RSS
 

Posts Tagged ‘Fotobücher’

Die 5 Fotobücher des Monats

29 Mar

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Freundinnen und Freunde des gedruckten Bandes, es ist wieder soweit. Gefühlte hundert neue Fotobücher haben große und kleine Verlage auf den Markt geworfen. Man mag es kaum glauben, aber das alles durchzugucken ist Arbeit! Allerdings eine tolle – oder gar: Die beste?
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die 5 Fotobücher des Monats

Posted in Equipment

 

Die 5 Fotobücher des Monats

01 Mar

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

In den letzten Wochen habe ich mich mit Designer-Kollegen über den wohlbekannten Satz „Print ist tot“ unterhalten. Dabei fiel mir auf, dass Bildbände alles andere als irrelevant geworden sind. Insbesondere dann, wenn es echte Unikate sind, die in der Herstellung einer besonderen Behandlung unterzogen wurden.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die 5 Fotobücher des Monats

Posted in Equipment

 

Die 5 Fotobücher des Monats

01 Feb

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Wenn ich etwas liebe, dann ist es die Fotografie. Doch die Liebe wäre nur halb so stark, gäbe es keine Fotobücher. Diese klobigen, sperrigen und oft schweren Teile, die in der immer papierloseren Welt oft nur im Weg stehen, geben mir so viel.

Ich halte sie gern in der Hand, schließe die Augen und rieche daran. Lausche dem leisen Zupfen der Blätter, wenn ich sie unter meinem Daumen durchfallen lasse. Vor diesen Werken habe ich Respekt, denn ich weiß, dass darin vor allem eines steckt: Harte Arbeit.

Mein Blick über die Neuerscheinungen des Fotobuchmarktes hatte es in den letzten vier Wochen leicht, denn viele an der Zahl waren es nicht. Und trotzdem fand ich fünf Bände, die mein Fotografenherz höher schlagen lassen (mein Gott klingt das kitschig).

 

Ein altes Ehepaar liegt sich in den Armen.

1. The Lovers*

Liebe hält meistens nicht sehr lange – ein Großteil aller (Ehe-)Paare geht nach kurzer oder langer Zeit wieder getrennte Wege. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir die Menschen so beneiden, die es geschafft haben, gemeinsam alt zu werden – und sich immer noch lieben.

Als die in England lebende Fotografin Lauren Fleishman alte Liebesbriefe ihres Großvaters an die Großmutter fand, die er während des Zweiten Weltkriegs verschickt hatte, war sie betroffen. Für Fleishman war dies eine Begegnung mit ihrem Großvater, mit der sie nicht gerechnet hatte. Sie beschloss, das Thema anzugehen und verbrachte die nächsten sechs Jahre damit, glückliche alte Paare zu fotografieren.

Im Nachrichten-Magazin The Telegraph verriet die Fotografin, worauf sie beim Fotografieren achtete: Fleishman war es nicht wichtig, die Paare gemäß ihres Alters, sondern gemäß ihrer Liebe zu fotografieren. Und zwar so, wie Mann und Frau sich selbst rezipierten.

Der Bildband „The Lovers“ ist mit seinen 176 Seiten demnach nicht nur ein Manifest der Liebe, sondern auch der Treue.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Schilt Publishing
Größe: 22,9 x 17,8 cm
Preis: 35,62 €

 

Vier Kinder stehen auf einem Feld.

2. Lindsay Morris: You are YOU*

Ein Ausdruck der Liebe und Annahme ist auch „You are YOU“ der Fotografin Lindsay Morris, die in Zusammenarbeit mit Kehrer eine Kickstarter-Initiative initiierte, um die Produktion eines Bildbandes zu ermöglichen, der sich mit geschlechtsvarianten Kindern beschäftigt.

Morris besuchte die Kinder auf einem Sommercamp, das dem Thema der geschlechtlichen Freiheit gewidmet war. Dort blühten die Kinder in der von Akzeptanz geprägten Umgebung auf, ohne Angst vor Mobbing haben zu müssen.

Der Bildband enthält 82 Farbabbildungen eines liebevollen Projekts, mit dem die Fotografin ein bis heute in vielen Teilen der Welt als Tabu behandeltes Thema besprechen und zur Auseinandersetzung damit einladen möchte.

Was an „You are YOU“ so spannend ist, hat mit dem Alter der jungen Menschen zu tun, womit sich das Projekt deutlich von anderen abhebt. Über Transgender-Erwachsene wird heute oft berichtet, aber bereits Kinder erleben sich häufig anders, als es von ihnen stillschweigend erwartet wird.

So wirbt die Fotografin mit dem erfolgreich gecrowdfundeten Band vor allem für eines: Verständnis für geschlechtsvariante Kinder als Teil unserer Gesellschaft.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
Verlag: KEHRER Heidelberg
Größe: 28,6 x 1,7 x 28,7 cm
Preis: 39,90 €

 

Cover des Buchtitels

3. Small Things in Silence*

Für die Freunde des Minimalistischen wird dieser Blickfang eine wahre Freude sein: Masao Yamamoto, einer der bedeutendsten Fotografen Japans veröffentlicht mit „Small Thinks in Silence“ ein zusammenfassendes Werk seiner bisherigen Arbeit.

Die Bildsprache Yamamotos erstreckt sich im Rahmen des monochromem Sepias vom Aktportraits über Landschaften bis hin zur Tierfotografie. Jedoch bedient sich der Künstler nie gängiger Kompositionen, Ausdrucksmöglichkeiten oder Techniken.

Yamamoto ist bekannt dafür, Malerei und Fotografie miteinander zu vermischen, indem er selbst entwickelte Drucktechniken (er färbt seine Bilder unter anderem mit Tee) einsetzt. Das Ergebnis ist eine höchst delikate Angelegenheit, die, wie Yamanoto sagt, Erinnerungen hervorrufen soll.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 28. Februar 2015 (schon lieferbar)
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Editorial RM
Größe: 25,1 x 2,2 x 31 cm
Preis: 38,95 €

 

Eine Frau sitzt mit einem Jungen am Tisch und isst.

4. Bruce Davidson: In Color*

Wenn es einen Straßenfotografen gibt, der mich 2013 mit seinem eigenwilligen Stil erreicht hat, dann ist es Bruce Davidson. Selten hat mich ein Buch so „geplättet“ wie sein unerreichtes Werk „Subway“.

Davidson, Magnum-Fotograf und 81 Jahre alt ist kein bisschen müde geworden. Nun publizierte er mit Gerhard Steidl eine Art Retrospektive seiner Arbeiten in Farbe. Das 29 x 29 cm große Prachtstück enthält unbekanntere Farbfotografien aus 65 Jahren fotografischer Arbeit, die jedoch für den Werdegang von Davidson prägend und entscheidend waren – und immer noch sind.

„Schwarzweiß ist meine Frau, Farbe sind meine Kinder“, sagte Davidson 2014 in einem Interview zu dieser Publiaktion – und machte seine komplexe Beziehung zu beiden Ausdrucksformen deutlich.

Die 263 Seiten und die Größe des Buches sprechen eine deutliche Sprache: Nein, „Bruce Davidson: In Color“ ist kein Heftchen, das einmal durchgeblättert im Schrank verstauben wird. Es wird schwer sein und alle beeindrucken, die den Davidsonschen Stil mögen. Dringende Empfehlung.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 31. Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 263 Seiten
Verlag: Steidl Verlag
Größe: 2,5 x 30,5 x 29,8 cm
Preis: 67,46 €

 

Zwei Hände fassen ein Buch mit einem Auge darauf.

5. Ed Templeton: Wayward Cognitions*

Schon vor Monaten wurde ich von meinem Bürokollegen Mitch auf den professionellen Skater, „der auch ein richtig guter Fotograf ist“, aufmerksam gemacht: Ed Templeton. Mit „Wayward Cognitions“ präsentiert dieser nicht seine erste Publikation.

Der Band enthält wichtige Aufnahmen aus einer Zeitspanne von über 20 Jahren, die Templeton selbst entwickelt hat. Und nicht nur das: Auch das Gesamtkonzept und Design hat der ’72 in Kalifornien geborene Skater übernommen. Wie sagt man dazu? Ein Styler durch und durch.

Auf 160 Seiten präsentiert Templeton nun sein fotografisches Werk, das von der Spontaneität und der Achtsamkeit des Fotografen im Alltag lebt. „Wayward Cognition“ kommt dabei ganz ohne erklärende Bildunterschriften aus und appeliert so an die Fantasie der Betrachter.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 31. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Um Yeah Press
Größe: 2,5 x 21 x 27,9 cm
Preis: 33,17 €

 

Habe ich einen Band vergessen? Welcher der fünf hat es Euch angetan? Oder wollt Ihr etwa gleich alle haben? Erzählt es mir.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die 5 Fotobücher des Monats

Posted in Equipment

 

Die 5 Fotobücher des Monats

04 Jan

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Liebe Leser, es vergeht kein Monat, in dem nicht eine Vielzahl neuer Fotobücher auf dem Markt erscheint. Und wie Ihr wisst, empfehlen wir einmal pro Monat fünf Foto-Bände, die es uns angetan haben. Auf geht’s in die erste Runde 2015.

Die vergangenen vier Wochen war auf dem Buchmarkt der Fotografie nicht gerade der Teufel los, was mir aber nichtsdestotrotz die Auswahl nicht gerade leicht gemacht hat. Leichter ist auch mein Geldbeutel geworden, aber als besessener Fotoband-Süchtling komme ich nicht umher, regelmäßig zuzuschlagen (#firstworldproblems).

Warum? Weil Fotobücher für mich eine fotografische Intensität und Nähe bieten, die kein Bildschirm der Welt ersetzen kann. Aus diesem Grund bin ich eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Bänden. Wie dem auch sei, hier ist nun meine Auslese, mein cream of the crop. Viel Vergnügen.

 

Cover des Buches Group f/64

1. Group F.64*

Die junge Fotografie-Studentin Mary Street Alinder lernte 1967 das Fotografen-Kollektiv um Ansel Adams, Dorothea Lange und Edward Weston auf einem Workshop in Oregon kennen. Es handelt sich um die Gruppe „f/64“ und das Zusammentreffen hatte weitreichende Folgen: Alinder arbeitete für den Rest von Adams’ Leben für ihn.

Nun hat die Autorin die erste allumfassende und deshalb historisch so bedeutende Biografie publiziert, die vor der Gründung beginnt und bis zum Verfall der Gruppe reicht. Die Umsetzung des Buches dauerte 16 Jahre lang – f/64 selbst existierte wohlgemerkt nur 8 Jahre.

Jedoch wusste die Autorin, dass es sich lohnen würde. Denn niemand hatte ein solch umfassendes Verständnis der Geschichte der zwischenmenschlichen Verhältnisse der (damals revolutionären) Gruppe wie Mary Street Alinder. Und damit ist diese Biografie wohl das Beste, was es zur Geschichte eines der bedeutendsten Foto-Kollektive des 20. Jahrhunderts gibt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 1. Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Bloomsbury
Größe: 16,7 x 3,5 x 24,1 cm
Preis: 24,95 €

 

Buchcover des Titels Horn Please

2. Horn Please*

Die Autobahnen Indiens gleichen denen Europas nicht die Spur. Und das ist kein Zufall. Denn für viele Inder ist der Lastwagen, mit dem sie unterwegs sind, wie eine zweite Heimat – die selbstverständlich auch nach Heimat aussehen soll. Das fiel auch dem amerikanischen Fotografen Dan Eckstein auf.

Eckstein reiste insgesamt 10.000 Kilometer durch die Bundesstaaten Indiens, um diesem merk-würdigen Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Was er vorfand, war und ist eine breitgefächerte Palette an Ausdrucksformen der künstlerischen Verzierung von Automobilen, die als individueller Ausdruck der Besitzer gilt.

Die Eckstein ebenso in großartiger Manier am Steuer fotografierte und herausfand, warum welcher Wagen wie geschmückt und verziert ist, denn häufig finden sich auch die von der Familie angebeteten Gottheiten auf den Lastwagen. Der Ausdruck „Horn Please“ steht übrigens auf fast jedem Gefährt und ist Ausdruck einer gewissen Lockerheit, die wir in Deutschland mit großer Sicherheit verloren haben. Oder niemals hatten.

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat, sich aber unsicher über die fotografische Kompetenz des Fotografen ist, kann auf dessen Projektseite zum Buch einen (meiner Meinung nach) ausreichenden Vorgeschmack bekommen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: powerHouse Books
Größe: 25,1 x 2,4 x 30,6 cm
Preis: 36,81 €

 

Buchcover des Titels Segregation Story von Gordon Parks

3. Segregation Story*

Der amerikanische Fotograf Gordon Parks (1912 – 2006) sagte, er hätte die Kamera deshalb benutzt, weil sie seine Waffe war gegen die Dinge, die er am meisten hasste: Rassismus, Intoleranz und Armut. 1944 war Parks der einzige schwarze Fotograf, der für die Vogue arbeitete und ab 1948 festangestellt beim LIFE Magazine.

Im Jahr 1956 veröffentlichte letztgenanntes Magazin einen Artikel mit Aufnahmen Parks, der, im Gegensatz zu den erwarteten Fotos von Straßenkämpfen und Konflikten, das von der Rassentrennung bestimmte Alltagsleben der afro-amerikanischen Menschen zeigte. Und nun wird es spannend.

Denn was nun folgt, hat schon Maier’sche Züge: Sechsundzwanzig Aufnahmen wurden im LIFE-Artikel veröffentlicht, von den restlichen Beständen der Negative wurde bis nach Parks’ Tod geglaubt, sie wären verloren gegangen. 2011 wurden jedoch insgesamt siebzig Aufnahmen gefunden, die Parks unter dem Namen „Segregation Story“ aufbewahrt hatte.

Diese werden aktuell in Amerika ausgestellt und auch in einem von Steidl produzierten Buch präsentiert. Wer also bis heute noch nichts von Gordon Parks gehört hat: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das zu ändern. Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis der Preis des Buches steigt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 5. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Steidl
Größe: 29,4 x 1,6 x 25,7 cm
Preis: 35,00 €

 

Buchcover des Titels Melting Away

4. Melting Away*

Wir wissen es alle, doch eine richtige Vorstellung davon haben wir eigentlich nicht. Gletscher schmelzen, verursacht durch globale Erderwärmung. Und eine Frau, Camille Seaman, sorgt dafür, dass das Halbwissen in visueller Form endlich ergänzt wird. Und das nicht erst seit gestern.

Jahrelang fotografierte Camille Seaman nun Eisberge in Polarregionen der Welt. Dabei erfährt sie ganz persönlich die Einzigartigkeit der Erde und ihre Beziehung als Mensch zu ihr. Diese Erfahrung möchte sie mit Betrachtern teilen.

Beziehung, das ist ein großes Wort bei Seaman. Sie ist dafür bekannt, dass sie in jedem einzelnen Eisberg eine Persönlichkeit sieht, die nicht getrennt von seiner Umwelt lebt, sondern mit ihr kommuniziert. So ist der Ansatz der Fotografin, Eisberge wie Menschen zu portraitieren, keine Überraschung.

Nun mag das alles „schön und gut“ sein, doch es garantiert noch lange keine guten Fotos. Allerdings hat die Fotografin mit „Melting Away“ nicht ihren ersten Auftritt. In unterschiedlichen TED-Talks berichtete und präsentierte sie in eindrucksvoller Art ihre Aufnahmen, die New York Times und auch die Printausgabe des TIME Magazines berichteten kürzlich über ihre Bilder.

Wem auch das nicht reicht, der darf sich gern auf ihrer Webseite überzeugen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: Princeton Architectural Press
Größe: 20,3 x 2,5 x 31,8 cm
Preis: 33,95 €

 

Buchcover des Titels In Her Kitchen

5. In Her Kitchen*

Der Name Gabriele Galimberti wird wohl nur den wenigsten Lesern etwas sagen, was nicht bedeutet, dass der italienische Fotograf nicht trotzdem schon einmal in Euren Köpfen war. Natürlich nicht physisch, aber mit seinen Bildern, denn erst im März des letzten Jahres sorgte er mit „Photos of Children from Around the World and Their Favorite Things“* – für ordentlich Furore.

Nun ist es wieder soweit und der vielreisende Italiener hat ein weiteres Buch produziert, das sich ebenfalls der Diversität unseres Erdballs widmet. Das gegenwärtige Thema sind Großmütter und ihre von Kindern und Enkeln heißgeliebten Kochkünste.

Inspiriert von der guten Küche seiner eigenen besuchter er Großmütter in aller Welt und zwar nicht in zehn, nicht zwanzig, sondern sechzig Ländern dieser Erde. Diese fotografierte er in seiner inhärent sachlichen Manier, ließ sich bekochen und nahm die Rezepte gleich mit.

Herausgekommen ist ein vorzügliches Buch, das sowohl Fotografinnen und Fotografen, als auch denen Freude bereiten wird, die sich von ihrer Oma gern verwöhnen lassen. Und zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Buch, der anders ist als ewartet.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 11. November 2014
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Clarkson Potter
Größe: 23,6 x 2,4 x 23,7 cm
Preis: 22,82 €

 

Wie auch beim letzten Mal hoffe ich, dass für alle etwas dabei war. Falls Euer kürzlich erschienener Lieblingsband nicht in meiner Auswahl ist, lasst es mich wissen, in den Kommentaren ist Platz dafür. Ich kann wie gesagt nie genug von Fotobüchern bekommen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die 5 Fotobücher des Monats

Posted in Equipment

 

Die 5 Foto-Bücher des Monats

04 Jan

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Liebe Leser, es vergeht kein Monat, in dem nicht eine Vielzahl neuer Fotobücher auf dem Markt erscheint. Und wie Ihr wisst, empfehlen wir einmal pro Monat fünf Foto-Bände, die es uns angetan haben. Auf geht’s in die erste Runde 2015.

Die vergangenen vier Wochen war auf dem Buchmarkt der Fotografie nicht gerade der Teufel los, was mir aber nichtsdestotrotz die Auswahl nicht gerade leicht gemacht hat. Leichter ist auch mein Geldbeutel geworden, aber als besessener Fotoband-Süchtling komme ich nicht umher, regelmäßig zuzuschlagen (#firstworldproblems).

Warum? Weil Fotobücher für mich eine fotografische Intensität und Nähe bieten, die kein Bildschirm der Welt ersetzen kann. Aus diesem Grund bin ich eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Bänden. Wie dem auch sei, hier ist nun meine Auslese, mein cream of the crop. Viel Vergnügen.

 

Cover des Buches Group f/64

1. Group F.64*

Die junge Fotografie-Studentin Mary Street Alinder lernte 1967 das Fotografen-Kollektiv um Ansel Adams, Dorothea Lange und Edward Weston auf einem Workshop in Oregon kennen. Es handelt sich um die Gruppe „f/64“ und das Zusammentreffen hatte weitreichende Folgen: Alinder arbeitete für den Rest von Adams’ Leben für ihn.

Nun hat die Autorin die erste allumfassende und deshalb historisch so bedeutende Biografie publiziert, die vor der Gründung beginnt und bis zum Verfall der Gruppe reicht. Die Umsetzung des Buches dauerte 16 Jahre lang – f/64 selbst existierte wohlgemerkt nur 8 Jahre.

Jedoch wusste die Autorin, dass es sich lohnen würde. Denn niemand hatte ein solch umfassendes Verständnis der Geschichte der zwischenmenschlichen Verhältnisse der (damals revolutionären) Gruppe wie Mary Street Alinder. Und damit ist diese Biografie wohl das Beste, was es zur Geschichte eines der bedeutendsten Foto-Kollektive des 20. Jahrhunderts gibt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 1. Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Bloomsbury
Größe: 16,7 x 3,5 x 24,1 cm
Preis: 24,95 €

 

Buchcover des Titels Horn Please

2. Horn Please*

Die Autobahnen Indiens gleichen denen Europas nicht die Spur. Und das ist kein Zufall. Denn für viele Inder ist der Lastwagen, mit dem sie unterwegs sind, wie eine zweite Heimat – die selbstverständlich auch nach Heimat aussehen soll. Das fiel auch dem amerikanischen Fotografen Dan Eckstein auf.

Eckstein reiste insgesamt 10.000 Kilometer durch die Bundesstaaten Indiens, um diesem merk-würdigen Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Was er vorfand, war und ist eine breitgefächerte Palette an Ausdrucksformen der künstlerischen Verzierung von Automobilen, die als individueller Ausdruck der Besitzer gilt.

Die Eckstein ebenso in großartiger Manier am Steuer fotografierte und herausfand, warum welcher Wagen wie geschmückt und verziert ist, denn häufig finden sich auch die von der Familie angebeteten Gottheiten auf den Lastwagen. Der Ausdruck „Horn Please“ steht übrigens auf fast jedem Gefährt und ist Ausdruck einer gewissen Lockerheit, die wir in Deutschland mit großer Sicherheit verloren haben. Oder niemals hatten.

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat, sich aber unsicher über die fotografische Kompetenz des Fotografen ist, kann auf dessen Projektseite zum Buch einen (meiner Meinung nach) ausreichenden Vorgeschmack bekommen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: powerHouse Books
Größe: 25,1 x 2,4 x 30,6 cm
Preis: 36,81 €

 

Buchcover des Titels Segregation Story von Gordon Parks

3. Segregation Story*

Der amerikanische Fotograf Gordon Parks (1912 – 2006) sagte, er hätte die Kamera deshalb benutzt, weil sie seine Waffe war gegen die Dinge, die er am meisten hasste: Rassismus, Intoleranz und Armut. 1944 war Parks der einzige schwarze Fotograf, der für die Vogue arbeitete und ab 1948 festangestellt beim LIFE Magazine.

Im Jahr 1956 veröffentlichte letztgenanntes Magazin einen Artikel mit Aufnahmen Parks, der, im Gegensatz zu den erwarteten Fotos von Straßenkämpfen und Konflikten, das von der Rassentrennung bestimmte Alltagsleben der afro-amerikanischen Menschen zeigte. Und nun wird es spannend.

Denn was nun folgt, hat schon Maier’sche Züge: Sechsundzwanzig Aufnahmen wurden im LIFE-Artikel veröffentlicht, von den restlichen Beständen der Negative wurde bis nach Parks’ Tod geglaubt, sie wären verloren gegangen. 2011 wurden jedoch insgesamt siebzig Aufnahmen gefunden, die Parks unter dem Namen „Segregation Story“ aufbewahrt hatte.

Diese werden aktuell in Amerika ausgestellt und auch in einem von Steidl produzierten Buch präsentiert. Wer also bis heute noch nichts von Gordon Parks gehört hat: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das zu ändern. Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis der Preis des Buches steigt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 5. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Steidl
Größe: 29,4 x 1,6 x 25,7 cm
Preis: 35,00 €

 

Buchcover des Titels Melting Away

4. Melting Away*

Wir wissen es alle, doch eine richtige Vorstellung davon haben wir eigentlich nicht. Gletscher schmelzen, verursacht durch globale Erderwärmung. Und eine Frau, Camille Seaman, sorgt dafür, dass das Halbwissen in visueller Form endlich ergänzt wird. Und das nicht erst seit gestern.

Jahrelang fotografierte Camille Seaman nun Eisberge in Polarregionen der Welt. Dabei erfährt sie ganz persönlich die Einzigartigkeit der Erde und ihre Beziehung als Mensch zu ihr. Diese Erfahrung möchte sie mit Betrachtern teilen.

Beziehung, das ist ein großes Wort bei Seaman. Sie ist dafür bekannt, dass sie in jedem einzelnen Eisberg eine Persönlichkeit sieht, die nicht getrennt von seiner Umwelt lebt, sondern mit ihr kommuniziert. So ist der Ansatz der Fotografin, Eisberge wie Menschen zu portraitieren, keine Überraschung.

Nun mag das alles „schön und gut“ sein, doch es garantiert noch lange keine guten Fotos. Allerdings hat die Fotografin mit „Melting Away“ nicht ihren ersten Auftritt. In unterschiedlichen TED-Talks berichtete und präsentierte sie in eindrucksvoller Art ihre Aufnahmen, die New York Times und auch die Printausgabe des TIME Magazines berichteten kürzlich über ihre Bilder.

Wem auch das nicht reicht, der darf sich gern auf ihrer Webseite überzeugen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: Princeton Architectural Press
Größe: 20,3 x 2,5 x 31,8 cm
Preis: 33,95 €

 

Buchcover des Titels In Her Kitchen

5. In Her Kitchen*

Der Name Gabriele Galimberti wird wohl nur den wenigsten Lesern etwas sagen, was nicht bedeutet, dass der italienische Fotograf nicht trotzdem schon einmal in Euren Köpfen war. Natürlich nicht physisch, aber mit seinen Bildern, denn erst im März des letzten Jahres sorgte er mit „Photos of Children from Around the World and Their Favorite Things“* – für ordentlich Furore.

Nun ist es wieder soweit und der vielreisende Italiener hat ein weiteres Buch produziert, das sich ebenfalls der Diversität unseres Erdballs widmet. Das gegenwärtige Thema sind Großmütter und ihre von Kindern und Enkeln heißgeliebten Kochkünste.

Inspiriert von der guten Küche seiner eigenen besuchter er Großmütter in aller Welt und zwar nicht in zehn, nicht zwanzig, sondern sechzig Ländern dieser Erde. Diese fotografierte er in seiner inhärent sachlichen Manier, ließ sich bekochen und nahm die Rezepte gleich mit.

Herausgekommen ist ein vorzügliches Buch, das sowohl Fotografinnen und Fotografen, als auch denen Freude bereiten wird, die sich von ihrer Oma gern verwöhnen lassen. Und zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Buch, der anders ist als ewartet.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 11. November 2014
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Clarkson Potter
Größe: 23,6 x 2,4 x 23,7 cm
Preis: 22,82 €

 

Wie auch beim letzten Mal hoffe ich, dass für alle etwas dabei war. Falls Euer kürzlich erschienener Lieblingsband nicht in meiner Auswahl ist, lasst es mich wissen, in den Kommentaren ist Platz dafür. Ich kann wie gesagt nie genug von Fotobüchern bekommen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die 5 Foto-Bücher des Monats

Posted in Equipment

 

Die 5 Fotobücher des Monats

07 Dec

Liebe Leute, wir haben uns etwas einfallen lassen. Und zwar werden wir zur Abwechslung ab sofort jeden Sonntag ein Special der besonderen Art publizieren, das nicht so ein Riesengewurschtel Chaos wie die browserFruits darstellt.

Vier Themen werden wir uns annehmen, für Euch das Interessanteste herausfiltern und in kwerfeldein-Manier aufbereiten. Der jeweils erste Sonntag im Monat widmet sich Foto-Bänden, für die ich, Martin, zuständig bin.

Wisst Ihr eigentlich, wie viele Fotobücher jeden Monat erscheinen? Ich jedenfalls habe aufgehört, zu zählen, denn es sind sehr, sehr viele. Da ich selbst leidenschaftlicher Fotoband-Sammler bin und ständig nach Neuerscheinungen auf dem Markt forsche, wird es von meiner Seite einmal im Monat fünf Empfehlungen geben. Heute beginnen wir mit…

 

Cover des Buches Nicholas Nixon: The Brown Sisters

1. Nicholas Nixon: The Brown Sisters*

Im Oktober dieses Jahres machte ein Foto-Projekt im Netz die Runde und weckte die Neugier von Tausenden Menschen. Es handelte sich dabei um vierzig Aufnahmen von vier Schwestern, die nicht direkt nacheinander gemacht wurden, sondern jährlich.

Der Fotograf war Ehemann einer der vier Schwestern und machte aus dem ersten Schnappschuss kurzerhand ein Jahresprojekt, das nach vierzig Jahren nicht zum ersten Mal gekürt wird. Ebenfalls erhältlich ist es in einem Band zum 25.* und zum 33.* Jahresjubiläum.

Das vierzigste Jahr ist für dieses Projekt ein Meilenstein, denn: Die Serie ist noch lange nicht zu Ende. Zu beachten ist jedoch: Wer oben auf die beiden anderen publizierten Bände geklickt und etwas genauer hingesehen hat, wird den Preis nicht übersehen haben. Die Nixon-Bücher haben das Talent zum teuren Sammlerstück und so haben sich heute investierte 25 € (man achte an dieser Stelle auch auf den Verlag: das MoMA) in zwanzig Jahren vielleicht schon vervierfacht.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 3. November 2014
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
Verlag: Museum of Modern Art
Größe: 1,3 x 29,2 x 24,1 cm
Preis: 25 €

 

Darstellung des Buches Vogue: Das Kleid im offenen Schuber

2. Vogue: Das Kleid*

So manche Leser werden sich fragen, ob es sich bei diesem Buch um Mode oder um Fotografie handelt. Nun, es ist beides. Insgesamt 100 Jahre Modegeschichte verleihen dem Kleid den historischen Kontext, in dem es von diversen Fotografen für die Vogue in Szene gesetzt wurde.

Namen wie der deutschstämmige Horst P. Horst, Cecil Beaton oder Mario Testino werden im Buch nicht nur genannt, sondern ihre fotografische Aufarbeitung des Themas ist Teil des Programms. Die aufwändige Buchgestaltung mit silberner Folienprägung und schwarzem Schuber verleiht dem Buch auch haptisch eine exquisite Note.

Natürlich ist dieses Buch prädestiniert für Portrait-Fotografen und Menschen, die einen persönlichen Bezug zur Mode haben. Denn nur die werden tief in den Gelbeutel greifen – 79 € ist kein Preisknaller, jedoch handelt es sich hier mitnichten um ein schmales Taschenbuch.

Informationen zum Buch

Veröffentlichtung: 10. November 2014
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Prestel
Größe: 28,7 x 5,1 x 36,8 cm
Preis: 79 €

 

Cover des Buchs Survey von Stephen Shure

3. Stephen Shore: Survey*

Stephen Shore hat die Farbfotografie beeinflusst wie nur wenige andere. Er war wie William Eggleston einer der ersten, die sich weigerten, das der Kunst verschriebene Schwarzweiß zu benutzen und machte somit den Farbfilm auch außerhalb der Mode- und Werbefotografie salonfähig.

Auch hier im Magazin hielt eine Ikone Shores Einzug: Der rote Bulli. Auch mir hat es der Klassiker „Uncommon Places“ angetan und meine Begeisterung für Shores unaufgeregte Bildästhetik lässt sich kaum in Worte fassen.

„Survey“ vereint mit über 250 Abbildungen die Gesamtkarriere des amerikanischen Fotografen und ist daher vor allem für Neugierige interessant, die sich bisher nicht mit Shore befasst haben. Es befinden sich darin die wichtigsten Werke, die sich über sechs Jahrzehnte von 1960 bis 2014 erstrecken; bisher kaum ausgestellte Monochrom-Arbeiten sind ebenfalls abgebildet. Also auch ein Tipp für Kenner der amerikanischen Nicht-Dramatik.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: November 2014
Verlag: Aperture/Fundación MAPFR
Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Größe: 24,9 x 3,5 x 31,2 cm
Preis: 39,95 €

 

Ausschnitt des Covers von Photographers’ Sketchbooks

4. Photographers’ Sketchbooks*

Willkommen zum hässlichsten Cover eines Fotobuches, das es jemals gegeben hat. Nun, vielleicht nicht das hässlichste, jedoch sollten Betrachter (in diesem Falle) nicht vom Äußeren auf das Innere schließen. Denn das, was das Buch behinhaltet, ist so großartig, dass ich nicht widerstehen konnte, es mir sofort zu kaufen.

Was dieses Buch herausragend macht, ist die Herangehensweise, mit der es sich Zugang zum Allerpersönlichsten verschiedener Künstler verschafft. Nämlich nicht in erster Linie mittels Fotos, sondern Notizenbüchern. Nein, nicht nur Designer haben ständig ein Moleskine zum Kritzeln dabei, auch Fotografen arbeiten damit.

„Photographers’ Sketchbooks“ sind neben Notizen und Zeichnungen von Magnum-Größen wie Peter von Agtmael, Jim Goldberg und Trent Parke auch Vorarbeiten und Geschriebenes von Künstlern wie Michael Wolf, Saul Leiter und Martin Klimas. Vollgekritzelte Kontaktabzüge, in Schreibkladden eingeklebte Fots und Aufnahmen vor dem Shooting machen dieses Buch eine unendliche Inspirationsquelle für Interessierte.

Übrigens ist einer der beiden Autoren des Buches im Netz nicht unbekannt. Es handelt sich um Bryan Formhals, den einige bestimmt von Twitter oder seinem leider nicht mehr aktiven Magazin kennen dürften.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 13. Oktober 2014
Verlag: Thames & Hudson
Gewicht: 1,9 kg
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Preis: 35,74 €

 

Ausschnitt des Covers vom Bildband Dennis Stock: Time Is On Your Side

5. Dennis Stock: Time Is On Your Side*

Dennis Stock war ein Mitglied der Agentur Magnum Photos — volles Mitglied war er ab 1954 — dessen Name eher selten fiel, obwohl Stock zu den bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit gehörte. Er fotografierte eines der meistgedruckten Portraits seiner Zeit und jeder wird es kennen: James Dean, mit Kippe im Mundwinkel und durchnässtem Mantel am verregneten Times Square in New York City.

In zahlreichen Publikationen veröffentlichte er neben Hollywood-Schauspielern auch die hohe Riege der Jazz-Musiker, die er fotografiert hat. Heute bekannt ist sein von der Kamera verdecktes Gesicht aus einem Portrait, das Andreas Feininger 1951 von ihm erstellte.

Ende Oktober erschien unter dem Titel „Time Is On Your Side“ ein großer Band mit insgesamt 100 Schwarzweiß-Abbildungen von 1950 bis in die 1970er Jahre im Verlag Prestel. Der Band begleitet eine Ausstellung im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum, die vom 30. Oktober 2014 bis zum 25. Januar 2015 geöffnet ist.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 27. Oktober 2014
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Prestel
Größe: 24 x 2,4 x 28 cm
Preis: 45 €

 

Zum Abschluss noch zwei Bücher, die es nicht in die ausführliche Auswahl geschafft haben, aber dennoch sehenswert sind. Zum einen „People Of The 21st Century“*, das sich der Konformität von Kleidungsstilen annimmt und zum anderen wohl der kurioseste Band des Monats, der manchen Lesern Kopfschmerzen bereiten könnte: „Forgotten Brains of the Texas State Mental Hospital“.

Ich hoffe, dass Ihr heute füngdig geworden seid – Fotobände sind übrigens auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Falls Ihr Empfehlungen zu Neuerscheinungen auf dem Fotobuch-Markt habt, schreibt mir eine E-Mail. Danke!

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die 5 Fotobücher des Monats

Posted in Equipment

 

10 Fotobücher unter 10 Euro

04 Nov

Fotobände müssen nicht immer teuer sein. Es gibt auch wunderbare, günstige Schätze, die einen tollen Einblick in die Arbeiten bekannter Fotokünstler geben. Wir haben zehn Tipps zusammengesucht: Von alten Meistern wie August Sander und Henri Cartier-Bresson bis hin zu zeitgenössischen Fotografen wie Martin Parr.

Wir hoffen hier ist für jeden etwas dabei. Und wer noch weitere tolle günstige Fotobücher kennt, kann unsere Sammlung gern in den Kommentaren erweitern.

The Polaroid Book

Nicht nur für Sofortbildfans eine Inspiration: „The Polaroid Book“* versammelt eine Auswahl der Polaroid Collection, die dadurch entstand, dass die Firma Polaroid kostenlos Material an Künstler schickte und im Gegenzug ausgewählte Werke für ihre Sammlung erhielt. Im Zuge der Insolvenz wurde 2010 ein Großteil bei Sotheby’s versteigert.

Das Buch erschien jedoch bereits 2008 und zeigt die unglaubliche Vielfalt der Sofortbildfotografie. Vertreten sind auch einige große Namen wie Robert Mapplethorpe, Ansel Adams, Helmut Newton oder Robert Frank.

Die Hardcover-Ausgabe ist dreisprachig (Englisch, Deutsch, Französisch) angelegt und versammelt auf 351 Seiten 254 Fotografien von 203 verschiedenen Künstlern. Es ist im Verlag Taschen erschienen und kostet 9,99 €.

the polaroid bookBuchcover: August Sander, Antlitz der Zeit

August Sander: Antlitz der Zeit

Ein Buch, das ohne Hintergrund nicht unbedingt funktioniert, aber wenn man diesen hat, ist es großartig! „Antlitz der Zeit“* von August Sander zeigt beeindruckende Portraits von Menschen des 20. Jahrhunderts. Sander suchte für jede Berufsgruppe einen Menschen, der diese am besten repräsentiert.

Und was für Typen das sind! Wunderbare Charaktergesichter, in einzigartigen Schwarzweiß-Fotografien festgehalten. Der Lehrer, der Boxer, der Tapezierermeister, die Arbeiterfamilie, der Industrielle – sie alle und viele weitere finden sich in dem Band wieder. Auf 144 Seiten gibt es 60 Portraits zu entdecken.

Das Buch enthält ein schönes Vorwort von Alfred Döblin. Es ist mit etwa 19 x 14 cm recht klein, kostet dafür aber auch nur 6,95 €.

Josef Heinrich Darchinger: Wirtschaftswunder

In „Wirtschaftswunder“* lässt der Fotograf Josef Heinrich Darchinger die Zeit zwischen 1952 und 1967 in tollen Farbaufnahmen wieder auferstehen. Wer selbst die Zeit nach dem Krieg miterlebt hat, fühlt sich wahrscheinlich gleich zurückversetzt und für alle anderen ist es ein Stück Geschichte, die alles andere als langweilig ist.

VW-Käfer, Storck-Automaten, Strümpfe stopfen und Picknicks im Grünen – aufgenommen hat Darchinger die Fotos auf Reportagereisen quer durch die junge Bundesrepublik mit seiner Leica.

Die Hardcover-Ausgabe ist im Verlag Taschen erschienen und umfasst 208 Seiten. Es enthält 140 Farb- und 55 Schwarzweiß-Fotos. Der Preis beträgt 9,99 €.

Cover: WirtschaftswunderCover: Martin Parr

Martin Parr

Martin Parr kombiniert Kunst und Dokumentarfotografie. Er erfasst die Tücken des Lebens in der Gemeinde und die Probleme und Absurditäten der Konsumgesellschaft.

Unzählige Bücher sind von ihm bereits erschienen. Der Band „Martin Parr“* ist einer der günstigeren mit 9,90 €. Er erschien im Verlag Phaidon im Taschenbuchformat. Auf 128 Seiten finden sich 55 Farbaufnahmen. Das Buch bietet einen guten Einstieg in das absurde Parr-Universum.

Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke

„Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke“* heißt unsere nächste Empfehlung. Eingeleitet wird das Taschenbuch von einem 12-seitigen Text des Fotografen selbst, in dem er über seine Arbeit und den entscheidenden Augenblick schreibt. Danach folgen die wohl bekanntesten Aufnahmen des französischen Schwarzweiß-Künstlers.

Das Buch ist mit etwa 19 x 14,5 cm recht klein, bietet jedoch einen tollen ersten Einblick in die Arbeiten von Henri Cartier-Bresson und ist mit 6,95 € sehr günstig. Erschienen ist das Taschenbuch im Verlag Schirmer Mosel.

Cover: Henri Cartier-BressonCover: Paris von Eugene Atget

Eugène Atget: Paris

Eugène Atget fotografierte und dokumentierte Paris und dessen Vororte zwischen 1888 und 1927. Häuser, Straßen, Schaufenster und Parkanlagen – Atget sammelte innerhalb von 40 Jahren an die 10.000 Ansichten von Paris, die mehr als bloße Dokumentationen sind. Die Aufnahmen haben eine starke Ästhetik und oft schwingt eine leichte Surrealität mit.

Im großformatigen Bildband „Atget. Paris“* sind einige seiner besten Aufnahmen versammelt. Dazwischen gibt es viele Texte (dreisprachig: Deutsch, Englisch, Französisch) über den Künstler, seine Arbeit und das alte Paris. Erschienen ist das Buch im Verlag Taschen und kostet 9,99 €.

Karl Blossfeldt

Karl Blossfeldts Aufnahmen zeigen die Schönheit der Natur. Seine Fotos entstanden eigentlich als Unterrichtsmaterial. Die Fotografie war für ihn nur ein Werkzeug, dennoch gilt er mit seinen ästhetischen Stillleben von Pflanzen in der Fotografie als Vertreter der Neuen Sachlichkeit.

44 der schönsten Pflanzenportraits finden sich im Buch „Alphabet der Pflanzen“*, eingeleitet mit einem Text des Literaturwissenschaftlers Gert Mattenklott. Es erschien im Verlag Schirmer Mosel und kostet 6,95 €.

Cover: Karl BlossfeldtCover: Man Ray

Man Ray

Man Ray ist unbestritten einer der originellsten Künstler des 20. Jahrhunderts und eröffnete dem Surrealismus mit der Fotografie ein neues Medium. Seine Aktstudien, Modefotos und Portraits schlugen ein neues Kapitel in der Geschichte der Fotografie auf.

Die Monografie „Man Ray“* aus dem Verlag Taschen versammelt sowohl die legendären wie auch die weniger bekannten Motive Man Rays. Das Buch kostet 9,99 €.

Edward S. Curtis

Über 30 Jahre lang reiste der Fotograf Edward Sheriff Curtis durch Nordamerika, um das Wesen und die Traditionen der Ureinwohner des Landes in Wort und Bild festzuhalten. Mehr als jeder andere Forscher oder Künstler prägt Curtis bis heute unsere Vorstellung von den nordamerikanischen Ureinwohnern.

Das Buch „Edward S. Curtis“* zeigt seine eindrucksvollsten Fotografien und beschreibt außerdem sein eigenes Lebensabenteuer, das ihn nicht nur in die Weite der Prärien, sondern auch in die Filmstudios von Hollywood führte. Erschienen ist es im Verlag Taschen mit einem großen Format von etwa 31 x 25 cm. Der Band kostet 9,99 €.

Cover: Edward S. CurtisCover: Meisterwerke der Fotografie

Meisterwerke der Fotografie

In „Meisterwerke der Fotografie“* finden sich 150 Fotografien. Für (fast) jedes Jahr seit Entdeckung der Fotografie ein Bild. Zu jedem Foto gibt es einen kurzen Text, der die Besonderheiten des Fotos und seine Entstehung beschreibt. Zusammen mit der Einleitung und der Bibliografie ist dieser Band ein kleines Kompendium der Fotografiegeschichte.

Es ist im Verlag Reclam erschienen und hat das typische Format der kleinen gelben Reclambücher, die man vor allem noch aus Schulzeiten kennt. Das kleine Format lässt es zu einer wunderbaren Reiselektüre werden. Gerade lag der Preis noch genau bei 10 €, nun ist er wieder auf 12 € geklettert. Das Buch ist jedoch so toll, dass wir es nicht übers Herz bringen, es von unserer kleinen Liste zu streichen.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 10 Fotobücher unter 10 Euro

Posted in Equipment

 

Cinebook Fotobücher: Ein Testbericht

12 Mar

Vielleicht seid Ihr ja auch schon einmal auf den relativ neuen Service Cinebook aufmerksam geworden. Ich glaube, es war bisher eine der wenigen Facebook-Werbungen, auf die ich geklickt hatte. Nach dem Klick landete ich auf einer ziemlich schick und übersichtlich gemachten Seite.

Als dann plötzlich ein kleines Chatfenster aufploppte, in dem ich begrüßt und gefragt wurde, ob man mir helfen könne, war meine Begeisterung erst einmal flöten. So etwas wirkt auf mich immer etwas – nun ja – merkwürdig. Aber …

0f

… nachdem sich herausstellte, dass am anderen Ende wirklich ein freundlicher Mensch sitzt, der meine Fragen beantwortet, scheute ich mich nicht zu fragen, ob ich den Service für kwerfeldein testen dürfte. Zwei Minuten später hatte ich einen Gutscheincode in meinem Postfach. Ich habe selten so eine nette und unkomplizierte Kommunikation mit einem Unternehmen geführt. Allein dafür gibt es schon einmal Pluspunkte.

0e

Und so kann ich Euch heute das Ergebnis meines Tests vorstellen. So viel sei vorweg verraten: Der erste positive Eindruck hat mich nicht getäuscht. Das Endergebnis – und das ist es ja, was zählt – ist über jeden Zweifel erhaben.

~Das einzige Manko, das ich feststellen konnte, war die Software, mit der man die Bücher erstellt. Adobe-Air-Applikationen sind generell nicht mein Fall. Ich weiß zwar nicht, wie sich solche Software auf aktuellen Windows-Systemen anfühlt, aber auf meinem (zugegebenermaßen in die Jahre gekommenen) Mac fühlt es sich immer so an, als wäre mein Kopf schon drei Schritte weiter als die Software. Laaa-haaam. Und das nervt ein wenig.

Neben der Langsamkeit stört das etwas fummelige genaue Ausrichten von Fotos. Auch die Formatierung der Schrift ist nicht gerade optimal gelöst. An dieser Stelle muss aber unbedingt erwähnt werden, dass man auch PDFs und InDesign-Dateien beim Bestellprozess hochladen kann. Das macht die Sache mit Sicherheit wesentlich komfortabler und vor allem individueller. Um diesen Test aber „massenkompatibler“ zu machen, hatte ich mich entschlossen, die Cinebook-Lösung zu nutzen.

0g

Das Programm an sich lehnt sich optisch an Lightroom an und erklärt sich eigentlich von selbst. Nachdem man sich für ein Format entschieden hat, kommt man direkt zum Editor. Links ist ein Dateibrowser, darunter sieht man die im oben ausgewählten Ordner vorhandenen Fotos.

Diese kann man wie üblich automatisch oder manuell platzieren. Dafür gibt es jede Menge verschiedene Seiten-Vorlagen, die rechts am Fenster hinter einem kleinen Symbol versteckt sind. Diese lassen sich aber auch noch editieren.

0i

Das ist alles nichts Weltbewegendes und ich setze an dieser Stelle einfach voraus, dass der geneigte Leser bereits Erfahrungen mit solchen Programmen gesammelt hat.

Einen Tag nach der Bestellung des Buchs flatterte schon die Bestätigung in mein Postfach: Mein Buch wäre fertig für den Versand. Einen weiteren Tag später wurde das Buch auch schon geliefert. Das nenne ich mal schnell! Ein wenig aufgeregt nestelte ich nervös am Karton und riss selbigen, ähnlich wie ein Kind seine Weihnachtsgeschenke öffnet, einfach auf.

SONY DSC

Jedes Buch wird in einem edlen, schwarzen Geschenkkarton geliefert. Darin schlummert das gute Stück in einer exakten Schaumstoffaussparung. An der Seite ragt ein kleiner Filmstreifen heraus, mit dem man das Buch hervorholen kann. Ich hatte die Option Softskin Cover gewählt. Das fühlt sich nicht nur toll an, sondern gibt dem Cover auch einen edlen, matten Glanz.

Die Fotos werden auf echtem, 0,16 mm dickem Fuji Crystal Echtfotopapier ausbelichtet. Im Endeffekt sind die Seiten dann inklusive Kleber 0,34 mm dick. Toll. Die Bindung ist eine spezielle Leporello-Bindung, durch die der sonst oft störende Mittelfalz praktisch nicht mehr vorhanden ist. Sehr schön, wenn man Fotos über beide Seiten platziert hat.

SONY DSC

Cinebook beschreibt das so:

Um das Beste erreichen zu können, stellen wir einen kompromisslos hohen Anspruch an unsere Premium-Fotobuch-Qualität. Deine Bilder verdienen die höchste Brillanz, Farbechtheit und Langlebigkeit. Cinebooks werden deswegen, anders als gedruckte Fotobücher, auf echtem Fotopapier ausbelichtet. Da das ohne störenden Falz möglich ist, kannst Du Deine Bilder in der gesamten Breite des Buches zeigen. Panorama-Feeling pur.

Für uns hört es aber bei der Ausbelichtung nicht auf. Zu einem Premium-Fotobuch-Erlebnis gehört ebenso die Haptik. Überzeugen die einzelnen Seiten durch die seidenmatte Oberfläche des echten Fotopapiers und sein charakteristisches Relief, wartet das Hardcover deines Cinebooks mit edler Softskin-Oberfläche auf.

Und das Beste: Fotobücher von Cinebook werden stets in einer hochwertigen Geschenk-Box geliefert. So bleibt Dein Cinebook immer gut geschützt, die Qualität erhalten und jedes Öffnen wird zu einem besonderen Erlebnis.

SONY DSC

Es ist wirklich eine wahre Freude, das Buch zu betrachten und durchzublättern. Allein die Dicke des gewählten Papiers vermittelt eine sehr hohe Qualität. Aber all das hat natürlich auch einen Haken: Der Spaß ist leider nicht billig. Es gibt vier verschiedene Formate, die mit folgenden Preisen zu Buche schlagen:

Cinema: 28 x 19 cm, ab 49,95 €
Lookbook: 21 x 28 cm, ab 54,95 €
Close-Up: 28 x 28 cm, ab 69,95 €
Widescreen: 42 x 28 cm, ab 89,95 €

Das sind im Vergleich zur Konkurrenz bestimmt keine Schnäppchen. Ich habe bisher aber auch kein Fotobuch in der Hand gehabt, das an diese Qualität herangekommen wäre. Lediglich Blurb würde ich noch als ähnlich gut ansehen. Da sind die Seiten aber wesentlich dünner und auch die Leporello-Bindung fehlt.

Wer also ein qualitativ wirklich hochwertiges Buch sucht, sollte sich überlegen, ob er nicht den einen oder anderen Euro mehr ausgeben möchte. Gerade, wenn man das Buch vielleicht zu einem speziellen Anlass verschenken möchte. Oder wenn man die tollen Fotos der eigenen Hochzeit in einem Buch verewigen möchte. Bei Cinebook lohnt es sich in jedem Fall.

Könnte ich Sterne vergeben, gäbe es 4,5 von 5 schicken, glänzenden Sternchen. (Das halbe Sternchen Abzug wegen der etwas hakeligen Software.)

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Cinebook für die insgesamt schnelle und unkomplizierte Abwicklung!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Cinebook Fotobücher: Ein Testbericht

Posted in Equipment