner Kamera nicht zumuten.

Um nun Kugelpanoramen zu machen, verwende ich für beide Kameras selbst gebaute Panoramaköpfe – für die Canon ein manuell zu bedienender Kopf mit Rasten für die Bildpositionen und für die Pentax einen vollautomatisch gesteuerten Kopf.

Panokopf

Im Freien ist das Aufnehmen von Panoramen in der Regel mit wenig Arbeit verbunden: Ich suche eine geeignete Stelle und schaue zu, wie sich der Kopf bewegt. In einer Höhle ist das nicht so einfach. Die geeignete Stelle zu finden, ist häufig schwieriger, manchmal kann ich mich gar nicht entscheiden oder das Stativ lässt sich nur schlecht an der perfekten Stelle aufstellen.

Aufbau

Als nächstes muss ich die Lampen positionieren und zwar am besten so, dass alles kontrastreich beleuchtet ist und die Lampe nicht direkt im Blickfeld der Kamera ist. Die Beleuchtung übernimmt eine Scurion und ein LED-Videolicht.

Bei den Fotos in der Falkensteiner Höhle hatte ich den LED-Scheinwerfer noch nicht, weshalb die Scurion während der Aufnahme des Panoramas bewegt werden musste. Das hatte zur Folge, dass die Bearbeitung der Bilder deutlich aufwändiger wurde und man im Panorama Kanten sieht, an denen sich die Beleuchtung ändert.

Unter die Erde

Bevor das Equipment zum Einsatz kommt, muss ich aber erst einmal rein in die Höhle. Gut, in eine Höhle zu gehen ist für mich ein routinierter Gang, allerdings normalerweise ohne eine zusätzliche, sechs Kilogramm schwere Fotoausrüstung, die manchmal auch noch durch Engstellen gebracht werden muss.

Ein weiteres Problem ist die Temperatur, denn viel Zeit verbringe ich mit Warten und dabei kühlt man langsam aus. In der Falkensteiner Höhle betrug die reine Fotografiezeit zirka zwei Stunden – danach war leider der Akku der Scurion leer.

unter der Erde

Bearbeitung

Nach einer erfolgreichen Fototour beginnt am PC die Bearbeitung in mehreren Schritten. Zuerst korrigiere ich die Raw-Fotos in Lightroom 4 und exportiere sie als 16bit-TIFFs. Diese setze ich anschließend mit Panoramastudio 2 Pro zusammen und speichere sie als PSD.

Dieses Bild bearbeite ich dann in Photoshop: Belichtung und Kontrast werden angepasst, die Farben korrigiert (die beiden Lampen haben etwas unterschiedliche Farbtemperaturen) und das HöhlenAG-Logo wird unten ins Bild eingefügt. Mit diesem Logo wird der weiße Fleck am Boden bedeckt, der durch den Totwinkel des Panoramakopfes entsteht.

Das fertig bearbeitete Bild wird wieder mit Panoramastudio geöffnet. Dort versehe ich es mit Hotspots, die es später ermöglichen, in das nachfolgende Panorama zu wechseln oder ein einzelnes Foto, das an dieser Stelle aufgenommen wurde, zu betrachten.

Danach exportiere ich es als interaktives Bild zur Betrachtung im Browser in zwei Auflösungen. Einmal in voller Auflösung – bei mit der Pentax erstellten Panoramen sind das 470 MP (24mm Brennweite) – und einmal in 36% der Auflösung (60 MP) für die Betrachtung im Web.

Die meiste Zeit verbringe ich dabei mit Warten, denn diese hohe Auflösung lastet meinen Rechner mit 4×3 GHz und 12 GB RAM stark aus. Allein schon das Speichern einer 5 GB großen Photoshop-Datei braucht seine Zeit.

Die richtige Betrachtung erfolgt über einen Flash-Viewer, sodass man im Panorama herumzoomen und sich über Hotspots von einem Panorama in weitere bewegen kann. Alle meine Höhlenpanoramen sind unter HoehlenAG zu finden.

Ich hoffe, Ihr habt Freude beim Betrachten. Ihr findet dort auch noch „normale“ Bilder, die ich unter der Erde schieße. Weitere Panoramen sind übrigens schon in Planung.


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