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Immer wieder Menschen

14 Mar

Ein Beitrag von: Normen Gadiel

Normalerweise fotografiere ich überwiegend inszenierte Portraits. Vermutlich liegt das daran, dass ich die Unterschiedlichkeit der Menschen sehr interessant finde. In den letzten Monaten hat sich aber immer mehr gezeigt, dass ich unterwegs auch gern Menschen fotografieren möchte – nur eben nicht mehr inszeniert, sondern in Form der Straßenfotogafie.

So richtig begonnen hat es für mich im Jahr 2012 auf dem Melt-Festival. Es ging mir damals nicht darum, die Bands zu fotografieren oder die Meute vor der Bühne. Mein Fokus lag auf Personen, die umherliefen, standen oder tanzten und sich dadurch von der Masse etwas isolierten. Wenn mir dann die Personen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Bewegung oder Ähnlichem aufgefallen sind, wollte ich diesen Moment festhalten.

© Normen Gadiel

Bei der späteren Bearbeitung fand ich diese Bilder sehr ehrlich, da die Personen mich als Fotografen nicht wahrgenommen und somit ihre Haltung und Mimik nicht geändert haben. Durch diese Erfahrung bin ich auf die Idee gekommen, diesen dokumentarischen Stil öfters einzusetzen.

Also habe ich auch im nächsten Jahr meine Kamera wieder eingepackt und bin aufs Melt gefahren. Glücklicherweise habe ich dieses Mal vom Veranstalter einen Fotopass bekommen, was mir die Arbeit dort erleichtert hat.

Keine Kontrolleure, die einen schief angucken, wenn die Kamera etwas größer ist – ach, war das schön. Großen Männern in schwarz, ausgestattet mit einer Neonweste, den Unterschied zwischen Festbrennweite und Zoom-Objektiv zu erklären, konnte ich mir somit ersparen.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Aufgefallen ist mir auch, dass es mich bei der Straßenfotografie kaum interessiert, was andere Fotografen machen. Was nicht bedeuten soll, dass ich mich nicht gern durch Portfolios klicke. Viel mehr ist es so gemeint, dass ich nicht das Gefühl bekomme, Fotograf XY macht richtig gute Fotos und das würde ich so auch gern können.

Die Fotos sind etwas Persönliches, dokumentieren sie doch auch irgendwie mein Leben, den Raum, in dem ich mich bewege und meine Interessen. Alles, was in meine Bilder einfließt, sind die Inspirationen, denen man sich nicht entziehen kann, wenn man Bilder konsumiert. Ein Potpourri aus allem, was ich bisher gesehen habe.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Ich weiß, dass ich erst am Anfang stehe und meinen Blick noch üben muss. Allerdings habe ich jetzt schon einige Schätzchen, auf die ich stolz bin. Immer, wenn ich diese Fotos betrachte, merke ich, wie viel Freude sie mir bringen. Die Fotografie ist ein Medium, das es uns ermöglicht, auch nach Jahren die Erinnerungen zurückzuholen – ich finde das wunderbar.

Letztes Jahr ging es dann für mich nach Italien. Es war mein erster Urlaub, in dem ich wirklich bewusst nach Motiven gesucht habe. Ich habe mir bisher darüber nie Gedanken gemacht, aber warum sollte ich Dinge fotografieren, die schon Abertausende Male von anderen Menschen fotografiert wurden?

Während ich nach einem guten Motiv suche, passiert es oft, dass ich das Auge nicht vom Sucherfenster nehme, um den Augenblick nicht zu verpassen. Ich gebe zu, das mag bescheuert aussehen, aber ein Moment ist manchmal einfach zu kurz, um ihn durch das Ausrichten der Kamera vergehen zu lassen.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Bei diesem Foto bin ich froh, dass ich den Kuss fotografieren konnte, allerdings stören mich die anderen Menschen und der Roller. Der Blickwinkel hätte auch besser sein können. Aber das ist genau die Schwierigkeit bei der Straßenfotografie. Ich denke, dass man eine Art Gespür für Situationen entwickeln muss, um schon vor dem eigentlichen Foto am richtigen Fleck zu stehen.

Da in meinen Fotos der zufällige Moment eine große Rolle spielt und ich nicht bewusst versuche, Missstände aufzuzeigen, habe ich auch kein Problem damit, Menschen ungefragt zu fotografieren. Die entstandenen Fotos sind am Ende nur Abbildungen des mich umgebenden öffentlichen Raumes und der darin enthalten Gesellschaft. Ich finde es wichtig, dass diese Art der Fotografie immer einen Platz haben wird. Scripted reality brauchen wir in der Fotografie nicht.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Auch, wenn viele andere Fotografen ganz bewusst eine kleine, leise und somit unauffällige Kamera für die Straßenfotografie nutzen, macht es mir nichts aus, mit der doch eher klobigen 5D Mark II zu fotografieren. Wobei ich natürlich nichts gegen eine kleine und leise Leica hätte.

Ich werde einfach abwarten, wie sich meine Fotografien entwickeln. Sollte ich irgendwann zu dem Entschluss kommen, dass mich die Kamera aufgrund ihrer Größe daran hindert, Situationen so einzufangen, wie ich es mir vorstelle, dann werde ich mich nach Alternativen umschauen.

Das schöne an Fotos, die einen dokumentarischen Hintergrund besitzen, ist, dass sie sich wie ein Wein verhalten können. Die Fotos werden zwar nicht besser, jedoch steigt ihre Bedeutung im Sinne eines Zeitzeugen und die Fotos werden wertvoller – auch ohne monetären Hintergrund und zumindest für einen persönlich.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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Immer wieder Menschen

13 Mar

Ein Beitrag von: Normen Gadiel

Normalerweise fotografiere ich überwiegend inszenierte Portraits. Vermutlich liegt das daran, dass ich die Unterschiedlichkeit der Menschen sehr interessant finde. In den letzten Monaten hat sich aber immer mehr gezeigt, dass ich unterwegs auch gern Menschen fotografieren möchte – nur eben nicht mehr inszeniert, sondern in Form der Straßenfotogafie.

So richtig begonnen hat es für mich im Jahr 2012 auf dem Melt-Festival. Es ging mir damals nicht darum, die Bands zu fotografieren oder die Meute vor der Bühne. Mein Fokus lag auf Personen, die umherliefen, standen oder tanzten und sich dadurch von der Masse etwas isolierten. Wenn mir dann die Personen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Bewegung oder Ähnlichem aufgefallen sind, wollte ich diesen Moment festhalten.

© Normen Gadiel

Bei der späteren Bearbeitung fand ich diese Bilder sehr ehrlich, da die Personen mich als Fotografen nicht wahrgenommen und somit ihre Haltung und Mimik nicht geändert haben. Durch diese Erfahrung bin ich auf die Idee gekommen, diesen dokumentarischen Stil öfters einzusetzen.

Also habe ich auch im nächsten Jahr meine Kamera wieder eingepackt und bin aufs Melt gefahren. Glücklicherweise habe ich dieses Mal vom Veranstalter einen Fotopass bekommen, was mir die Arbeit dort erleichtert hat.

Keine Kontrolleure, die einen schief angucken, wenn die Kamera etwas größer ist – ach, war das schön. Großen Männern in schwarz, ausgestattet mit einer Neonweste, den Unterschied zwischen Festbrennweite und Zoom-Objektiv zu erklären, konnte ich mir somit ersparen.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Aufgefallen ist mir auch, dass es mich bei der Straßenfotografie kaum interessiert, was andere Fotografen machen. Was nicht bedeuten soll, dass ich mich nicht gern durch Portfolios klicke. Viel mehr ist es so gemeint, dass ich nicht das Gefühl bekomme, Fotograf XY macht richtig gute Fotos und das würde ich so auch gern können.

Die Fotos sind etwas Persönliches, dokumentieren sie doch auch irgendwie mein Leben, den Raum, in dem ich mich bewege und meine Interessen. Alles, was in meine Bilder einfließt, sind die Inspirationen, denen man sich nicht entziehen kann, wenn man Bilder konsumiert. Ein Potpourri aus allem, was ich bisher gesehen habe.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Ich weiß, dass ich erst am Anfang stehe und meinen Blick noch üben muss. Allerdings habe ich jetzt schon einige Schätzchen, auf die ich stolz bin. Immer, wenn ich diese Fotos betrachte, merke ich, wie viel Freude sie mir bringen. Die Fotografie ist ein Medium, das es uns ermöglicht, auch nach Jahren die Erinnerungen zurückzuholen – ich finde das wunderbar.

Letztes Jahr ging es dann für mich nach Italien. Es war mein erster Urlaub, in dem ich wirklich bewusst nach Motiven gesucht habe. Ich habe mir bisher darüber nie Gedanken gemacht, aber warum sollte ich Dinge fotografieren, die schon Abertausende Male von anderen Menschen fotografiert wurden?

Während ich nach einem guten Motiv suche, passiert es oft, dass ich das Auge nicht vom Sucherfenster nehme, um den Augenblick nicht zu verpassen. Ich gebe zu, das mag bescheuert aussehen, aber ein Moment ist manchmal einfach zu kurz, um ihn durch das Ausrichten der Kamera vergehen zu lassen.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Bei diesem Foto bin ich froh, dass ich den Kuss fotografieren konnte, allerdings stören mich die anderen Menschen und der Roller. Der Blickwinkel hätte auch besser sein können. Aber das ist genau die Schwierigkeit bei der Straßenfotografie. Ich denke, dass man eine Art Gespür für Situationen entwickeln muss, um schon vor dem eigentlichen Foto am richtigen Fleck zu stehen.

Da in meinen Fotos der zufällige Moment eine große Rolle spielt und ich nicht bewusst versuche, Missstände aufzuzeigen, habe ich auch kein Problem damit, Menschen ungefragt zu fotografieren. Die entstandenen Fotos sind am Ende nur Abbildungen des mich umgebenden öffentlichen Raumes und der darin enthalten Gesellschaft. Ich finde es wichtig, dass diese Art der Fotografie immer einen Platz haben wird. Scripted reality brauchen wir in der Fotografie nicht.

© Normen Gadiel

© Normen Gadiel

Auch, wenn viele andere Fotografen ganz bewusst eine kleine, leise und somit unauffällige Kamera für die Straßenfotografie nutzen, macht es mir nichts aus, mit der doch eher klobigen 5D Mark II zu fotografieren. Wobei ich natürlich nichts gegen eine kleine und leise Leica hätte.

Ich werde einfach abwarten, wie sich meine Fotografien entwickeln. Sollte ich irgendwann zu dem Entschluss kommen, dass mich die Kamera aufgrund ihrer Größe daran hindert, Situationen so einzufangen, wie ich es mir vorstelle, dann werde ich mich nach Alternativen umschauen.

Das schöne an Fotos, die einen dokumentarischen Hintergrund besitzen, ist, dass sie sich wie ein Wein verhalten können. Die Fotos werden zwar nicht besser, jedoch steigt ihre Bedeutung im Sinne eines Zeitzeugen und die Fotos werden wertvoller – auch ohne monetären Hintergrund und zumindest für einen persönlich.


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Wo immer ich bin

09 Sep

Ein Beitrag von: Charalampos Kydonakis

Ich bin ein Architekt aus Rytymnon, Kreta. Ich fotografiere seit meiner Studienzeit an der Universität, jedoch intensiver seit 2008.

Bei der Frage, warum ich fotografiere, habe ich bisher noch keine sichere Antwort gefunden. Ich bin nicht gut darin, Worte zu verwenden und vielleicht ist die Fotografie ein leichterer Weg für mich, das Konfuse aus meinem Kopf herausfließen zu lassen.

Dirty Harry Charalampos Kydonakis Street Straßenfotografie

Dirty Harry Charalampos Kydonakis Street Straßenfotografie

Eigentlich bin ich von allen Dingen, die mich umgeben, beeindruckt und inspiriert: Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, bin ich durch sie inspiriert. Wenn ich allein herumlaufe, bin ich inspiriert von Fremden, Tieren, der Landschaft und jedem unwichtigen Ding, das mich an an irgendetwas denken lässt.

Ich bin kein Fotograf, ich habe nur, wo immer ich bin, eine Kamera dabei und ich versuche, so viel zu reisen wie möglich. Ich mag es auch, nach der Arbeit anderer zu suchen – das Internet ist eine große visuelle Enzyklopädie, frei zugänglich für jedermanns hungrige Augen.

© Charalampos Kydonakis

Dirty Harry Charalampos Kydonakis Street Straßenfotografie

Das Netz ist voller Müll, doch in diesem enormen fotografischen Müll sind überall Juwelen versteckt und jeden Tag versuche ich, sie zu entdecken.

Die letzten zwei Jahre habe ich unter anderem Unterwasserfotos gemacht. Jedoch wurde meine Kamera nass und muss jetzt aus dem Wasser bleiben. Oder ich muss eine neue Kamera kaufen und solange fotografieren, bis sie nass wird. Wir werden sehen.

Dirty Harry Charalampos Kydonakis Street Straßenfotografie

Dirty Harry Charalampos Kydonakis Street Straßenfotografie

🙂

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel für Euch vom Englischen ins Deutsche übersetzt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Nach Norden, immer wieder

31 Oct

Ein Beitrag von: Werner Bollmann

„Was magst Du denn bloß daran? Da ist es doch immer kalt und nass und so schrecklich einsam und erst die Mücken!“ Tja, wie soll man Menschen, die all diese Ressentiments haben, von seiner großen Liebe überzeugen? Und eine große Liebe ist es nun wahrhaftig, die mich seit so vielen Jahren mit den nordischen Ländern verbindet – mit Schweden, Norwegen und Finnland.

Die Kritiker haben nicht ganz unrecht: Es ist dort meistens wirklich ziemlich kalt und es regnet auch sehr oft. Von den geflügelten Plagegeistern gar nicht zu reden. Und tatsächlich, einsam ist es auch. Ich glaube, was mich an diesen entlegenen Regionen so unglaublich fasziniert, sind eben genau diese Umstände. Es ist alles andere als einfach, dort zu guten Bildern zu kommen.

Papageitaucher

Es ist manchmal sogar ziemlich hart. Die Distanzen, die man im Norden zurücklegen muss, sind riesig, die Witterungsbedingungen stellen Körper und Equipment oft vor echte Herausforderungen, die Tiere leben versteckt und sind in der Regel sehr scheu. Hinzu kommt die majestätische Weite dieser Landschaften, die Monotonie der endlosen Taiga, die brutale Schönheit der kargen Tundra und die grandiose Kulisse der sturmumtosten Küsten.

Man fühlt sich dort klein, unbedeutend und hineingeworfen. Und trotzdem so frei, auf eine ganz eigentümliche Art. Konfrontiert mit sich selbst, mit seinen persönlichen Grenzen, seien sie mental oder physisch. Die Kälte und Dunkelheit der Wintermonate, die irritierende Lichtflut der Mittsommerzeit, wenn an Schlaf gar nicht mehr zu denken ist – das alles mag an Seele und Körper zehren.

Und doch wird gleichzeitig eine ganz große Sehnsucht gestillt. Wer so fühlt, ist zweifelsohne vom „Nordland-Virus“ befallen, einer „Krankheit“, die fast jeden befällt, der einmal dort oben war, im fernen Norden und die einen zeitlebens nicht mehr freigibt.

Steinadler

Die Artenvielfalt im Norden mag nicht groß sein, doch die Vertreter der Fauna, die diese Regionen bevölkern, sind echte „Persönlichkeiten“: Bären, Elche, Adler, Kraniche und Singschwäne, Papageitaucher und Kampfläufer, Auerhähne und Doppelschnepfen. Diese außergewöhnlichen Geschöpfe in ihrem natürlichen Lebensraum zu fotografieren, ist für mich immer wieder Anreiz genug, nach Norden aufzubrechen.

Die meisten von ihnen sind ausgesprochen scheu, so dass es ohne Tarnversteck und großes Teleobjektiv mit Konverter kaum gelingt, sie einigermaßen erkennbar auf’s Bild zu bannen. Manche Tierarten – vor allem Bären und Adler – konnte ich nur mit Hilfe professioneller Anbieter von Fotoansitzen fotografieren.

Diese Tiere hinreichend gut ohne fremde Hilfe fotografieren zu können, dazu fehlte mir definitiv die notwendige Zeit, sofern dieses Vorhaben für einem ortsunkundigen und in Mitteleuropa beheimateten Fotografen überhaupt umsetzbar ist. Vor allem dann, wenn es um spektakuläre Verhaltensweisen oder intime Portraits geht. Doch die meisten Bilder entstanden „irgendwo im Nirgendwo“, auf Wanderungen und Pirschfahrten durch die Wälder oder auf der Tundra.

Siebenstern

Wieder einmal bestätigt sich in diesem Zusammenhang die altbekannte Naturfotografen-Weisheit: Man kann gar nicht oft genug draußen unterwegs sein, irgendetwas Spannendes erlebt man fast immer, wie ich auch in meinem Buch „Nordische Momente“ festgehalten habe.

Die Fotografie aus gemieteten Ansitzen heraus ist in diesen Regionen noch die komfortabelste. Um ohne diese Annehmlichkeiten in Taiga und Tundra erfolgreich zu arbeiten, bedarf es schon einer gewissen Hartnäckigkeit. In vielen Augenblicken muss man die Zähne zusammenbeißen, geduldig bleiben und herbe Rückschläge wegstecken.

Es gab in den letzten Jahren immer wieder Momente, in denen ich einfach nur alles hinschmeißen und nur noch nach Süden, nach Hause, fahren wollte. Als beispielweise der Orkan wochenlang über die Varangerhalbinsel im äußersten Norden Norwegens tobte und gar kein Gedanke daran bestand, ein Tarnzelt am Balzplatz der Kampfläufer aufzubauen. Oder im Februar 2010, als mir beim Fotografieren bei -28°C gleich acht Fingerkuppen abgefroren sind.

Braunbaeren

Auch das Arbeiten in der Taiga im Frühsommer treibt mich jedes Mal wieder an den Rand des Wahnsinns: Wenn man vor einem kleinen Siebenstern liegt, um im Abendlicht eine stimmungsvolle Gegenlichtaufnahme zu machen und man das Motiv vor lauter Stechmücken gar nicht mehr richtig sieht, fragt man sich, warum man sich das alles eigentlich antut.

Dass die fotografische Ausbeute unter solchen Bedingungen in der Regel gering bleibt, lässt die einzelnen Erfolge umso wertvoller erscheinen. Und auch, wenn viele fotografische Vorhaben misslingen, es bleiben doch immer großartige Erinnerungen zurück, an die Begegnungen mit den scheuen Bewohnern des Nordens, an traumhafte Landschaften und einzigartige Lichtstimmungen.

Werner Bollmann in Aktion

Erlebnisse, die ich niemals vergessen und für immer im Herzen tragen werde. Und die mich motivieren, auch in Zukunft wieder dem Ruf des Nordens zu folgen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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