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Posts Tagged ‘Erde’

Wir verlosen: Das Salz der Erde und Genesis

31 Oct

Heute gibt es einen kleinen Artikel außerhalb der Reihe: Eine Verlosung für Euch. Zu gewinnen gibt es deutschlandweit einlösbare Kinofreikarten, Filmplakate und einen großartigen Bildband. Neugierig? Dann lest weiter.

Sebastião Salgados Bilder haben unseren Blick auf die Welt geformt. 40 Jahre lang dokumentierte er die Welt im Wandel und fotografierte dabei internationale Konflikte, Kriege und ihre Folgen: Hungersnöte, Vertreibung und unglaubliches Leid. Am Ende seiner seelischen Kräfte suchte er sich eine neue Aufgabe: „Genesis“.

Für dieses Fotoprojekt reiste er acht Jahre lang durch die Welt, um die letzten Naturräume, die dem Zugriff unserer modernen Zivilisation noch entgangen sind und die Menschen und Tiere, die in ihnen leben, fotografisch festzuhalten. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Sagaldo zeigt in Genesis paradiesische Orte unserer Erde. Eine Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

Filmplakat: Das Salz der ErdeBuchcover: Genesis

Der Film „Das Salz der Erde“ gibt Einblick in das Leben und die Arbeit Salgados. Aus der Perspektive zweier Regisseure entstand der beeindruckende Dokumentarfilm. Einer ist der Filmemacher Wim Wenders, der seit Langem großer Bewunderer von Salgados Fotokunst ist. Der zweite ist Salgados Sohn, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete.

Wir freuen uns, pünktlich zum heutigen Kinostart gleich zwei mal zwei Kinokarten inklusive zwei Filmplakaten verlosen zu können. Und wer die Karten bereits hat oder aus irgendeinem Grund nicht ins Kino kann, der freut sich vielleicht über den tollen Bildband „Genesis“* aus dem Verlag Taschen.

Mehr über den Film könnt Ihr auf der Webseite oder der Facebook-Fanpage erfahren. Information über den Bildband gibt es beim Verlag Taschen.

Um zwei der Kinokarten zusammen mit einem Plakat oder den Bildband zu gewinnen, schreibe einen Kommentar mit Deinem Wunschgewinn unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provisiton, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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Die Erde ist eine Vase

10 Apr

Konstantin Voronov, 29 Jahre alt, lebt in seiner Heimatstadt Moskau, wo er am Institut für zeitgenössische Kunst unterrichtet hat. Neben seinen Stillleben, die ich Euch heute vorstellen möchte, fotografiert er auch Portraits von Menschen und Tieren sowie Landschaften mit und ohne Sternenhimmel.

Seine Natures Mortes interpretieren das Genre außergewöhnlich modern und minimalistisch. Er arbeitet mit Naturmaterial und simpel geformten Vasen. Am liebsten mag ich die surrealen Kompositionen, in denen das Rund der Welt auf ein Kugelobjekt reduziert wird, auf dem Gefäße waghalsig balancieren oder Feuer als Geber und Nehmer des Lebens auftritt.

Konstantin arbeitet aber auch mal mit klassischen Vanitasmotiven und überbordenden Kompositionen. Oder er baut schlichtweg dekorative Arrangements mit dynamisch ausgeleuchteten Ästen und anderen charismatischen Gegenständen als Protagonisten. Oder er interpretiert einfach mal eines der berühmtesten Albumcover der Musikgeschichte neu.

Hier ist also jemand am Werk, der sich einerseits eine spannende eigene Handschrift in einem schon sehr alten Genre erarbeitet hat und andererseits immer wieder aus seiner eigenen Formsprache ausbricht und mit erfrischend neuen Ideen den Staub aufwirbelt.

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov© Konstantin Voronov

Wenn Euch diese Arbeiten des Russen gefallen, seien Euch seine Webseite sowie seine Portfolios bei deviantART, 500px und Flickr ans Herz gelegt, in denen er seine Arbeiten mit Schwerpunkt auf unterschiedlichen Genres zeigt.


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Virtuell unter die Erde

23 Jan

Ein Beitrag von: Matthias Martin

Mit meinem Wechsel von der Film- zur Digitalfotografie im Jahr 2009 und den neuen Möglichkeiten, die sich daraus ergaben, entwickelte ich eine Leidenschaft für besonders großformatige Bilder: Panoramen mit mehreren Hundert Megapixeln bis hin zu vollständigen Kugelpanoramen.

Im Sommer des vergangenen Jahres traf diese Technik auf meine Höhlenbegeisterung. Bereits seit einigen Jahren erkunde ich Höhlen in Baden-Württemberg sowie im französischen Jura. Und natürlich fotografiere ich auch unter der Erde.

An einem schönen Tag nach einer erfolgreichen Höhlentour entstand bei einem kühlen Weizen die Idee, einen virtuellen Höhlenrundgang zu erstellen. Gesagt, getan. Inzwischen sind die ersten 200 Meter der Falkensteiner Höhle bei Bad Urach und der Gouffre de Rappant in Frankreich abgelichtet.

Rappant

Equipment

Ich verwende zwei verschiedene Kameras: In nassen Höhlen eine Canon PowerShot A620 in einem Unterwassergehäuse, in trockenen benutze ich eine Pentax K7 mit einem Sigma 17-70mm f/2.8 – 4.0 Objektiv. Dieses ist perfekt für einen solchen Einsatz geeignet. Der Brennweitenumfang deckt alles ab, was man braucht – von Weitwinkel bis Zoom. Zudem besitzt es eine gute Makrofähigkeit. So kann ich auch die winzigen Kristallstrukturen einfangen.

Ein Objektivwechsel kommt in der Höhle nicht in Frage. Die hohe Luftfeuchtigkeit und den feinen Lehmstaub will ich dem Inneren meiner Kamera nicht zumuten.

Um nun Kugelpanoramen zu machen, verwende ich für beide Kameras selbst gebaute Panoramaköpfe – für die Canon ein manuell zu bedienender Kopf mit Rasten für die Bildpositionen und für die Pentax einen vollautomatisch gesteuerten Kopf.

Panokopf

Im Freien ist das Aufnehmen von Panoramen in der Regel mit wenig Arbeit verbunden: Ich suche eine geeignete Stelle und schaue zu, wie sich der Kopf bewegt. In einer Höhle ist das nicht so einfach. Die geeignete Stelle zu finden, ist häufig schwieriger, manchmal kann ich mich gar nicht entscheiden oder das Stativ lässt sich nur schlecht an der perfekten Stelle aufstellen.

Aufbau

Als nächstes muss ich die Lampen positionieren und zwar am besten so, dass alles kontrastreich beleuchtet ist und die Lampe nicht direkt im Blickfeld der Kamera ist. Die Beleuchtung übernimmt eine Scurion und ein LED-Videolicht.

Bei den Fotos in der Falkensteiner Höhle hatte ich den LED-Scheinwerfer noch nicht, weshalb die Scurion während der Aufnahme des Panoramas bewegt werden musste. Das hatte zur Folge, dass die Bearbeitung der Bilder deutlich aufwändiger wurde und man im Panorama Kanten sieht, an denen sich die Beleuchtung ändert.

Unter die Erde

Bevor das Equipment zum Einsatz kommt, muss ich aber erst einmal rein in die Höhle. Gut, in eine Höhle zu gehen ist für mich ein routinierter Gang, allerdings normalerweise ohne eine zusätzliche, sechs Kilogramm schwere Fotoausrüstung, die manchmal auch noch durch Engstellen gebracht werden muss.

Ein weiteres Problem ist die Temperatur, denn viel Zeit verbringe ich mit Warten und dabei kühlt man langsam aus. In der Falkensteiner Höhle betrug die reine Fotografiezeit zirka zwei Stunden – danach war leider der Akku der Scurion leer.

unter der Erde

Bearbeitung

Nach einer erfolgreichen Fototour beginnt am PC die Bearbeitung in mehreren Schritten. Zuerst korrigiere ich die Raw-Fotos in Lightroom 4 und exportiere sie als 16bit-TIFFs. Diese setze ich anschließend mit Panoramastudio 2 Pro zusammen und speichere sie als PSD.

Dieses Bild bearbeite ich dann in Photoshop: Belichtung und Kontrast werden angepasst, die Farben korrigiert (die beiden Lampen haben etwas unterschiedliche Farbtemperaturen) und das HöhlenAG-Logo wird unten ins Bild eingefügt. Mit diesem Logo wird der weiße Fleck am Boden bedeckt, der durch den Totwinkel des Panoramakopfes entsteht.

Das fertig bearbeitete Bild wird wieder mit Panoramastudio geöffnet. Dort versehe ich es mit Hotspots, die es später ermöglichen, in das nachfolgende Panorama zu wechseln oder ein einzelnes Foto, das an dieser Stelle aufgenommen wurde, zu betrachten.

Danach exportiere ich es als interaktives Bild zur Betrachtung im Browser in zwei Auflösungen. Einmal in voller Auflösung – bei mit der Pentax erstellten Panoramen sind das 470 MP (24mm Brennweite) – und einmal in 36% der Auflösung (60 MP) für die Betrachtung im Web.

Die meiste Zeit verbringe ich dabei mit Warten, denn diese hohe Auflösung lastet meinen Rechner mit 4×3 GHz und 12 GB RAM stark aus. Allein schon das Speichern einer 5 GB großen Photoshop-Datei braucht seine Zeit.

Die richtige Betrachtung erfolgt über einen Flash-Viewer, sodass man im Panorama herumzoomen und sich über Hotspots von einem Panorama in weitere bewegen kann. Alle meine Höhlenpanoramen sind unter HoehlenAG zu finden.

Ich hoffe, Ihr habt Freude beim Betrachten. Ihr findet dort auch noch „normale“ Bilder, die ich unter der Erde schieße. Weitere Panoramen sind übrigens schon in Planung.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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