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Posts Tagged ‘meine’

Meine innere Welt

11 Sep

Eine Bergkette und der Blick in den wolkihen Himmel.

Ein Beitrag von: Joanna Pallaris

Wenn ich über Fotografie spreche, spreche ich über mich. Der Grund, warum meine Arbeiten mich verkörpern, ist sehr persönlich. Ich folge dem Weg der Intuition. Manche meiner Bilder sind aus Träumen entstanden und andere aus Ängsten, die mich tagsüber und nachts verfolgen.
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Meine schöne Obsession

14 May

Straßenfotografie: Ein Mann liegt auf einer Bank und sonnt sich.

Ein Beitrag von: Davide Albani

Vor einem Jahr begann ich, zu Fuß mit einer Kamera auf den Straßen von Mailand auf die Suche nach dem Unerwarteten zu gehen und bis jetzt habe ich noch nicht genug davon. Ich denke daran, wenn ich einschlafe und wenn ich aufwache… es ist meine schöne Obsession.
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Meine Hoffnung, mein Wunsch

13 Apr

Jamil © Martin Gommel

Es war ein verregneter Sommertag und ich 15 Jahre alt. Da mir wie immer die Lust fehlte, Hausaufgaben zu machen, büxte ich spontan aus, schwang mich aufs Rad und fuhr von meinem Heimatdorf Sinzheim in die nächstgelegene Stadt: Baden-Baden. Nach einer halben Stunde Fahrt und ein paar fiesen Mückenstichen entdeckte ich in der Nähe des Hauptbahnhofes neu aufgestellte Baracken, vor denen einige Afrikaner standen.
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Meine innere Reise

25 Jul

Ein Beitrag von: Daniel Dankelmann

Jedes meiner Bilder ist ein Selbstportrait. Ich befinde mich nun seit 21 Jahren auf dieser Reise. Seid knapp einem Jahr halte ich einen Teil davon fotografisch fest.

Da ich nun schon seit einigen Jahren auch videografisch unterwegs bin, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich eine neue kreative Ausdrucksform für mich entdeckte – die Fotografie. Somit ersetzte ich meine gammelige „Suff-Knipse“, die überwiegend auf Partys und Skate-Touren zum Einsatz kam, gegen eine Kleinbildfilmkamera. Mein Kleiderschrank wurde daraufhin zur Dunkelkammer und eine neue Leidenschaft war geboren.

Ich betrachte meine Fotografie als Dokumentation meiner persönlichen Reise. Diese führt mich derzeit durch das Skateboard-Filmprojekt „Wild Boyz“, das von mir filmisch und fotografisch festgehalten wird. Einen Trailer wird es in den nächsten Wochen oder Monaten dazu geben, erscheinen wird der Film Anfang 2015 auf DVD. Fotografisch werde ich das Projekt weiterhin dokumentieren. Ob daraus noch ein größeres Fotoprojekt resultiert, ist noch nicht sicher.

Ich liebe es, zu beobachten, zu dokumentieren, zu interpretieren und zu erschaffen. Die Kamera gibt mir die Möglichkeit, diese Liebe mit anderen zu teilen.

Ein Skater cruist schräg durch die Straße.

Ein Skater mit freiem Oberkörper und Shirt auf dem Kopf.

Diese Fahrt geht nicht geradeaus, sie nimmt Kurven, Kreuzungen und Umwege.
Wir balancieren auf einem schmalen Pfad zwischen Licht und Schatten.

Wir sind auf dem Weg des Lichts,
wenn wir größer denken als unser Schatten uns demütigen kann.

Skater auf einer Flutmauer, neben ihm das Meer.

Skater mit freiem Oberkörper liegt auf dem Boden und hält eine Hand ins Wasser.

Wer gegen den Strom schwimmt, stößt auf die Wand des Widerstandes.
Wer mit dem Strom schwimmt, gerät in die Welle des Untergangs.

In der Ruhe liegt die Erkenntnis von systematischer Manipulation und
menschlicher Natur.

Man droht zu ertrinken und die Sicht ist verschwommen.
Die Quelle schickt uns einen Begleiter,
um unseren Horizont zu erweitern.
Du bist niemals allein, wir sind alle eins, in unserem Sein.

Zwei Männer im Meer und viel Filmkorn.

Mich fasziniert das Duett von Schwarz und Weiß auf Film. Das gibt dem Bild die gewisse Balance. Ich mag es gern kontrastreich und habe eine Vorliebe für Korn. Das liegt nicht an der emsländischen Saufkultur, da bin ich eher der gemütliche Biertrinker.

Wenn ich nicht gerade mit meinen „Boyz“ und dem Rollbrett durch die Straßen ziehe, wandere ich auch gern allein durch die Wildnis des menschlichen Seins. Das ist für mich wie eine Art Meditation. Den Verstand abschalten und von der inneren Führung leiten lassen.

Eine Frau steht hinter einem fein verzierten Tor und schaut in die Kamera.

Täglich laufen wir an uns selbst vorbei. Jede Begegnung ist ein Spiegel Deines Selbst.

Solange wir uns der Manipulation des Systems hingeben, stehen wir hinter Gittern.
Wir sind unwissend gefangen in einer Zelle des egoistischen Verstandes.
Wir leben in Angst.
In dieser Angst verschließen wir unsere Öffnung für die universelle, göttliche Liebe.
Du trägst den Schlüssel zum Tor der Freiheit in Dir.
Es ist an der Zeit dieses Tor zu öffnen.

Seit frühester Kindheit verspüre ich das Bedürfnis, mich frei zu entfalten, wobei ich stets auf der Suche nach mir selbst war und bin. Diese Suche hat mich auf eine Reise geschickt, die mich zum Sinn meiner Inkarnation führt.

Mit der Fotografie habe ich eine Kunst gefunden, die mich bei dieser Reise auf kreative, dokumentarische und spirituelle Weise inspiriert und unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar.


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Meine fotografische Reise

31 Mar

Ein Beitrag von: Manuel Estheim

Jeder Mensch nimmt die Welt anders wahr und interessiert sich für andere Dinge. Was mich persönlich am Medium der Fotografie so sehr fasziniert, ist die Tatsache, dass alle Fotografen mehr oder weniger mit dem selben Werkzeug arbeiten, aber dabei von Grund auf verschiedene Arbeiten entstehen können.

Sieht man sich den Werdegang verschiedener Fotografen an, so wird einem ganz schnell klar, dass jeder seine ganz eigene, individuelle Reise beschreitet – und das ist meine:

Mein Arbeiten werden oft als dunkel, surreal und komisch beschrieben. Besonders in letzter Zeit frage ich mich oft, wie es dazu kommt, dass so gut wie alle meine Bilder eine zumindest unterschwellige Traurigkeit besitzen. Beantworten konnte ich mir die Frage noch nicht.

Es ist keinesfalls so, dass ich mich hinsetze und mich frage „Was könnte ich heute für ein trauriges Bild machen?“ Viel mehr gibt es da einfach diese Geschichten in mir, die unbedingt den Weg nach draußen finden müssen, um gehört bzw. gesehen zu werden.

Im Folgenden stelle ich Euch einige meiner Bilder chronologisch vor:

The ghost that haunts me, 2012 © Manuel Estheim

Dieses Bild bezeichne ich gern als meine „fotografische Geburt“. Es gab den Startschuss für eine Reihe von interessanten Entwicklungen – einerseits war es der Start eines 52-Wochen-Projektes (das ich später frühzeitig zugunsten eines 365-Tage-Projektes abbrechen sollte, dazu aber später mehr), wodurch ich nun viel öfter fotografierte.

Andererseits versuchte ich ab diesem Zeitpunkt, zu jedem Bild ein Konzept zu entwickeln und kam so meinem Ziel näher, „nicht nur schöne Fotos zu ma­chen“.

Tourist in the waking world, Februar 2012.© Manuel Estheim

Ich erinnere mich sehr gern an diese Zeit zurück, voller Motivation und Inspiration. Dies war auch das erste Bild, das von einer australischen Band als Albumcover verwendet wurde und mir so zeigte, dass ich mich wohl auf dem richtigen Weg befinde.

Take me to wonderland, März 2012 © Manuel Estheim

Auch wenn dieses Bild optisch nicht mehr viel mit meinen heutigen Arbeiten zu tun hat, halte ich es für einen unglaublich wichtigen Punkt in meiner persönlichen Entwicklung. Es war das erste Mal, dass ich über meinen Schatten sprang und mich selbst nackt in der Natur fotografierte.

Ich kann mich noch ganz genau an den Adrenalin-Kick erinnern und wie ich mich plötzlich fühlte, als würde mich nichts mehr zurückhalten. Dadurch, dass ich in dieser Zeit ausschließlich mich selbst als Modell fotografierte, lernte ich, mit dem menschlichen Körper als fotografischem Subjekt umzugehen.

Die Nachricht des Tages, Juli 2012 © Manuel Estheim

Das vielleicht wichtigste Bild in meinem gesamten Portfolio. „Die Nachricht des Tages“ war das Thema der Klausurarbeit der Aufnahmeprüfung an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, die ich letztendlich bestand und somit seit Oktober 2012 Grafik-Design und Fotografie studiere.

Mir ist durchaus bewusst, dass unter Künstlern Kunst­schulen und Universitäten teilweise sehr negativ bewertet werden, aber für meine persönliche Entwicklung konnte mir nichts Besseres passieren. Endlich war ich unter Leuten, die meine Leidenschaft teilten, aber dennoch komplett anders arbeiten als ich, wodurch spannende, aber auch weniger spannende Diskussionen (Stichwort: Photoshop) praktisch vorprogrammiert waren.

The act of becoming nature, August 2012 © Manuel Estheim

Bis heute eines meiner absoluten Lieblingsbilder, nicht nur, weil es fast alles in einem Bild vereint, was ich liebe: Natur, ein nackter Mensch und die Verbindung dazwischen. Ich erinnere mich auch sehr gern daran zurück, wie mich mein Freund mit Moos und Dreck eindeckte, bis ich endlich zufrieden mit dem Bild war.

Good night, Oktober 2012 © Manuel Estheim

Mit diesem Bild brach ich mein 52-Wochen-Projekt zugunsten des berühmten 365-Tage-Projekts ab. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich festgefahren in meinem Stil, die Ideen gingen mir aus und ich wollte unbedingt so schnell wie nur möglich besser werden.

Zwar war mir der enorme Zeitaufwand bewusst, den dieses Projekt mit sich bringt, aber wenn man es selbst nicht zumindest einmal probiert hat, hat man einfach keine realistische Vorstellung davon, wie hart es wirklich ist, jeden Tag ein Bild zu schaffen, mit dem man bestenfalls auch noch zufrieden ist.

The burden, November 2012 © Manuel Estheim

Während meines 365-Tage-Projektes entfernte ich mich immer weiter von Selbstportraits und mein Freund trat viel öfter vor die Linse. Dies ist eines der wenigen Selbstportraits zu dieser Zeit.

Es war einerseits eine Befreiung, ungewohnterweise einmal nur hinter der Kamera zu stehen, andererseits gab es doch besonders in der Anfangszeit einige Kommunikationsprobleme. Ich war es einfach nicht gewohnt, jemanden zu fotografieren, der nicht das fertige Bild zu 100 % im Kopf hat.

The end, Januar 2013 © Manuel Estheim

Mit diesem Bild beendete ich mein nerven- und zeitraubendes Projekt. Dafür gab es mehrere Gründe: Ich habe ganz klar den Stress, den ein Studium mit sich bringt, unterschätzt. Außerdem konnte ich es einfach nicht mehr mit mir selbst verein­baren, Bilder zu veröffentlichen, mit denen ich nicht zufrieden war und daher auch nicht überzeugt dahinter stehen konnte.

Mit dem Beenden des Projektes fiel ich in eine „fotografische Lethargie“. Plötzlich fehlten mir die Ideen und vor allem immer öfter die Motivation, meine mittlerweile angestaubte Kamera aus dem Schrank zu holen.

Half, Februar 2013 © Manuel Estheim

Umso sicherer ich mir vorher gewesen war, meinen eigenen Stil bereits gefunden zu haben, umso mehr machte sich jetzt Un­sicherheit breit. Ich kaufte mir die verschiedensten analogen Kameras und begann, mit fotografischem Film zu fotografieren.

Anfangs befriedigte mich das auch ganz gut, doch ich merkte immer mehr, dass ich mich zu eingeschränkt fühlte – konnte ich vorher meine Bilder mithilfe der Bildbearbeitung genau so umsetzen, wie ich sie in meinem Kopf hatte, so fehlte mir die­se Möglichkeit nun.

Dies soll keineswegs bedeuten, dass man Photoshop oder ähnliche Programme benötigt, um gute Bilder zu machen, es war lediglich in meinem ganz persönlichem Arbeitsprozess der Fall.

Part I, Mai 2013 © Manuel Estheim

Ich experimentierte immer mehr mit der Nacktheit, die ich nun nicht mehr versuchte, durch bestimmte Körperhaltungen oder Requisiten zu verdecken. Ich entschied mich ganz bewusst dazu, sie zu zeigen.

The longest wait, Mai 2013 © Manuel Estheim

Je mehr ich mit den verschiedensten Dingen experimentierte, desto mehr fiel mir auf, dass meine Bilder zwar optisch anspre­chend waren, jedoch immer mehr an Inhalt, der mir immer so immens wichtig war, verloren ging. Einmal mehr stand also fest: Etwas musste sich ändern.

Daher orientierte ich mich wieder mehr an meinen fotografischen Wurzeln und setzte da an, wo ich aufgehört hatte, zufrie­den mit meinen Arbeiten zu sein: Vor dem Start meines 365-Tage-Projektes.

Manche mögen dieses Bild vielleicht als Rückschritt sehen, doch für mich bedeutete es eine Rückkehr zu meinen Wurzeln und den Versuch, meine experimentellen Ansätze und die immer genauer werdenden Konzepte in einem Bild zu vereinen.

Human?, August 2013 © Manuel Estheim

Natürlich hatten auch mein Studium und die zahlreichen Gespräche mit meinem Fotografieprofessor, den ich sehr schätze, Einfluss auf meine Bilder. Ich begann, noch mehr über meine Bilder nachzudenken, aber auch Strukturen waren mir zu die­ser Zeit wichtig. In „Human?“ versuchte ich, einen Menschen darzustellen, der jedoch als Teil der Natur funktioniert.

The heavy weight, Oktober 2013 © Manuel Estheim

„The heavy weight“ ist bis heute mein ungeschlagenes Lieblingsbild. Das erste Mal seit meinen Anfängen war ich wieder richtig zufrieden und auch das Gefühl, endlich (wieder) einen eigenen Stil gefunden zu haben, bereitet mir immer noch ein warmes Gefühl im Herzen, wenn ich daran zurückdenke.

Entwined forever, Oktober 2013 © Manuel Estheim

Das Gefühl, endlich wieder auf dem richtigen Weg zu sein, beflügelte mich regelrecht und so traute ich mich auch an Bilder heran, von denen ich im Vorhinein absolut keine Ahnung hatte, ob sie denn überhaupt möglich wären bzw. ob ich gut genug wäre, sie möglich zu machen.

„Entwined forever“ machte mir eines klar: Das Limit bin ich selbst. Kann ich mir ein Bild vor­stellen, so kann ich es auch umsetzen. Vielleicht nicht beim ersten, zweiten oder sogar dritten Mal, aber irgendwann ganz bestimmt! Das mag sich jetzt sehr naiv anhören, aber diese Änderung meiner Einstellung half mir ungemein.

The Inbetween, März 2014 © Manuel Estheim

Als ich mit diesem Bild abgeschlossen hatte, war eines für mich klar und zwar, dass es sich um ein misslungenes Experiment handelt.

Erst, nachdem ich mich selbst davon distanzierte und es in einem neuen Licht noch einmal betrachtete, kam ich zu der Erkenntnis, dass es manchmal nur ein bisschen Abstand von seinen eigenen Arbeiten braucht, um sie wirklich schätzen zu lernen.

A sacrifice, März 2014 © Manuel Estheim

„A sacrifice“ ist mein aktuellstes Bild und sieht man genauer hin, so fällt einem auf, dass es mein gesamtes Portfolio in einem gewissen Sinn in einem Bild vereint: Der nackte Körper, die dunkle Natur als Hintergrund, die Verschmelzung von Mensch und Natur.

Ich blicke nun also auf meine bisherige Reise als Fotograf zurück und schon drängen sich wieder neue Fragen auf: Hätte ich etwas anders machen, an gewissen Punkten eine Abkürzung nehmen sollen? War das Experimentieren mit Film wirk­lich nötig oder hätte ich die Zeit lieber nutzen sollen, um meinen alten Stil weiterzuverfolgen?

Natürlich wäre mein Portfolio größer, hätte ich den einen oder anderen Umweg nicht eingeschlagen, doch letztendlich sind auch diese Umwege wichtige Pfade meiner Reise gewesen, ohne die ich jetzt nicht der Mensch wäre, zu dem ich geworden bin.

Ich kann mit Stolz sagen, dass ich jetzt an einem Punkt angekommen bin, an dem ich genau weiß, was mein Ziel ist: Dunkle, surreale und seltsame Bilder zu schaffen, die Menschen zum Denken anregen und mit denen sich vielleicht sogar der eine oder andere identifizieren kann.

In der BeHuman Galerie kann man übrigens seit dem 15. März einige meiner Arbeiten sehen. Wer also zufällig in Texas weilt, ist herzlich willkommen.


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Wenn ich meine Augen schließe

15 Nov

Ein Beitrag von: Teresa Schreibweis Torrents

… ganz still bin, in mich hineinhöre und versuche, mich zu erinnern, dann erscheint es mir, ich blättere in meinem Gedächtnis, als sei es ein Buch. Eines dieser alten, in Leder gebundenen Werke, die nach Staub, Regen und Sonnenlicht riechen und die durch so viele Menschenhände gewandert sind.

Eines, das zwar gebraucht und abgewetzt ist, vielleicht schon beginnt, auseinanderzufallen, aber das so reich ist an Worten wie kein anderes, das aus allen Nähten platzt vor Erinnerungen. Dieses Buch ist wie mein eigenes Spiegelbild. Und doch sind es nicht die Worte, die letztendlich für mich sinngebend sind, sondern viel mehr das Sich-dabei-Erinnern.

© Teresa Schreibweis Torrents

Die Bilder, die plötzlich vor dem inneren Auge auftauchen, während Du Seite für Seite durch Deine Finger gleiten lässt. Ein Schmunzeln wird sich in Dein Gesicht stehlen, ohne dass Du recht weißt, warum. Bild um Bild wird zu einem Ganzen, als hätten sie nur darauf gewartet, dass Du die einzelnen Teile wieder zusammenfügst.

Begriffe wie Zeit und Ort erscheinen Dir dabei so verschwommen wie unwichtig. Zu viel Information hat sich über die Jahre in Deinem Gedächtnis festgesetzt, als dass Du Dich an solche Dinge zu erinnern vermagst, zumal Zeit und Ort in der Erinnerung eine nur sehr kleine Rolle spielen.

Es ist etwas ganz anderes, was Dein Unterbewusstsein als erinnernswert empfindet und ein Bild davon abspeichert. Es sind Dinge, die Du im eigentlichen Moment vielleicht gar nicht bewusst in Dir aufgenommen hast, die aber gerade deshalb so unwiderruflich ein Teil Deiner Selbst geworden sind.

Andreas © Teresa Schreibweis Torrents

Und während sich die Bilder nun zusammenfügen, wirst Du erkennen, dass sich aus dem Nebel heraus Augen formen. Wunderschöne, strahlende Augen, die Dich so sehr zu fesseln vermögen, wie an dem Tag, an dem Du ihnen begegnet bist. Und wie damals werden sie Dir immer noch etwas melancholisch erscheinen, aufmerksam und beobachtend, sanft und warm, aber gleichzeitig wachsam und misstrauisch und wie damals wirst Du Dich auch jetzt noch in ihrer Tiefe verlieren. Wie von selbst werden Nase und Mund, Wangen, Stirn und Kinn entstehen.

Isa © Teresa Schreibweis Torrents

Es heißt, wenn Zeit vergeht, erinnert man sich nur noch an die schönen Details. Aber ist es nicht viel mehr so, dass man sich mit der Zeit einfach traut, zu erkennen, dass Hässliches oft bloß als Synonym für Markantes benutzt wird? Und dass es gerade diese Unregelmäßigkeiten sind, die eine Person zu einem Individuum, zu etwas Besonderem machen?

So formt Deine Erinnerung ein Bild nach dem anderen, von Menschen, denen Du begegnet bist in Deinem Leben. Die Dich geprägt haben auf ihre besondere Weise, sei es für bloß einen kurzen Augenblick oder eine halbe Ewigkeit. In Deinem Gedächtnis entstehen dabei keine perfekten Bilder der Symmetrie oder Ebenmäßigkeit. Ganz im Gegenteil. Das Wort Schönheit erscheint Dir plötzlich als so entsetzlich ungenau und unzureichend, um damit einen Menschen in seiner Ganzheit erfassen und zu beschreiben vermögen.

Jens © Teresa Schreibweis Torrents

Meine Fotografie beobachtet still und aufmerksam. Sieht den Menschen in all seinen Facetten, ob analog oder digital, in seinen schillerndsten Farben oder in seinen düstersten Grautönen.

Man hat schon oft Fotografien als den Versuch beschrieben, Erinnerung festzuhalten. Wenn ich nun meine Fotografien betrachte, in den Gesichtern dieser Menschen lese, mich von ihnen mitnehmen lasse auf ihrer Reise, ob sie nun traurig sind, glücklich lächeln, verschlossen oder offen sind, so ist es sicherlich auch ein Versuch, Momente für immer festzuhalten.

Erinnerung zu schaffen aus Angst oder aus der Überzeugung heraus, dass sie vergehen werden. Doch das ist nur ein Aspekt und erklärt noch nicht, warum gerade Menschen mich so sehr in ihren Bann ziehen.

Meine Fotografie entsteht aus dem Bedürfnis heraus, den Menschen als etwas wundervoll Vielschichtiges zu beschreiben. Auf diese Weise versuche ich, ihren Charakter und ihre Geschichte auszudrücken und forme letztendlich so auch meine Erinnerung, mein Gedächtnis. Denn ihre Geschichte ist schließlich auch meine Geschichte, ein Teil meiner Selbst.


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Meine Polaroidwelt

26 Oct

Ein Beitrag von: Bastian Kalous

Wie man bei meinen Fotos sieht, bin ich gern und meistens auch lange in der Natur unterwegs. Dass man das Ergebnis bei Polaroids sofort an Ort und Stelle in den bewundern kann, hat nur Vorteile. So sehe ich sofort, ob das Bild so geworden ist, wie ich es gerne hätte. Bildfehler fügen sich meist ungeplant optimal in das Motiv ein.

Außerdem liebe ich es, die Fotos in der Hand zu halten und zu begutachten. Ein weiterer, für mich wichtiger Aspekt ist, dass man sich, bevor man das Foto in der Hand hält, den ein oder anderen Gedanken dazu machen muss. Man kann nicht einfach darauf los schießen und bei Nichtgefallen auf „Löschen“ drücken.

Für meine Foto-Wanderungen bringe ich immer meine Fotoausrüstung mit, die meistens aus drei Kameras besteht. Da wäre zum einen eine SX-70 für Integralfilme wie Time-Zero oder Impossible, eine umgebaute Polaroid Pathfinder 110a für Packfilme wie 669, 665, 664, Chocolate 100 und eine 4×5 Wista Field für die Sheetfilme wie 79, 55, 64. Letztere ist meine Lieblingskamera. Auch wenn es die größte und schwerste ist, man hat so viele verschiedene Fokussierungsmöglichkeiten, die sich super in der Natur einsetzen lassen.

Meine Anregungen beziehe ich zumeist von der mich umgebenden Natur. Ich lasse meinen Gedanken freien Lauf, um in einem Foto eine kleine Geschichte entstehen zu lassen. Gerade hierfür eigenen sich die abgelaufenen Filme hervorragend. Sie geben teilweise ihre eigenen, kleinen „Kommentare“ und lassen so wie durch Magie eine surreale Welt erscheinen – was man darin entdeckt, ist jedermanns Fantasie selbst überlassen.


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Fotos von Sylt, aber nicht meine

04 Nov

Fotos von Sylt

Heute möchte ich Euch ein paar Fotos von Sylt zeigen, die ich zwar nicht selbst fotografiert (ich war noch nie auf Sylt), aber in Lightroom bearbeitet habe. Mein Freund Markus und ich haben nämlich den Brauch, dass er mir immer wieder Fotos aus dem Urlaub mitbringt, die er mir zur Bearbeiten und der Veröffentlichung hier freistellt.

Markus war Anfang Oktober diesen Jahres auf Sylt und hat dort nicht, wie 2009 mit dem Handy, sondern mit seiner neuen Kompaktkamera fotografiert, die auf den Namen Nikon Coolpix S9100* hört. Der Jahreszeit wegen war dort nicht so superviel los, was Markus sehr genossen hat – und sich auch auf den oft menschenleeren Fotos widerspiegelt.

Als ich dieser Tage dann die Bilder von ihm bekam, war ich sofort begeistert und habe mich flugs dran gemacht, diese zu bearbeiten. Um einen einheitlichen Stil zu garantieren, habe ich alle Fotos zunächst im Format 17:9 beschnitten und schwarzweiß konvertiert. Da ich bei Straßenfotos meist quadratisch arbeite, war das eine nette Abwechslung und brachte, im wahrsten Sinne des Wortes, frischen Wind in die Kreativbude.

Doch nun möchte ich keine weiteren Worte über die Hintergründe verlieren, sondern Euch meine Auswahl zeigen. Genießt es, ich freue mich über Euer Feedback.

Fotos von Sylt

Fotos von Sylt

Fotos von Sylt

Fotos von Sylt

Fotos von Sylt

Fotos von Sylt

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Wart Ihr schonmal auf Sylt?

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