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Die 5 Artikel des Monats

25 Jan

Grüne kaputte Schreibmaschine

Liebe Leser, in den letzten Wochen haben wir wie immer fleißig Foto-Artikel gesammelt und gemeinsam mit den Links des Tages im Ausblick gesammelt. Für all diejenigen, die nicht jeden Tag bei uns mitlesen, folgt nun eine handverlesene Auswahl der Texte und Essays, die mir – Martin – imponiert haben.

1. Digitale Transformation

Wenn sich Fotografen mit einem bedeutenden Erfahrungsschatz zu einem Thema äußern, ist die inhaltliche Dichte meist sehr groß. Dies ist auch der Fall bei der Frage, inwieweit die Digitalisierung das Genre der Straßenfotografie beeinflusst hat. Popular Photography ließ drei Street-Koryphäen zu Wort kommen, die Ihre Meinung zum Besten geben: Jack Simon, Melanie Einzig und Richard Bram. Dringende Lese-Empfehlung. → ansehen

+ Melanie Einzig schrieb im Mai 2014 im Rahmen des Artikels „Was es bedeutet, Mensch zu sein“ über ihr fotografisches Credo. Auf kwerfeldein.

2. Gemeinschaft der Fotografen in der Kritik

Für Furore sorgte zu Beginn des Jahres ein Rant des professionellen Fotografen Kenny Coverstone. Er ließ sich darüber aus, wie befremdlich er das Miteinander (und den Neid) unter Fotografen im Netz findet und rief zu gegenseitiger Unterstützung auf. Coverstone unterstrich das mit der Konklusion, dass durch gegenseitige Unterstützung nicht nur Einsteiger fotografisch wachsen, sondern auch die Fortgeschrittenen. Beiträge wie diesen kann es nie genug geben. → ansehen

3. Vordergrund: Muss das immer sein?

Gute Artikel müssen nicht immer 100.000 Zeichen haben, um den Horizont zu erweitern. Dies ist am Beispiel der Bildanalysen des Fotografen Erez Marom zu sehen, der die Frage aufwirft, ob ein beinahe sklavisches Einbinden von Vordergründen in der Landschaftsfotografie nicht kontraproduktiv ist. Marom geht noch weiter: Mit guten Argumenten vertritt er die These, dass gerade das Nicht-Vorhandensein eines Vordergrundes Naturaufnahmen eine individuelle Tiefe gibt. → ansehen

4. Nachts aus dem Helikopter lehnen

Eine Mischung aus beeindruckenden Luftaufnahmen und einem brillianten Bericht von Vincent Laforet wurde in den letzten Wochen durch das Internet gereicht. Laforet präsentierte eine wahnsinnig gut fotografierte Serie über New York City, für die er sich bei Eiseskälte und in der Schwärze der Nacht in bedrückender Angst (aber in Sicherheit) befand. Eines der innovativsten Projekte des Jahres bislang. → ansehen

5. Leidenschaft als treibende Kraft

Die erfolgreiche Fotografin und Psychologin Jenna Martin schrieb sich die Seele aus dem Leib, als sie ein Plädoyer für die fotografische Leidenschaft verfasste. Sie ging der Frage nach, ob Leidenschaft ausreiche, um sich selbstständig zu machen und bejahte dies mit überzeugenden Argumenten. Ihrer Auffassung nach geht eine Passion über das übliche Maß an Begeisterungsfähigkeit hinaus. Des weiteren ist sie davon überzeugt, dass es für alles einen Markt gibt. Wie recht sie doch hat. → ansehen

Fehlt Euch in meiner Sammlung ein Artikel? Habe ich etwas verpasst? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ich wünsche einen angenehmen Lese-Sonntag!


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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Die 5 Artikel des Monats

28 Dec

Grüne kaputte Schreibmaschine

Hier ist er nun ein nächster Teil unserer Sonntags-Serie. Es handelt sich dabei um eine Art Best-Of der Foto-Links des Tages, die wir im Ausblick verpacken – jedoch weit entfernt von Klickstrecken. Nein, heute bekommt ihr die Crème de la Crème der Artikel, die sich im Dezember 2014 inhaltlich mit aktuellen fotografischen Geschehnissen befasst haben.

1. Folter, Geheimdienste und die Bedeutung der Fotografie

Definitiv einer der wichtigsten Artikel des Monats ist das Interview mit David Levi Strauss, der Fotografie in Verbindung mit politischen Prozessen untersucht und dazu ein Buch herausgebracht hat (das ich mir direkt bestellt habe). Im Kontext des Prozesses um die Verhörmethoden der CIA geht Strauss auf die Blockierung der 2100 Folter-Aufnahmen aus Abu Ghraib ein und erklärt, warum genau diese Aufnahmen so wichtig sind. Da die Publikation der Aufnahmen erneut von der Obama-Regierung verhindert wurde, ist das aussagekräftige Interview nach wie vor sehr relevant.

+ Das Buch von Strauss trägt den kuriosen Namen „Words not spend today buy smaller images tomorrow“ und ist auf Amazon* zu bestellen.

+ Auch Newsweek berichtete über die Blockierung der Fotos und kritisierte die Obama-Regierung dafür scharf. a

2. Jonathan Jones kritisiert „Phantom“ in Grund und Boden

Nachdem Peter Lik mit dem teuersten verkauften Foto, genannt „Phantom“ für Aufsehen sorgte, war der Kunstkritiker Jonathan Jones einer der ersten, der das Bild kritisch analysierte. In seinem Artikel begründet er, warum Phantom kein besonderes Foto ist und attestiert – nicht zu Unrecht – dem Fotografen Peter Lik schlechten Geschmack. Wichtig bei diesem Artikel ist, dass man die ersten Diagnosen Jones’ zur Fotografie, der er jegliches Recht, Kunst zu sein, verweigert, bewusst überlesen muss. Denn das ist nicht die Kernaussage des Artikels und kann somit als Nebenschauplatz der eigentlichen Diskussion eingeordnet werden.

+ Sean O’ Hagan ging separat auf die Behauptungen Jones’ ein und erklärt, warum die Fotografie als gesamtes trotz „Phantom“ eine Kunst ist

3. Wohin fließt Geld bei einer Foto-Ausstellung?

In Foto-Kreisen wurde viel verlinkt und geredet, und zwar über diesen Artikel von Joachim Schmid, der untersuchte, wohin Gelder eigentlich fließen, wenn ein Fotograf seine Bilder ausstellt. Bermerkenswert: Schmid verdeutlichte, dass Fotofrafen eigentlich diejenigend sind, die bei Ausstellungen häufig am allerwenigsten von allen Mitspielern verdienen – und dabei doch das entscheidende Rad am Wagen sind. Ein viel zu selten diskutiertes Thema, und deshalb ist diese Kritik besonders wichtig.

4. Wie die Person(en) des Jahres fotografiert wurden

Für Uberraschung sorgte im Dezember das TIME Magazine, weil es weder Politiker, noch einen der Öffentlichkeit bekannten Menschen als Person des Jahres kürte, sondern Ärzte, die gegen die Ebola-Krankheit kämpften. Ein für Fotografen besonders spannender Artikel wurde ebenfalls auf TIME veröffentlicht. Da er bezüglich der Portraits, ohne die ein „Person des Jahres“-Feature nicht möglich ist, einen Einblick verschaffte und die verantwortlichen Fotografen vorstellte, möchte ich ihn heute noch einmal in Erinnerung rufen.

+ Tipp: Das TIME-Magazin liegt in vielen Zeitschriften-Läden noch aus und es lohnt sich, zuzugreifen.

5. Über 17.000 Negative von Vivian Maier aufgekauft

Street Shootr schaffte es, ein Interview mit dem Galeristen Stephen Bulger an Land zu ziehen, der eine große Menge von Maier-Negativen kaufte, die bisher im Besitz von Jeffrey Goldstein waren. Weil es zum Erwerb (und der Zukunft von Maiers Aufnahmen) viele Fragen gibt, ist dieser Artikel besonders spannend. Insbesondere deshalb, weil Street Shootr nicht an der Oberfläche kratzte, sondern spürbar kritische Fragen stellte. Bulger entzog sich dem nicht, wich auch nicht aus, sondern ging auf alle Fragen ausführlich ein. Für alle, die wieder auf den aktuellen Stand im Maier-Prozess kommen wollen, ist dieser Artikel unverzichtbar.

Ich hoffe, dass diesen Monat für alle etwas dabei war. Falls nicht, könnt ihr gerne unser Ausblick-Archiv durchsuchen. Wenn Ihr jedoch einen Artikel gelesen habt, der in dieser Reihe fehlt, dürft ihr diesen gerne in einem Kommentar verlinken.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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