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Posts Tagged ‘Blumen’

Verwelkte Blumen

16 Oct

Konrad Winkler

Ein Beitrag von: Konrad Winkler

Der Schatten eines Nachmittags schneidet sich seine Diagonale vom Gelb der Fassade ab. Im Flur wächst eine Silhouette auf dem Hall von Schritten. Der Kneipier grüßt mich, als sein Kopf aus der verdunkelten Diagonale erscheint. Ich nicke zurück.
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Italien, Blumen und ein Experiment

21 May

© Alessio Albi

Über Ostern konnte ich zusammen mit Redakteur Chris tolle Menschen und Fotografen in der Toskana treffen. Zusammen erlebten wir einige Abenteuer und an unserem letzten Tag gab es eine besondere Herausforderung. Die Blumenstylisten und Designer von FluidaDesign stellten ein großes Blumenarrangement zusammen und wollten dieses von jedem Fotografen des Treffens fotografiert haben.
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Über analoge Ehrlichkeit und Blumen im Haar

17 Jan

Ein Beitrag von: Lisa Licht

Angefangen hat alles vor fünf Jahren als ich noch zur Schule gegangen bin und mir das Wahlfach Fotografie verglichen mit allen anderen ziemlich sympathisch war. Ich habe zu dieser Zeit eine alte analoge Canon von meinem Opa bekommen und hatte einen unglaublich beeindruckenden Lehrer. Kennt Ihr das, wenn man merkt, dass jemand seine Arbeit wirklich liebt? Das passiert in meiner Welt leider gar nicht so oft.

Mich beeindruckt so etwas aber ungemein. Mein Fotografie-Lehrer ist so jemand. Ein Fotograf der alten Schule mit dicker Hornbrille und Bart. Er hat damals etwas ziemlich Gutes gemacht: Er hat mich komplett angesteckt mit seiner Liebe und Hingabe zur Fotografie.

Nina © Lisa Licht

LenaPola © Lisa Licht

Ich werde niemals den Geruch der Chemikalien in unserer kleinen Schuldunkelkammer vergessen, die Spannung beim Entwickeln, das Geschrei, wenn ein Schüler mal aus Versehen auf den Lichtschalter am und dann alle tierisch lachen mussten.

Ich liebe die Analogfotografie, weil sie rein und ursprünglich ist und eine unglaubliche Tiefe besitzt. Sie zeigt, dass man in der Kunst an keiner Stelle etwas vortäuschen muss, um etwas Schönes zu erschaffen.

Elisa © Lisa Licht

Maria © Lisa Licht

Für mich ist das der wichtigste Grundsatz in meinen Fotos: Natürlichkeit. Den Menschen so zeigen wie er ist oder es zumindest so gut es geht versuchen. Diese Art des Fotografierens in der digitalen Fotografie behalten.

Das heißt nicht, ohne Bildbearbeitung auszukommen. Aber es heißt, besondere Züge, die zu Individuen dazugehören, zu behalten, egal ob diese jetzt der Mehrheit gefallen oder nicht.

Mir geht es mit meiner Fotografie immer um den Menschen – auch, wenn ich mich immer noch nicht entscheiden könnte, welcher Bereich mir dabei am meisten Freude macht.

Lisa © Lisa Licht

LenaKleid © Lisa Licht

Was zum Beispiel in der Welt der Mode wirklich großartig ist, ist, dass man in andere Welten schlüpfen kann. Dass man gestalten kann. Dass das Thema Mode eigentlich, wenn man genau hinsieht, kein oberflächliches Thema ist, sondern die Kleidung eines Menschen unglaublich viel über ihren Träger aussagt.

Ich weiß aber nicht, ob ich in der Fashion/Beauty-Fotografie zurecht kommen würde, weil ich wirklich kein oberflächlicher Mensch bin und manche Konventionen in diesem Bereich sicher nicht einfach hinnehmen könnte.

Auf der anderen Seite würde mir sicher sehr viel Farbe fehlen, wenn ich mich jetzt entschließen würde, nur noch journalistisch, ehrlich und dokumentarisch zu fotografieren und ich keinem, der vor meiner Kamera steht, mehr eine Blume ins Haar stecken dürfte.

Lisa&Nemo © Lisa Licht

Christina © Lisa Licht

Ich glaube, wir Fotografen arbeiten am produktivsten und inspiriertesten, wenn wir ein starkes Gefühl haben. Egal ob es ein positives oder ein negatives Gefühl ist. Ich merke, dass mir besondere Ideen kommen, wenn ich besonders glücklich bin. Dann sind die Motive in meinen Fotos Menschen oder Dinge, die ich liebe. Ballerinas, Federgestalten oder Sternenmädchen zum Beispiel.

Aber genauso sprudelt es nur so an Ideen, wenn mich etwas wirklich ärgert. Beides kann total beeindruckend sein. Wenn jemand mir mit einem Foto zeigt, wie schön die Welt doch ist, aber genauso, wenn man Schmerz oder Ärger mit einem Foto verarbeiten kann. Das ist es, was ich am meisten an der Fotografie liebe.


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Warum ich keine Sonnenuntergänge, Blumen und Katzen fotografiere

20 Nov

Ein Beitrag von: Georgie Jerzyna Pauwels

Wie oft habe ich früher von Freunden und Familie gesagt bekommen, ich solle etwas „Vernünftiges“ fotografieren. Gewöhnliche Straßen und normale Menschen üben auf viele Fotografen keinen Reiz aus, auf mich aber schon.

Auch für viele andere Fotografen ist die urbane Umgebung ein El Dorado für Motive, Stimmungen und Szenen, die lustig, traurig, nachdenklich aber auch unschön sind. Ich habe schon seit meiner frühen Jugend fotografiert, den Wendepunkt gab es jedoch erst vor etwa zweieinhalb Jahren. Da bin ich der Straßenfotografie verfallen.

© Georgie Jerzyna Pauwels

© Georgie Jerzyna Pauwels

Ich reise viel und gern, die traditionellen Motive wie Sehenswürdigkeiten interessieren mich jedoch fotografisch gesehen weniger als die Besucher, deren Herkunft, ihr Verhalten, ihre Emotionen und die „nicht spektakulären“ Nebenstraßen mit ganz normalen Bewohnern sowie ihre Leben, Sorgen und Freuden.

Per Zufall und durch soziale Netzwerke habe ich entdeckt, dass es ziemlich viele gibt, die die Straßen ähnlich betrachten wie ich. Also besuchte ich einige Workshops, las ziemlich viel, knüpfte Kontakte, besuchte Ausstellungen – aber ohne das fast tägliche Ausgehen auf die Straßen und Fotografieren entwickelt man sich nicht weiter.

© Georgie Jerzyna Pauwels

© Georgie Jerzyna Pauwels

Ich bearbeite meine Bilder nur minimal, denn ich ziehe es vor, mit meiner Kamera nach draußen zu gehen, anstatt vor einem Computer zu sitzen.

Ich bin pragmatisch und ich teste verschiedene Kameras, aber die Kamera ist nicht das Wichtigste. Ich habe eine DSRL, aber ich bin lieber mit kleinen, unauffälligen und guten Kameras unterwegs. Diese kleinen Modelle passen in jede Handtasche und sind diskret, sodass der Fotograf nicht bemerkt wird und in Ruhe fotografieren kann.

Ich mag Einfachheit, klare Linien und Strukturen. Ich mag keine überladenen Bilder, sondern Effizienz und Klarheit. In vielen meiner Bilder sieht man nur eine oder ein paar Personen, da mich die Einsamkeit in der urbanen Welt am meisten berührt.

© Georgie Jerzyna Pauwels

© Georgie Jerzyna Pauwels

Natürlich sind auch die Bilder, die ich auf meinen Reisen in Indien oder Südostasien gemacht habe, unterschiedlich, dynamischer und mehrschichtig, denn die Straßen und die Stimmung dort unterscheiden sich sehr von den Straßen in Europa.

Straßenfotografie lehrt mich, Geduld zu haben, zu beobachten, meine Umgebung genauer wahrzunehmen und das Unerwartete zu meistern.

Ich habe keine „tiefsinnigen“ Erklärungen für meine Bilder – sorry. Ich fotografiere intuitiv und spontan, achte auf die Lichtverhältnisse, die Umgebung und hauptsächlich auf die Menschen. Viele meiner Bilder entstehen zufällig.

© Georgie Jerzyna Pauwels

© Georgie Jerzyna Pauwels

Hin und wieder jedoch kehre ich an einen Ort zurück, betrachte diesen genauer und warte auf die Situationen, die sich dort ergeben. Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Anerkennung für die Straßenfotografie sowie deren Vertreter und weniger Restriktionen und rechtliche Beschränkungen.

PS: Okay, eine Katze habe ich doch fotografiert, es war aber nicht absichtlich.


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Agascha träumt von Blumen

23 Jan

Agaschas Welt ist blumig. Als ich sie das erste Mal traf, da erzählte sie mir mit glänzenden Augen von einer Pflanze, die sie nun endlich erstanden hatte, eine blühende Artischocke. Sie saß schon eine Weile an einer Serie, in der sie nach Pflanzen aller Couleur Ausschau hielt, um sich mit ihnen zu portraitieren.

Fortan begann ich, ihre Fotografie zu beobachten. Die Symbiose aus einer schönen Frau, Pflanzen und der Polaroidtechnik ergab poetische Bilder.

Pflanzen umgeben uns täglich und selbst in der größten Betonwüste gräbt sich immer wieder ein Samen in die Ritzen und entfaltet sich manchmal sogar zu einem starken Baum, der den Asphalt aufhebelt. Wir versuchen, dieser Gewächse Herr zu werden, legen Gärten an und versuchen, Ordnung zu schaffen.

Die Darstellung von Pflanzen in der Kunst und Fotografie ist zwar ein alter Hut, aber oft einfach nicht mehr wegzudenken. Manch einer mag die Augen verdrehen, wenn er wieder junge Mädchen mit einem Strauß Blumen in der Hand erblickt und doch reizt uns das Thema Pflanze und Mensch aus unterschiedlichen Gründen.

Wenn ich Agaschas Pflanzenbilder betrachte, dann sehe ich darin den Nachruf an die verlorene Wildheit beider Naturen – Mensch und Pflanze. Denn die Pflanzen sind nicht mehr lebendig, sondern getrocknet, gepresst oder gerade erst dem Leben beraubt.

Für mich ist darin die Erinnerung an das Wesen der Pflanze sichtbar. Ich sehe aber auch die Annäherung zweier gegensätzlicher Lebensformen, die sich auf den Bildern gegenseitig schmücken.

Sie ordnet die Pflanzen unterschiedlich an. Ob als Schmuckstück aus großen Beeren, die wie ein gewaltiges Collier wirken oder als Collage, ihre Kreativität ist scheinbar unerschöpflich. Besonders angetan haben es mir dabei allerdings ihre Polaroidlifts, die sie oft noch eigens farbig koloriert und so einzigartig macht.

Warum es ihr ausgerechnet Obst, Gemüse und anderes Grünzeug angetan haben, das kann sie nicht wirklich erklären. Die Sachen waren eben da, sagt sie.

Auf dem Fensterbrett in der Küche stapelten sich immer verschiedene Früchte und Gemüse und manches fand eben oft keine Verwendung mehr beim Kochen. Das war schade und so schrumpelte manchmal eine Zwiebel oder etwas Obst einfach so vor sich hin. Und da kam dann die Idee, dem verschrumpelten Grünzeug noch eine letzte Ehre zu erweisen und es fotografisch festzuhalten. Danach lief es einfach von allein und eine Idee folgte auf die andere.

Ganz ähnlich war der Prozess beim Polarodlifting. Anfangs auch nur eine Notwendigkeit, um die Bilder zu „retten“. Dann fehlte etwas, die Bilder fühlten sich unfertig an und sie unterstrich die Wirkung der Bilder mit Farben.

Irgendwann waren es dann auch nicht mehr einfach nur kolorierte Polalifts, sondern eine ganze Geschichte in einem Bild, wie jenes vom Rotkäppchen im Wolfsmagen.

Die Farben entstehen übrigens mit ganz einfachen Aquarellfarben – eben jenen, die sie gerade da hat. Die künstlerische Ausprägung von Agascha kommt auch nicht von ungefähr. Ihre ganze Familie ist begabt, Dinge herzustellen oder sich künstlerisch auszudrücken.

Für dieses Jahr hat sie sich ein großes Projekt vorgenommen. Die Pflanzen-Polaroids sollen in ein Buch, das sie selbst herstellen wird. Wenn ich mir anschaue, wie Ideen bei Gestalt annehmen, können wir auf das Endergebnis gespannt sein. Ihr größter Wunsch ist es übrigens, den Beruf des Buchbinders zu erlernen. Etwas mit den Händen herstellen, ohne maschinelle Serienfertigung.

Habe ich Euch neugierig gemacht? Wenn ja, dann seht Ihr auf Agaschas Flickr-Stream noch mehr.


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Zerbrochene Blumen

09 Nov

In seiner konzeptuellen Fotografie überführt Jon Shireman ganz normale, alltägliche Dinge in eine andere materielle Realität: Als hätte er die Metapher aus dem Titel der Tragikomödie „Broken Flowers“ von Jim Jarmusch in die Realität transportiert, macht er Bilder von Blumen, die zerbrechen.

Die Natur bekommt dabei in den Stillleben eine völlig neue Materialität, Shireman zeigt uns eine Perspektive, die so nicht in der Realität exisitiert. Seine Bilder sind gleichzeitig hochgradig durch Manipulation der Realität beeinflusst und dennoch durch und durch natürlich.

„Ich tauche die Blumen in flüssigen Stickstoff. Das verändert ihre natürliche Form“, erklärt Shireman. Nach dreißig Minuten haben die Blumen die Materialität erreicht, in der sie auf einer weißen Oberfläche zerschmettert und mit einer High-Speed-Kamera aufgenommen werden können.

Der Vorher-Nachher-Vergleich ist dabei fester Bestandteil der Reihe und macht einen großen Teil der Faszination aus. „Ich mag es von Zeit zu Zeit, die Idee des Blumenstilllebens irgendwie auf den Kopf zu stellen“, erklärt der New Yorker, der sich in den unterschiedlichsten Gebieten der Fotografie austobt, aber immer wieder beim Stillleben landet.

Jon Shireman hat es mit relativ einfachen Mitteln in der Serie „Broken Flowers“ geschafft, einem eher banalen Subjekt in dem sehr klassischen Genre dokumentierender Objektfotografie einen ganz neuen Dreh zu verleihen, indem er das Subjekt seiner Bilder händisch und auf sehr clevere Weise manipuliert.


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