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Posts Tagged ‘Traum’

Mexikanischer Traum

28 Jul

Menschen stehen auf einem Berg und schauen in die Ferne.

Ein Beitrag von: Matthias Koch

Manche Bilder kommen erst nach Jahren an die Oberfläche des Bewusstseins, wie Treibgut, das eines Morgens plötzlich am Strand liegt. Erst zwei, drei Bilder, die ersten Inseln eines Archipels, der seinen Platz in der mentalen Geografie beansprucht.
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Die Realität als Traum

26 Aug

Ein Beitrag von: Tilman Haerdle

Ilya Shtutsa ist einer von zwei Straßenfotografen aus dem Observe Collective, die wir Euch in den nächsten Tagen im Vollbild vorstellen wollen. Über sich selbst sagt er:

Tja, was soll ich über mich groß erzählen? Ich lebe seit drei Jahren in Sankt Petersburg, ich fotografiere auf der Straße, manchmal auch Reportagen für eine Lokalzeitung. Ich bin Mitglied des Fotografenkollektivs Observe Collective. Ich denke, so wie Arnold Mindell und die australischen Aborigines, dass unsere Wahrnehmung eine Art von Traum ist. In meinen Bildern versuche ich diesen Traumzustand unserer persönlichen sogenannten „Realität“ wiederzugeben. Das ist alles.

Shtutsa wurde 1972 im Osten der damaligen Sowjetunion geboren. Zur Fotografie, wie er sie heute betreibt, kam er erst vor sechs Jahren, als er die Kamera seines neuen Smartphones für sich entdeckte. Nachdem er auf ein Buch mit Bildern von Nick Turpin, Matt Stuart und David Solomons stieß, war sein Interesse für die Straßenfotografie erwacht.

Die Wahrnehmung der Realität als Traum wird in seinen Bildern sehr gut deutlich. Er hält Momente fest, die in seinen Bildern oft wie eingefroren wirken, als ob die Bewegung auch im Realen innehält. Ähnlich wie beispielsweise Matt Stuart hat er einen sehr guten Blick für Details, für surreale Konstellationen, die manchmal erst auf den zweiten Blick erkennbar sind.

Drei Menschen in Badebekleidung am Strand.

Junge Männer spielen Fußball, betrachtet durch eine Scheibe.

Einige Menschen vor einem Wandbild.

Eine Person hält sich Zeitung auf den Kopf, im Hintergrund rote Fahnen.

Eine Person und ein Hund auf der Straße im Gegenlicht.

Ein Mädchen mit gelber Mütze schaut aus einem Dachfenster.

Person steht in einem Raum zwischen zwei Skulpturen an einem Fenster.

Leerer Kinderwagen vor nebliger, trister Landschaft.

Menschen mit Jesusbildern und bunten Luftballons auf einem Umzug.

Menschen in Badebekleidung am Strand.

Straßenszene.

Eine Person greift sich in ihr lockiges Haar.

Eine Menschenmenge an einem öffentlichen Springbrunnen.

Obwohl man an manchen Details erkennt, dass Ilya Shtutsa wohl in Russland fotografiert, sind seine Bilder universal. Seine Motive beschränken sich auch nicht alleine auf die Straße, er findet lohnenswerte Szenen auch am Strand oder in fast menschenleeren Gegenden außerhalb der Städte.

Die Arbeiten von Ilya könnt Ihr nicht nur auf seiner Webseite, sondern auch auf Flickr, Facebook, in seinem Blog und natürlich beim Observe Collective finden.


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Versteckt am Rand zwischen Traum und Realität

13 Apr

Manchmal, wenn ich mit Künstlern in Kontakt stehe, um sie Euch hier vorzustellen, ist es spannend, zu sehen, welche Informationen sie über sich selbst preisgeben und welche verschwiegen bleiben. So wie bei der jungen polnischen Fotokünstlerin, die unter dem Pseudonym Inpluvia Tenebrae im Netz auftritt.

Ihren echten Namen verrät sie nicht, aber viel über sich selbst und ihr Leben außerhalb der Fotografie. Sie ist Jahrgang ’93 und studiert an der Elektronischen Fakultät der Technischen Universität von Breslau, nachdem sie im letzten Jahr ihr Musikdiplom (sie spielt Violine) abgeschlossen hat.

Die Fotografie betreibt sie als Hobby, nur für sich selbst. Sie hilft ihr, aus der Realität auszubrechen. Sie ist eine Träumerin. Fasziniert und gleichzeitig verängstigt von der sie umgebenden realen Welt. In der Fotografie kann sie alles anders aussehen lassen als es in der Wirklichkeit ist.

Ich sehe sehr leicht fantastische, märchenhafte Elemente. Meine Bilder zeigen die Welt am Rande, die sich zwischen Traum und Realität versteckt. Dinge, die die Menschen nicht sehen, weil sie zu beschäftigt sind und zu müde, um darüber nachzudenken, wie außergewöhnlich die Welt ist.

In ihren Arbeiten geht es oft um die Themen Einsamkeit, Anders- und Fremdsein. Sie versucht, in die dunklen Nischen der menschlichen Natur vorzudringen. Wie man sieht, unternimmt sie oft Ausflüge in verschiedene experimentelle Techniken, um Bilder mit ungewöhnlichen Effekten zu erzielen.

Mit dieser Philosophie erschafft sie eine eigene, fast schwarzweiße Welt aus Portraits, Straßenaufnahmen, surrealen Waldszenen und geradezu ätherischen Aufnahmen von namenlosen Heiligen und Details im Dunkel.

a sad song of the tall trees © Inpluvia Tenebrae

potwory nie ludzie © Inpluvia Tenebrae

alewdomunajlepiej © Inpluvia Tenebrae

beauty can't be seen © Inpluvia Tenebraemy favorite things © Inpluvia Tenebrae

© Inpluvia Tenebrae

still haunting me © Inpluvia Tenebrae

from distant worlds © Inpluvia Tenebrae

his house © Inpluvia Tenebraejourney © Inpluvia Tenebrae

who we are © Inpluvia Tenebrae

kosmki © Inpluvia Tenebrae

prelude in c minor © Inpluvia Tenebrae

ideulicami © Inpluvia Tenebraedotwarzyci © Inpluvia Tenebrae

between dream and reality © Inpluvia Tenebrae

white spaces © Inpluvia Tenebrae

wietrznie niespokojny © Inpluvia Tenebrae

Inpluvias Bilder findet Ihr bei deviantART sowie auf ihrem Tumblr und Blogspot. Außerdem betreibt sie zwei weitere Blogspots mit interessanten Eindrücken aus den polnischen Städten Brzeg und Breslau.


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Der Traum von Fotografie

06 Mar

Ein Beitrag von: Friederike Schütze

Ich war immer fasziniert von der Fotografie. Mein Leben, die Menschen und Orte, an denen ich war, in Bildern festzuhalten, das war ein innerer Drang. Aber jeder Gedanke in meiner Jugend, Schritte in Richtung guter Fotografie zu machen, wurden sofort von folgenden Gedanken unterdrückt.

Ich war lange Zeit der Meinung, dass man eine Ausbildung zum Fotografen gemacht haben müsse, um gute Bilder zu machen. Vielleicht nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei Fotoshootings, die man im Fernsehen sehen kann, alles an Equipment und Personal aufgefahren wird.

Man kann ja schließlich auch niemanden operieren, nur weil man viel Emergency Room gesehen hat. Aus heutiger Sicht muss man darüber natürlich den Kopf schütteln und schmunzeln, aber damals war es für mich einfach so.

© Friederike Schütze

Ich hatte mich für eine akademische Laufbahn entschieden, habe mein Abitur gemacht, Chemie studiert und schreibe gerade meine Doktorarbeit. Tatsächlich Fotografie zu „lernen“ war für mich als Teenager nicht erreichbar und so wurde auch der Gedanke daran mit meinem Studium begraben.

Vor drei Jahren war ich dann auf der Hochzeit von Freunden und am Abend wurden die Bilder gezeigt, die die Hochzeitsfotografin tagsüber gemacht hatte. Was soll ich sagen: Mich hat es umgehauen. Man hätte jedes einzelne Bild problemlos in einer Zeitschrift abdrucken können, so perfekt und wunderschön waren sie.

Aber ich hatte die Fotografin gesehen. Sie hatte kein großes Equipment und kein Team, das jeden Gast perfekt ausgeleuchtet hätte. Sie hatte nur ihre Kamera. Und irgendwie hat diese Erkenntnis in meinem Kopf Wurzeln geschlagen und dieser alte Traum der Fotografie wurde wieder wach, fand immer neue Hoffnung, dass vielleicht auch ich gute Bilder machen könnte.

© Friederike Schütze

© Friederike Schütze

Warum es nicht einfach mal probieren, einfach nur für mich? Und das tat ich. Ich kaufte eine gebrauchte EOS 450D und machte mich mit ihr und den grundlegenden Prinzpien von Blende, Belichtungszeit und so weiter vertraut.

Dann, vor neun Monaten, nahm ich meine Freundin Katrin als Modell, ging mit ihr raus ins Reichenauer Schilf und versuchte mich an meinen ersten Portraitaufnahmen. Spielte mit Winkeln, Perspektiven, Sonnenlicht, ihrer Körperhaltung und ihrem Gesichtsausdruck.

Und dann traf es mich – der Moment, in dem einfach alles stimmt, man sich sein Bild erarbeitet hat, die perfekte Mischung aus Pose, Licht und Hintergrund. Ich muss immer noch lächeln, wenn ich daran denke. Es war ein großartiges Gefühl und ist es auch heute noch. In diesem Moment bin ich immer unendlich glücklich.

© Friederike Schütze

Es war für mich klar, dass ich unbedingt damit weiter machen musste. Ich fragte also Bekannte und Freunde, ob ich sie fotografieren dürfte und mit jedem Shooting wurde ich besser, probierte mehr aus und entwickelte mich.

Was mich an der Portraitfotografie besonders begeistert, ist, dass man nicht einfach nur etwas fotografiert, was ohnehin schon da ist. Man wird hinter der Kamera zum Regisseur und inszeniert sein Bild.

Ich lasse mich im Prinzip von meinen Modellen inspirieren. Überlege mir, welche Umgebung und welche Kleider und nicht zuletzt, welchen Bearbeitungsstil ich passend finde und wie ich diesen Menschen für mich interpretieren möchte.

© Friederike Schütze

Menschen einfach nur als schön oder hübsch zu zeigen, reicht mir nicht. Ich möchte Bilder erschaffen, die den Betrachter verharren lassen, die ihn innerlich irgendwo ansprechen. In meinen Bildern lasse ich die Schönheit meiner Modelle immer auch sanft und verletzlich wirken und schaffe so Nähe.

Über meinen eingangs erwähnten Gedanken, fotografieren kann man nur als Fotograf, lächle ich nun. Nicht, weil es nicht wahr wäre, dass man sehr vieles erlernen muss, um ein guter Fotograf zu sein, sondern weil ich damals das Wesentlichste nicht gesehen habe: Man braucht eine Kamera und ein gutes Auge, um gute Bilder machen zu können. Mehr nicht.


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Noell Oszvalds Traum vom Fliegen

15 Dec

Noell Oszvald lebt nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest, ist 22 Jahre alt und macht unglaubliche Fotos. Als ich ihren Flickrstream entdeckte, verschlug es mir erst einmal die Sprache. Noch unglaublicher wird es, wenn man hört, dass Noell erst seit etwa einem Jahr fotografiert und es sich bei den Bildern um Selbstportraits handelt.

Ich trat Flickr vor einem Jahr bei und begann mit Fotomanipulationen und konzeptionellen Fotos. Im Moment denke ich, dass ich meinen eigenen Stil gefunden habe (wenn ich das überhaupt sagen kann) und wünsche mir, dass ich mich Tag für Tag immer ein Stück weiterentwickeln werde.

Auf jedem ihrer Bilder sieht man eine schöne, zeitlos wirkende Frau. Die Bilder erzählen vom Wunsch, fliegen zu können und einer unerträglichen Schwere. Die Frau steht gebückt, träumt, weint und hält beide Hände vor ihr Gesicht.

Die Melancholie in den Bildern wiegt auch auf mich als Betrachter schwer. Jedes Motiv hält unzählige Interpretationen bereit. Ich möchte sie jedoch nicht vorwegnehmen, sondern die Bilder sprechen lassen. Deshalb zeigen wir Noells Fotos in unserer Kategorie Vollbild.


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