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Posts Tagged ‘Herbst’

Ergebnisse der Leseraktion: Melancholischer Herbst

29 Nov

Vor drei Wochen haben wir – dem Wetter entsprechend – zur Leseraktion „Melancholischer Herbst“ aufgerufen. Ihr seid wieder fleißig unserem Aufruf gefolgt und habt schön grau-in-graue Arbeiten eingereicht. Und wir haben eine Überraschung für die Fotografen unserer fünf Lieblingsbilder!

Da wir am Sonntag die weihnachtliche Zeit mit unseren Adventskalender einläuten (Genaueres dazu erfahrt Ihr morgen, so viel sei schon einmal verraten), wollen wir Euch schon jetzt beschenken. Als Sponsor für fünf vorweihnachtliche Kleinigkeiten konnten wir Kodak Alaris gewinnen.

Kodak Alaris Fotoprodukte
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Larissa Veronesi, Francesco, Daniel, Markus und Chris Hieronimus, die Fotografen der melancholischen Herbstbilder, die bei unserer Auswertung in der Redaktion die meisten Liebhaber gewinnen konnten, dürfen sich jeweils über einen Gutschein im Wert von 50 € freuen, den wir ihnen in den nächsten Tagen zukommen lassen werden.

Diesen können sie im Kodak Sofort-Service einlösen. Das heißt: Fotobuch, Kalender oder andere Drucksachen mit der Kodak Create@Home Software gestalten, auf einem Stick mit ins nächste Partnergeschäft nehmen, dort auf Fotopapier ausdrucken und ggf. binden lassen – mitnehmen. Viel Spaß damit!

© Llarissa Veronesi

Larissa Veronesi schrieb:

Das Bild entstand diese Woche bei mir im Dorf um die Ecke. Ich finde, es wirkt dadurch besonders melancholisch, dass hier noch vor wenigen Wochen ein Feld mit Sonnenblume stand, während an den Bäumen der Streuobstwiesen noch die Äpfel hingen. Jetzt dominiert der graue Nebel. Das Foto ist out of cam, nur einen leichten Stich ins Gelbe habe ich entfernt.

 

© Francesco

Francesco schrieb:

Zum Thema passend ein Selbstportrait, aufgenommen mit einer Camera Obscura auf Schwarzweiß-Negativfilm. Das entwickelte Filmmaterial wurde dann mit einem Scanner digitalisiert.

Im Vergleich zum goldenen Herbst bringt der trübe Herbst meist Müdigkeit und miese Laune mit sich. Die Tage sind kürzer und der dichte Nebel verschleiert den Ausblick. Alles wird grau, kalt und nass und der Winter steht vor der Tür. Mein Selbstporträt soll zum Nachdenken anregen und verkörpert meine Haltung gegenüber der Jahreszeit.

 

© Daniel

Daniel schrieb:

Es war einer dieser Herbstage, an denen die eigene Stimmung zum Wetter passt. Grau, kalt, ungemütlich. Ideale Bedingungen also für ein Bild zum Thema und so zog ich mit der Kamera los. Schlosspark, planlos. Nachdem ich eine ganze Weile im Park herumgestiefelt war und mein Ideen-Strohhalm „Parkbänke“ sich als wenig fruchtbar erwiesen hatte, war ich eigentlich schon auf dem Heimweg, als ich irgendwo Vogelgeschrei hörte.

Ich blickte mich um und sah Krähen (oder zumindest das, was ich dafür halte) um einen kahlen Baum kreisen. Traummotiv. Ein kurzer Hauch auf die Frontlinse verstärkt die fast schon mystische Atmosphäre, lässt die einrahmenden Bäume wie im Nebel stehend wirken.

 

© Markus

Markus schrieb:

Das Foto „dead memories“ entstand in einem Wald, in dem ich immer gern spazieren ging. Heute fand ich ihn zum Teil gerodet vor. Die Szenerie erschien mir, als würde die Schneise der Verwüstung nur bis zum Nebel reichen und die Bäume, die von ihm bedeckt wurden, blieben von der Abholzung verschont. Es dauert aber nicht mehr lange, bis der Nebel verschwindet. Der Stumpf ihres abgeschlagenen Bruders mahnt sie des nahenden Endes.

 

© Chris Hieronimus

Chris Hieronimus schrieb:

Der Wald war da, bevor es mich gab und er wird wohl noch da sein, wenn es mich schon lange nicht mehr gibt. Er strahlt eine Beständigkeit aus, die ein Mensch zwar kaum zu fassen vermag, wir aber dennoch allezeit zu erreichen suchen. Im Bestreben, etwas Bleibendes zu schaffen, zu machen, zu wirken, zwischen den Augenblick leben und nach Idealen zu streben. Damit die Welt mit uns nicht so aussieht wie die Welt ohne uns.

Es war ziemlich kalt im Wald, aber eine Freundin von mir hat tapfer durchgehalten, während ich, Kamera auf dem Stativ, Auslöser in der Hand, mehrmals länger belichtete und sie dabei komisch wirkende Bewegungen machen ließ. Zuletzt noch ein kurz belichtetes Bild mit Blitz und es ging zurück ins Warme. Entwickelt in Lightroom, mehrere Fotos in Photoshop übereinander geblendet und aufeinander abgestimmt.

~

Weil uns noch mehr Eurer Arbeiten sehr gut gefallen haben, zeigen wir Euch noch fünf weitere Bilder, die in der Redaktion mehrere Freunde gefunden haben. Sozusagen unsere „lobenden Erwähnungen“:

© Daniel Book

Daniel Book schrieb:

Ich wollte in den Wald gehen, da ich zum Fotosmachen meistens in den Wald gehe, weil es hier viel Wald gibt und ich Wald mag… Gestartet bin ich heute morgen gegen neun in Wuppertal-Beyenburg und habe mich dann vier Stunden lang durch den Wald geschlagen, dabei habe ich ca. 50 Bilder gemacht, was für meine Verhältnisse inzwischen doch eine ganze Menge ist.

Interessanterweise wurden die meisten der Bilder sehr bunt und trotz Mistwetter ziemlich freundlich. Eventuell hat dies mit meiner Laune zu tun, die sich in der Regel immer sehr hebt, sobald ich mal für einen Tag raus kann und Zeit zum Fotografieren habe. Da das Bild ja aber (leider!) am selben Tag hochgeladen werden muss, also dieses in schwarzweiß, zum einen weil ich für die Nachbearbeitung in Farbe mehr Zeit benötigt hätte, zum anderen, weil es meiner Meinung nach doch recht gelungen ist und zum Thema passt.

Zum Entstehungsprozess: Aufgenommen habe ich vier Bilder mit jeweils unterschiedlicher Belichtungszeit. Zu Hause habe ich dann die Bilder in Photoshop CS2 übereinandergelegt, den Kontrast bearbeitet und schließlich noch beschnitten.

 

© fahnfotografie

fahnfotografie schrieb:

Gestern war ich mit einem Freund im Wald unterwegs. Es war recht grau, auch ein wenig verregnet und ich hatte schon Angst, dass die Aufnahmen nichts werden könnten. Aber gerade diese Faktoren brachten diesem Bild eine ganz besondere Stimmung. Passend zum Thema: Melancholischer Herbst.

 

© Robert Mehlan

Robert Mehlan schrieb:

Ein einsames Boot, das am Steg liegt. Die Luft warm, obwohl es 2. November ist. Die Wellen plätschern dahin. Eigentlich fühlt es sich nach Sommer an. Aber es ist Herbst und das jeden Tag mehr und mehr.

 

© Julia Wengenroth

Julia Wengenroth schrieb:

Für dieses Foto hatte ich nicht wirklich ein Konzept. Es musste alles ganz schnell gehen, denn fünf Minuten später standen wir schon mitten in einem heftigen Wolkenbruch. Das Bild habe ich lediglich in schwarzweiß konvertiert, viel nachbearbeiten musste ich nicht.

 

© bene

bene schrieb:

Bin die letzten Tage mal extra früh aus dem Haus gegangen, um Nebelbilder zu machen. Nebel gibt es hier am Rhein tatsächlich öfter. Da ihr ja die Mainzer Theodor-Heuss-Brücke schon von Herrn Weber habt, dachte ich, wähle ich ein anderes Motiv für diese Leseraktion.

Das Vorgehen: Ich bin einfach am Rhein entlang und habe verschiedene Motive getestet (Bilder davon finden sich in meinem Fotostream). Letztlich hat mir das Bild von oben am besten gefallen. Ich habe ein wenig die Sättigung hochgeschraubt und einen bestimmten Ausschnitt gewählt.

~

Wir freuen uns, dass Ihr Euch wieder so zahlreich auf unsere Idee eingelassen und mitgemacht habt. Und natürlich, dass wir Kodak Alaris dafür gewinnen konnten, fünf von Euch die Zeit zwischen melancholischem Herbst und weißer Weihnacht zu versüßen!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Mach mit! Leseraktion: Melancholischer Herbst

03 Nov

Die bunten, goldenen Herbsttage neigen sich schon wieder dem Ende entgegen. Jetzt zeigt die Jahreszeit sich von ihrer tristen Seite. Mit Regen, Matsch, Kälte, Grau in Grau. Wir finden: Auch daraus kann man großartige Fotos machen.

Um den Herbst von seiner weniger geliebten, aber ebenso interessanten Seite zu zeigen, möchten wir mit Euch gemeinsam Fotos sammeln. Davon, wie der Herbst jetzt aussieht: Grau und melancholisch, vielleicht nasser als uns allen lieb ist, aber ebenso Teil des Laufes der Natur.

Zeigt uns also den Herbst von seiner nachdenklichen Seite. Vielleicht minimalistisch, vielleicht in der Großstadt, vielleicht auf den matschigen Wiesen oder im kahler werdenden Wald. Sucht Euch ungewöhnliche Blickwinkel, neue Herangehensweisen, ausgefallene Konzepte.

Ablauf und Regeln

  • Macht ein Foto zum Thema „Melancholischer Herbst“. Bitte erstellt ein neues Bild für die Aktion und verwendet nicht eines aus Eurem Archiv.
  • Schreibt bis zum Samstag, den 23. November, einen Kommentar mit Link zu Eurem Foto unter diesen Aufruf.
  • Schreibt dazu in wenigen Sätzen etwas zu Eurem Bild. Zum Beispiel: Wie seid Ihr vorgegangen? Hattet Ihr ein Konzept? Was habt Ihr nachbearbeitet? Bilder ohne Beschreibung werden nicht berücktsichtigt.
  • Mit dem Kommentar stimmst Du einer möglichen Veröffentlichung auf kwerfeldein.de zu.
  • Am 30. November präsentieren wir unsere Auswahl Eurer Ergebnisse, hier auf kwerfeldein.

Wir wünschen Euch viel Spaß dabei, den melancholischen Herbst festzuhalten und sind sehr gespannt auf Eure Arbeiten!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Ich freue mich auf Herbst & Winter

28 Sep

Ich fotografiere gern – egal, bei welchem Wetter. Ob brechend heiß, schwül oder bei Regen – egal. Doch auf eines freue ich mich immer ganz besonders: Die kalten Monate des Jahres. Eine Ode an Herbst und Winter.

Seitdem ich mir angewöhnt habe, jeden Tag ein wenig zu fotografieren, drängt es mich auch täglich nach draußen. Mir fehlt direkt etwas, wenn ich morgens den nicht Auslöser gedrückt und mindestens eine halbe Stunde in Lightroom an den Bildern rumgefrickelt habe. Seither weiß ich auch die Vor- und Nachteile unterschiedlichen Wetters zu schätzen.

Bei knalligem, direktem Sonnenlicht bekommen die Karlsruher Straßen einen ganz besonderen Reiz, ich spiele gern mit Schatten und harten Kontrasten. Wenn es regnet, hüpfe ich ins Auto und integriere die an der Frontscheibe herunterkullernden Wasserkugeln ins Bild.

Bei Gegenlicht bin ich sowieso voller Freude, da ich dann mit Silhouetten die Menschen von der Sonne umzeichnen lassen kann. Zu später oder früher Stunde belichte ich bis zu einer achtel Sekunde aus der Hand und so versinken Menschen in der Bewegungsunschärfe, während die Architektur scharf bleibt.

Und so weiter und so fort.

Doch meine Freude am Fotografieren bekommt ein extra Sahnehäubchen, wenn es draußen kühler wird, die Menschen mit Schals und schwarzen Mänteln zur Arbeit laufen. Dann, wenn eigentlich niemand raus will, aber einem drinnen die Decke auf den Kopf fällt. Dann – und ich kann gar nicht begründen, warum – geht es mir innerlich richtig gut.

Ich freue mich auf Wälder voller Nebel, den Schnee auf den Straßen (wenn er denn liegen bleibt) und auf die Farben des Herbstes. Da ich nur schwarzweiß fotografiere, werde ich das Herbstrot ganz ohne Kamera genießen, was der Sache meines Erachtens keinen Abbruch tut.

Ich freue mich darauf, jeden Tag ein bisschen davon festzuhalten, wie sich die Menschen frierend und bibbernd an ihren Schirmen festhalten und ihr Atem als Rauch gen Himmel steigt. Glühwein, Einkaufen, Mützen tragen – das volle Programm. Das eigentlich Schaurig-Düstere nehme ich oft gar nicht als solches wahr, sondern entwickle da eine Freude dran, die mir (zugegeben) teilweise selbst etwas suspekt ist.

Doch so bin ich nunmal, die heißen Monate haben mich schon von der Kindheit her nie so interessiert, wie der kalte November, in dem auch mein Geburtstag liegt. Meine sonnenempfindliche Haut, der Hang zu melancholischer Musik, all das hängt eng verwoben zusammen.

Dass ich mit meiner Vorliebe für Herbst und Winter nicht ins Klischee eines strandverliebten Deutschen passe, ist mir schon klar. Das ist mir aber herzlich egal. Ich werde wieder viele neue Fotos machen und den Auslöser genau so oft drücken wie im Sommer.

Da ich mich innerlich zu den kalten Monaten hingezogen fühle, ist auch das Fotografieren im Winter für mich eine Freude. Ich weiß, das klingt widersprüchlich, ist es aber in meinen Augen (durch meinen Sucher) nicht. Dazu ein paar Beispiele:

Bei Regen tragen viele Menschen Schirme. Und Menschen mit Schirmen finde ich zeitlos und interessant. Außerdem addiert dieses Element Aufmerksamkeit. Auf einem Foto mit Schirm schaue (ich zumindest) erst zum Schirm, denn es ist eine vertraute, schöne Form.

Regen auf dem Boden ist eine perfekte Vorlage für ein Spiegel-Bild. Jetzt muss nur noch eine Person durchs Bild laufen und der Hintergrund einigermaßen passen. Perfekt.

Nebel ist am frühen Morgen, wenn die Studenten in Karlsruhe zur Uni radeln (oder rennen) für mich Gold wert. Wenn andere sagen “och nö, alles grau und neblig draussen”, denke ich: “Geil.” Insbesondere mit schwarzweiß bringt Nebel immer eine ganz eigene Stimmung mit sich, die ich häufig in einem Foto nochmal verstärken kann, wenn ich die Farbdimension herausnehme. Selbiges gilt auch für reine Landschaftsaufnahmen, beispielsweise, wenn eine sich schlängelnde Straße im Nichts verschwindet.

Bei Schnee kann ich (ähnlich wie bei Regen) mich einfach in ein Auto oder eine Bahn setzen und die Schneeflocken als natürliche “Dust & Scratches” benutzen, um die Bilder etwas trashiger zu gestalten.

Weiter ergibt sich durch das viele Weiß ein natürlicher Kontrast zu den herumwuselnden Menschen, die oft in dunklen Kleidern durch den Schnee stapfen.

In der Landschaft kann ich Bäume mittels Schnee von der Umgebung etwas “isolieren” (siehe Bild ganz oben) und auch so kann ein und die selbe Landschaft mit Schnee bedeckt einen komplett anderen Charakter haben als im Sommer.

Das sind nun ein paar wild herausgegriffene Aspekte, die das Fotografieren im Herbst und Winter für mich so verlockend machen. Ich werde die kommende Zeit dazu nutzen, möglichst viele Fotos zu machen. Und ich freue mich drauf. Ich freue mich auf Herbst und Winter.


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
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