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Archive for the ‘Equipment’ Category

9. Dezember 2012

09 Dec

Ein Beitrag von: Jonas Hafner


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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9. Türchen: go2know

09 Dec

Vergessene Orte, leerstehende Häuser, architektonische Dokumente einer vergangenen Zeit – sogenannte „Lost Places“ faszinieren viele unter uns. Ob als Kulisse für ausgefallene Portraitshootings oder als Fundgrube zufällig schöner Arrangements und Verfall, fotografisch bieten sie einiges.

Genau diesen Hintergrund haben auch Thilo Wiebers und Andreas Böttger, die sich mit der Gründung von go2know einen persönlichen Traum erfüllt haben. Sie bieten Fototouren zu vergessenen Orten in Berlin und Umgebung an, für die man sonst oft nur für viel Geld eine Fotoerlaubnis erhält.

Durch die Bildung von Gruppen, die sich vor Ort aber wieder frei bewegen und fotografieren können, kann go2know Zugang zu inzwischen verschlossenen, von Sicherheitsdiensten bewachten Orten bieten – für nur 30 bis 50 € für die normalen Fototouren.

Im Angebot finden sich auch eine kurze, lockere Street-Art-Tour durchs Backkombinat. Und ein Shooting mit umfangreichen Möglichkeiten für außergewöhnliche Fotos durch vorbereitete Sets mit Modellen in der alten Heeresbäckerei. Oder ein HDR-Workshop mit Fotografieren vor Ort und anschließenden Übungen am eigenen Bild.

Die Fototouren bieten eine Mischung aus Erkundung der Orte, Vermittlung wissenswerter Historie und Anekdoten sowie ganz viel Zeit zum Fotografieren. Ob man dabei auf die Architektur, oft vorhandene Street Art oder Portraits seines mitgebrachten Modells setzt, ist jedem freigestellt.

Während der Touren behalten die Guides von go2know den Überblick über die Gruppe, weisen auf mögliche Gefahrenstellen hin und stehen auch mit ihrem fotografischen Know-How praktisch zur Seite. Selbst, wenn man also in der Fotografie ganz neu ist, wird man mit guten Fotos nach Hause gehen.

Für die Touren, die 4 bis 6 Stunden dauern und durch bis zu 13 Gebäude der Orte führen, wird meistens ein Basis-Platz eingerichtet, an dem man sich aufwärmen und stärken kann. Alle Orte sind mit dem Auto und den Öffentlichen von Berlin aus erreichbar, bei Bedarf wird ein Shuttle-Service vom Bahnhof eingerichtet.

Wer jetzt Lust bekommen hat, einen oder mehrere der vergessenen Orte zu erkunden, kann nun sein Glück versuchen: go2know hat freundlicherweise einen Gutschein über 100 € für die Fototouren (ausgenommen Workshops und Specialtouren) zur Verfügung gestellt, der eine unbegrenzte Gültigkeitsdauer hat.

Um den Gutschein für go2know zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir ihn per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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browserFruits Dezember #2

09 Dec

Wir haben uns wieder umgeschaut, um am Ende der Woche schöne, traurige, faszinierende und kuriose Dinge aus der Welt der Fotografie zusammenzutragen. Lehnt Euch also zurück, genießt den Sonntag mit einer dampfenden Tasse Kaffee oder Tee und lasst Euch von den Früchten bezaubern, verwirren oder verwundert staunen.

Fotospecial: Dreiecke

Flickr

500px

Deutschsprachig

• Der Fotokoffer des professionellen Industriefotografen Christian Ahrens enthält einige spannende Sachen.

• stern.de präsentiert den „Mutmach-Kalender“ von Conny Wenk: Beeindruckende, berührende Portraits von Kindern mit Down-Syndrom und deren Eltern sowie Geschwistern. Danke an unsere Leserin Tanja für den Tipp!

• „Ein unbearbeitetes Bild ist ein langweiliges Bild.“ Diesen Ausspruch analysiert Susan ausführlich auf delighted. Hier gehts zum Teil 1 und Teil 2.

• Sehr schöne Landschaftsaufnahmen aus Österreich haben wir bei Benijamino gefunden.

• Ein Blick über den Tellerrand im Print-Bereich: ILLUMINATOR ist da. Ein Magazin zum Thema LICHT im sagenhaften Riesenformat von 100x70cm. Diese Bilder wollen die volle Aufmerksamkeit.

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International

• Ein Löwe klaut eine Canon 5D Mark II und macht einige spannende Aufnahmen, um sie anschließend zu zerstören.

• Habt Ihr die besten Kunst-Bücher 2012 nach Brainpickings schon gesehen?

• Rodney Smith kritisiert den Gebrauch von Blitzen, Hintergründen und Photoshop. Und zeigt auf, was wir eventuell verloren haben.

• Alain Delorme hingegen macht virtuosen Gebrauch des Programms und hat aus 6000 Einzelaufnahmen aus Shanghai eine Serie von Bildkompositionen mit dem Titel Totems erstellt.

• Voyeristische Portraits aus den 90er Jahren von John Schabel.

• Für die Interessierten der Foto-Geschichte gibt es in den Archiven der NYT einen guten Artikel zum Piktorialismus.

• 500px für das iPhone ist da.

• Die besten Fotos 2012 nach Reuters sind… nicht zu beschreiben. Schaut sie Euch an und lest auch die Bilderklärungen, das öffnet oft die Augen.

• Der Winter kommt. Auch nach Afghanistan und dort hat er oft verheerende Auswirkungen, wie die LA-Times berichtet.

• Nachdem die Jazzlegende Dave Brubeck (Take Five) diese Woche verstorben ist, hat Magnum eine Auswahl an Bildern, die den Pianisten portratieren veröffentlicht.

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Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

• Wer sich für Portraits und Mode interessiert, sollte sich unbedingt “Das Kate Moss-Buch” ansehen. Eine kleine Rezension haben wir hier gefunden.

• “NOSTALGIA – Das Russland von Zar Nikolaus II” hat nicht unverdient den Deutschen Fotobuchpreis gewonnen. GeoOnline stellt das Buch in Text und Bildern näher vor.

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Videos

Ein sehr unterhaltsamer Objektivtest.

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Wenn sich die spiegellosen Kameras auf ner Party treffen…

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Ausstellungen

Anatol Kotte – Portraits
Zeit: 22. November 2012 – 12. Januar 2013
Ort: CONTRIBUTED Gallery, Berlin
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Ellen von Unwerth – The Story of Olga
Zeit: 7. Dezember 2012 – 16. Februar 2013
Ort: CAMERA WORK, Berlin
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Herbert Matschke – Kalter Krieg und Wirtschaftswunder
Zeit: 17. November 2012 – 17. Februar 2013
Ort: Ephraim-Palais, Stadtmuseum Berlin, Poststr. 16, 10178 Berlin
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Paolo Pellegrin – As I was Dying
Zeit: 30. November 2012 – 24. Februar 2013
Ort: Städtische Galerie, Iserlohn
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Mein Cuba – Fotografien
Zeit: 1. Mai 2012 – 1. März 2013
Ort: Kunsträume der Stiftung Michael Horbach, Köln
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Arne Schmitt. Wenn Gesinnung Form wird / Verflechtungen
Zeit: 17. Oktober 2012 – 3. März 2013
Ort: Sprengel Museum, Hannover
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Mehr aktuelle Ausstellungen

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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14 und schon verrückt nach Fotografie: Just be CRAZY!

09 Dec

Ein Beitrag von: Justus Ullrich

Vor einiger Zeit stellte ich meine erste Serie „Just be CRAZY“ fertig. Die Idee zum Projekt kam mir, als ich auf dem Weg zur Schule war. In der Straßenbahn sah ich viele ernste Gesichter. Ich fragte mich, wie ich mit Hilfe meines Hobbys, der Fotografie, auf so ernste Gesichter ein Lächeln zaubern könnte.

Ganz nach dem Zitat von Peter Bamm: „Albernheit ist eine Erholung von der Umwelt“, plante ich mein Projekt. So entstand nach kurzer Zeit der erste Lichtaufbau. Wenig später machte ich das erste Foto zur Serie.

„Just be CRAZY“ besteht aus über 30 Fotografien, die ich von Menschen aller Generationen von sieben bis 80 Jahren angefertigt habe. Schon während des Fotografierens haben alle Beteiligten ihre ernsten Mienen verloren und wir hatten viel Spaß.

Am Tag des Shootings erklärte ich den Menschen, die ich porträtieren wollte, das Konzept der Serie. Dann bat ich die Personen, auf einem Hocker Platz zu nehmen und erklärte bei Interesse noch den Lichtaufbau.

Nachdem ich die Fotos angefertigt hatte, übertrug ich sie gleich auf meinen Mac und ließ die Porträtierten am Auswahlprozess teilhaben. Ich freue mich jedes Mal, wenn Menschen eine ganz andere Seite vor der Kamera zeigen als die, die man sonst von ihnen kennt. In der Nachbearbeitung wurden bei allen Fotos die Kontraste in Photoshop angehoben und die Farbwerte geändert.

Die Fotos machte ich alle mit einer Canon 60D und einem Tamron f/2.8 17-50mm. Für „Just be CRAZY“ entwarf ich einen relativ simplen Lichtaufbau: Als Hauptlicht platzierte ich einen Studioblitz von oben mit einem zirka 1m großen Durchlichtschirm, von rechts beleuchtete ich ebenfalls mit einem Durchlichtschirm, von links hellte ich das Modell mit einem weißen Reflektor auf.

Einige Menschen setzten zudem ihre albernsten Gesichter nur für wenige Sekunden auf. So musste ich im richtigen Moment auf den Auslöser drücken! Auch wenn ich auf Planung und bewusste Gestaltung Wert lege, möchte ich, dass auf den Fotos das Individuelle und die Spontanität der Fotografierten Platz haben.

Zu der Fotografie kam ich hauptsächlich durch meinen Vater, der noch eine Canon 350D besaß, mit der ich meine ersten Erfahrungen sammelte. Allerdings möchte ich nicht ausschließen, dass auch der Spiegelreflexkamera-Trend bei Jugendlichen dazu beitrug.

Doch schon bald war ernsthaftes Interesse in mir geweckt und ich fing an, mich mit Hilfe des Internets und Büchern in die Marterie einzuarbeiten. Bei der Durchführung von „Just be CRAZY“ bekam ich hauptsächlich Tipps aus dem Internet. Mittlerweile durfte ich bereits bei einigen Shootings dabei sein und eine Menge von verschiedenen Fotografen lernen.

Zu meinen fotografischen Vorbilder zähle ich: Marisa Fernandes, Edgar Berg, Moritz Paul, Cintia Barrosso Alexander, Jan Hinkel, Ondro Ovesny, Katja Kuhl und viele andere. Wenn ich alle aufzählen müsste, würde ich wahrscheinlich über 120 Namen nennen.


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8. Dezember 2012

09 Dec

Ein Beitrag von: Sebastian Kahl


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8. Türchen: Luxad

08 Dec

Das Luxad, ein Laden für ausgefallene und einzigartige Bilderrahmen, haben wir Euch erst vor Kurzem ausführlich vorgestellt. Nun freuen wir uns sehr, ihn so schnell schon wieder hier im Magazin zu haben, um zwei von Euch mit Rahmen für Eure Bilder zu beschenken.

Für alle, die unsere Vorstellung verpasst oder schon wieder vergessen haben, kommt hier die Kurzfassung: Im Luxad gibt es Bilderrahmen der Luna Design Company (Kapstadt, Südafrika) und FoundRe: (Chicago, USA), die aus bereits benutztem Holz hergestellt werden. Jeder einzelne ist also ein Unikat mit Spuren aus seinem früheren Leben.


Rahmen für Bildgröße DIN A5 von Luna Design Company, Gesamtgröße des Rahmens 29×34 cm.

Jeder Bilderrahmen im Bestand wird für den Onlineshop fotografiert, der unter seiner schlichten Erscheinung einige Highlights für einen stressfreien und inspirierten Einkauf bietet: Zum Beispiel lassen sich in der Rahmenwahl Bilderrahmen nach Format filtern und jeweils zwei gegenüberstellen, bis man den schönsten gefunden hat.

Ist einmal ein Rahmen ausgewählt, lässt sich auch ein browserbasiertes Grafikprogramm starten, in dem man seine eigenen Bilder in den Rahmen einfügen kann, um ihre gemeinsame Wirkung zu testen. Wenn sie gefällt, kann man den passgenauen Fotodruck zum Rahmen direkt mitbestellen – natürlich optional.


Rahmen für 13×18 cm von FoundRe:, Gesamtgröße des Rahmens 17×22 cm, mit Tischaufsteller für hoch und quer.

Wer in Berlin wohnt oder mal dort ist, kann im Luxad in der Mommsenstraße 42 in Berlin-Charlottenburg auch selbst im aktuellen Rahmenbestand stöbern. Außerdem kann man vor Ort Portraitfotos machen lassen, passend zum Rahmen drucken lassen und sich in der hauseigenen Galerie die jeweils aktuelle Ausstellung ansehen.

Im Moment sind in der Ausstellung „… welt anschauung …“ Bilder der vielen Reisen von Claudia Leverentz zu sehen, noch bis zum 5. Januar. Die ausgestellten Bilder sind gerahmt auch online erhältlich.

Andreas David, Inhaber des Luxad, hat die zwei in diesem Artikel abgebildeten Bilderrahmen für Euch zur Seite gelegt. Die Gewinner können entweder die hier abgebildeten Rahmen erhalten oder sich einen Rahmen für DIN A5 bzw. 13 x 18 cm aus dem aktuellen Bestand aussuchen.

Oben seht Ihr einen Rahmen im Format DIN A5 von der Luna Design Company. Er hat einen Wert von 49 €. Der hellere Rahmen weiter unten hat das Format 13×18 cm und wurde von FoundRe: hergestellt. Er hat einen Wert von 39 €.

Um einen der zwei Bilderrahmen zu gewinnen, schreibe einen Kommentar mit deinem Wunschgewinn (DIN A5 oder 13×18 cm) unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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7. Dezember 2012

08 Dec

Ein Beitrag von: Sandra Drljaca


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7. Türchen: ixxi

07 Dec

Täglich trudelt bei uns einiges an Werbung ein, den Großteil davon können wir getrost löschen. Aber ixxi aus den Niederlanden haben wir uns direkt genauer angesehen. Ein cleveres System aus Bildkarten und Kreuzchen, das Fotos und andere Bilder spielerisch und individuell an die Wand bringt.

Bei ixxi kannst Du eigene Bilder für Collagen oder Vergrößerungen verwenden. Oder Du wählst Bilder aus der ixxi-Kollektion, Klassiker aus kooperierenden Museen oder machst moderne Pixelbilder. Die Aufteilung des großen Bildes in kleine Quadrate eröffnet viele kreative Möglichkeiten.

Damit ein großes Bild an Deiner Wand entsteht, erhältst Du es in Einzelteilen: Die Kärtchen im Format 10×10 cm bis 20×20 cm werden durch Verbindungsstücke zusammengeklipst, können dann an die Wand gehangen und bei Bedarf auch wieder sehr platzsparend in ihrer Aufbewahrungsbox verstaut werden.

Die Fotokarten sind aus einem speziellen Synthetik-Material, das Agfa entwickelt hat und sich „Synaps“ nennt: 300g/m² leicht, matt, wasserfest, reißfest und im Laufe der Zeit verbiegt es sich weder noch verfärbt es sich durch Lichteinstrahlung. Ein richtiger Gebrauchsgegenstand also, der den Tücken des Alltags widersteht.

Die deutsche Version der Webseite von ixxi ist ganz neu. Schon für ein paar Euro kann man bei ixxi die eigene Bude aufpeppen und sich im Blog inspirieren lassen.

Zwei von Euch können sich demnächst im Shop von ixxi mit einem Gutschein über jeweils 50 € austoben. Von ihren eigenen Bildern oder mit den frischen Ideen von ixxi können sie sich tolle Wanddekorationen oder Raumteiler in ihre vier Wände holen.

Um einen der zwei Gutscheine zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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Hochzeitsfotografie – Das Stiefkind der Fotografie?

07 Dec

Ein Beitrag von: Katrin Dinkel

Der alte Standard der Hochzeitsfotografie hat sich in die Köpfe der Menschen gebrannt wie kaum etwas Anderes in der Fotografie. Darum werde ich im ersten Moment auch oftmals belächelt, wenn ich erzähle, dass ich mich auf Hochzeitsreportagen spezialisiert habe.

Es zwingen sich automatisch die beliebigen und austauschbaren Fotografien auf – unter, neben oder vor dem Baum oder auf der Wiese vor dem Standesamt, vor der Kirche. Mit tief eingefrorenem Lächeln, künstlich – unnatürlich. So kann man die Hochzeitsfotografie durch ihre Geschichte wohl als das Stiefkind der Fotografie bezeichnen.

Nur wenige Fotografen machen sie offenbar wirklich gerne, da kein Paar diesen Tag wiederholen wird und alles an diesem Tag perfekt sein muss. Der Druck auf den Fotografen scheint enorm, wenn man überlegt, dass natürlich auch die Bilder perfekt sein müssen, an einem scheinbar perfekten Tag.

Die Bilder sind es dennoch oftmals nicht, weil man aufgrund dessen gerne auf Sicherheit geht. Gestellt, gegrinst, gekünstelt und möglichst alles in ganz scharf. Gerne nachträglich mit einer Vignette versehen, die den Hintergrund im Einheitsschlamm verschwinden lässt, um das strahlende Paar hervorzuheben.

Das ist jedoch schon seit geraumer Zeit gar nicht mehr so. Nur wer weiß das? Wer befasst sich im Speziellen mit Hochzeitsfotografie, der sich allgemein für Fotografie interessiert und nicht zufällig im Kalender für das nächste Jahr seinen eigenen Hochzeitstermin stehen hat?

Kaum jemand. Ausnahmen gibt es aber immer und das schafft auch den Raum, den Erfolg der Kunst in diesem Bereich überhaupt erst möglich zu machen. Und die Zeit. Zeiten ändern sich. Damit auch der Anspruch an diese Fotografie. Bei den Paaren und bei den Kollegen.

Es wird gesellschaftsfähig und lukrativ, als künstlerischer Fotograf seinen Horizont auch in diese Richtung zu erweitern oder sich gar darauf zu spezialisieren. Aber es muss einem auch unbedingt liegen, denn ohne die Leidenschaft für diese Feste entstehen auch leidenschaftslose Bilder.

Aber wo ist das nicht so, auch berufsübergreifend gesehen? Sobald die Liebe zu seinem Job fehlt, wird es zu einem bloßen Abreißen der Tätigkeit, nur um davon leben zu können.

Ich liebe meinen Job und lasse meine Kunden Teil davon werden, lerne sie bereits im Vorfeld intensiv kennen und gehe anfangs immer erst davon aus, dass man sich vor einer Kamera eher unwohl fühlt.

Die Basis, um offene und individuelle Bilder machen zu können, liegt im Vertrauen und darin, dass man seine Scheu vor mir und meiner Kamera verloren haben muss. Wer einen Profifotografen bucht, hat nicht automatisch auch Spaß daran, sich fotografieren zu lassen.

Ich möchte behaupten, dass wir alle wissen, was ich meine, wenn sich die Natürlichkeit in unentspanntes Posieren ändert, sobald im Bewusstsein das Gefühl auftaucht, dass man in diesem Moment fotografiert wird.

Man möchte doch schön aussehen und schon ist genau das dahin. Dann lasse ich die Technik vom Auge sinken, lächle, schüttele leicht den Kopf, drehe mich auf dem Absatz rum und komme später wieder – möglichst unbemerkt.

Weiter gehöre ich zu den Fotografen, die sich auch selbst vor der Kamera wohlfühlen. Was ich von meinen Kunden verlange, würde ich auch selbst tun. Wenn sich meine Kunden vor der Kamera entspannen sollen, dann muss ich das vor einem fremden Objektiv auch können. Wenn ich ungewöhnliche Dinge vorschlage, dann muss ich auch selbst bereit sein, diese zu tun.

Die Persönlichkeit zwischen meinen Kunden und mir geht darüber hinaus, einfach nur zu erfahren, wie, wann und wo man sich kennen gelernt hat und wie der Tag geplant ist. Bei manchen Paaren weiß ich das sogar bis heute nicht, weil es für meine Arbeit nicht immer relevant ist. Aber die Persönlichkeiten sind es.

Ich erfahre, wer sie sind und sie erfahren, wer ich bin. Meine eigene Geschichte ist äußerst ungewöhnlich und meine offene Art, damit umzugehen hilft, das Vertrauen zu schaffen, das notwendig ist – darüber in diesem Artikel zu schreiben würde jedoch den Rahmen sprengen. Dadurch entstehen manchmal sogar sehr enge Bekanntschaften, die über den Hochzeitstermin hinaus gehen.

Ich gebe viel Persönliches preis, was man nicht erwartet, was aber mit der Grund ist, warum ich heute fotografiere. Hochzeiten und vor allem die Vorbereitungen sind sehr intim – wenn ich Teil der Gesellschaft werden will, um viel Nähe in die Bilder zu bekommen, dann ist intime Persönlichkeit sehr wichtig. Auf beiden Seiten.

Ist ein Paar beim Kennenlernen jedoch nicht bereit, sich zu öffnen, mag schwarzweiße Fotografie nicht und verlangt stattdessen von mir Sepiafotos, dann sage ich ab, weil ich die falsche Fotografin für diesen Auftrag bin. Ansonsten ist es für mich jedes Mal eine neue Herausforderung und ein Überraschungsei.

Am Anfang des Tages weiß ich noch nicht, was ich am Ende mit nach Hause nehmen werde und am Ende des Tages weiß ich noch nicht, welchen Schliff ich den Bildern verpasse. Aber den Geschmack der Schokolade kenne und liebe ich. Jede Reportage ist anders, jedes Ergebnis individuell. Die Menschen sind nicht austauschbar.


Was fotografisch an diesem Tag alles möglich sein kann, liegt bei den Paaren, den Ideen des Fotografen und bei der Chemie, die stimmt. Je ausgefallener, desto besser. Die wenigsten glauben mir, dass sich die Bräute auch während der Hochzeit mit ihrem Kleid ins Wasser stellen und dass die Bilder nicht im Nachhinein als „Trash the dress“ entstanden sind.

Verrückt? Vielleicht, aber wenn man offen dafür ist, dann wird der Tag wirklich absolut unvergesslich – auch, wenn die Braut und die Fotografin nach Seetang stinken, weil die Ostsee voll davon und voll Quallen war… man besorgt sich ein zweites Kleid und hat einen zweiten Anzug parat, um im Pool der gemieteten Villa Unterwasseraufnahmen zu machen.

Im Garten steht aber auch ein Trampolin und das Hauptkleid wird beim Springen auf selbigem zerrissen. Dann geht es eben mit dem Kleid in den Pool und das zweite Kleid, viel Gelassenheit und Spaß bestimmen den Abend.

Mein Assistent drückt im Mini Cabrio ordentlich auf’s Gas, um am großen Stern mehrfach rasant um die Siegessäule zu fahren, das jauchzende und knutschende Brautpaar auf der Rückbank. Der segelnde Bräutigam, der sich im Anzug auf seine Nussschale auf die Ostsee begibt und mich, im Neoprenanzug, mitnimmt.

Die Passanten, die an der Seite stehen bleiben, weil sie glauben, mein Bild zu stören und nicht wissen, dass genau sie es sind, die ich im Bild haben will… Die Paare wissen das und nicht selten sind sie es, die die Leute zum Weiterlaufen bewegen.

Oder die Braut, die mir mit strahlendem Gesicht den Vorschlag macht, mit mir die Klamotten zu tauschen und ich als Braut verkleidet mit einer kopflosen Bräutigamfigur ein Selbstauslöserfoto mache.

Das sind Geschichten und die Bilder dazu, die man immer wieder gerne hervorholt. Die Paare nehmen sich selbst den Raum für sich – es ist deren Hochzeit. Also macht selbst, was ihr wollt. Je verrückter und entspannter, desto freier und glücklicher.

Mein persönlicher Anspruch an meine Arbeit ist ähnlich hoch wie die Wichtigkeit der Hochzeit für das Paar und Tränen bei der Übergabe der Bilder sind das wertvollste Trinkgeld, das ich mir vorstellen kann.

Mittlerweile lässt sich aber auch eindeutig der Trend eines neuen Standards erkennen. Die immer wiederkehrenden Fotografien des hängenden Kleides vor dem Fenster, Makroaufnahmen von Schuhen, Ringen und Details der Deko. Alles möglichst Vintage.

Ich spreche mich mit Sicherheit nicht davon frei, durchaus auch ähnlich zu fotografieren, aber ich ertappe mich dabei, dass ich davon immer wieder gelangweilt bin, weil ich es schon zu oft gesehen habe. So suche ich stets den anderen Winkel, eine andere Idee und ich möchte Bilder erschaffen, die man nicht sofort in eine Hochzeit einordnen würde.

Manchmal ist das schwer, wenn ich nicht sehe, was ich an einem anderen Tag vielleicht gesehen hätte oder die Location macht mir einen Strich durch die Rechnung, weil sich einfach nichts anbietet, um es ungewöhnlich in Szene zu setzen.

Das jedoch liegt nicht an den Räumlichkeiten, das liegt einzig und allein an meiner Unfähigkeit, es an diesem Tag besser zu machen. Aber dafür bin ich Mensch und ich arbeite mit dem, was mir gegeben ist.

Was mich erst kürzlich allerdings erschreckt hat, sind manche Internetseiten von Kollegen. Hochzeitsfotografie, entstanden in einem Workshop, „verkauft“ als eigene Hochzeitsfotografie. Sonst nur ein paar Aufnahmen von maximal zwei anderen Hochzeiten, diese auch nur sehr gering gehalten, weil die Workshop-Ergebnisse mit eingekauften Bearbeitungsvorgaben die Masse anziehen sollen.

Das alles für einen stolzen Preis – eigene Erfahrung in dem Bereich? Nur wenig. Und da sieht man, was heute auch möglich ist: Alles, was man braucht, ist ‘ne schicke Kamera, der Besuch eines Workshops, die Hochzeitsbilder der Freunde, die man fotografisch begleitet hat und los geht’s in’s große Business der Hochzeitsfotografie, denn besser als der Standard ist man allemal…

Bei einigen jedoch weit gefehlt, Eintagsfliegen und traurige Paare.

Workshopergebnisse sind noch lange keine Hochzeitsfotografie, aber solange man sie als solche verkaufen kann und Paare das natürlich nicht erkennen, wird es das immer wieder geben. Das stößt mir etwas bitter auf, die Kollegen lügen sich am Ende selbst in die Tasche und lassen enttäuschte Paare zurück.

Meine Gelassenheit kommt jedoch zurück, wenn ich daran denke, dass diejenigen auf der Strecke bleiben, die viel versprechen und das nicht halten können, die kopieren und sich nicht selbst entwickeln.

Der Markt, der sich selbst reguliert, mir tut es nur für die Paare leid und hier haben wir es wieder: Diesen Tag wiederholt man nicht. Es gibt aber auch viele tolle Talente, die sich sehr wohl entwickeln und Erfolg damit haben. Zu Recht und ich freue mich über und für jeden einzelnen.

Ich gebe jedem den Raum, den er sich selbst erschafft, sehe hier keine Konkurrenz, sondern Kollegen. Die Geschmäcker der Kunden sind so unterschiedlich und vielfältig und es muss immer für jeden etwas dabei sein. Ich höre es auf den Hochzeiten von den Gästen jedoch immer wieder:

Wie leicht die Fotografie durch die Technik doch geworden zu sein scheint, man mit solchen tollen Kameras natürlich nur gute Fotos machen kann. Wie ich mich jedes Mal über die Gesichter freue, wenn ich ihnen die Kamera in die Hand drücke und sage: „Super, dann zeig mal!“ – und nach drei bis fünf Auslösungen die Frage kommt: „Warum ist bei mir immer nur der Hintergrund scharf und nicht Du und bei Dir ist das anders, es ist doch dieselbe Kamera?“

Soso, die (Hochzeits-)Fotografie ist also leicht geworden? Nein, ist sie nicht. Sie ist schwierig. Vor allem aber ist sie sehr wertvoll, solange die eigene Leidenschaft das umzusetzen und zu transportieren versteht, was die Paare fühlen.

Stiefkind der Fotografie? Mitnichten. Es hat sich eine eigene Kunstform entwickelt, die stetig mehr Anhänger findet. Sollte sich dieser Trend weiter entwickeln und festigen, werden wir vielleicht sogar bald Hochzeitsbilder in Galerien finden können.

Warum auch nicht? Fotos, die unabhängig vom Entstehungskontext eine ganz eigene Sprache haben, haben auch das Potential, von einem kunstinteressierten Publikum auf anderer Ebene wertgeschätzt zu werden.


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6. Türchen: Marit Beer

07 Dec

Du magst den seidigen Glanz von Handabzügen und liebst außerdem Geistergeschichten? Du wertschätzt Selbstgemachtes und hast gern etwas in der Hand? Dann verbirgt sich für Dich etwas ganz Besonders hinter dem heutigen Türchen.

Vier ausgesuchte Handabzüge der Größe 18×24 cm aus der Serie „Ghost“ unserer Redakteurin Marit Beer können Dein sein. Sie hat sich für Dich in die Dunkelkammer gestellt und einige ihrer persönlichen Lieblingsbilder auf ihr Lieblingspapier Ilford pearl abgezogen.

Die Geister stammen aus einer Serie, die innerhalb von zwei Jahren entstanden und ihr und uns dabei ständig näher ans Herz gewachsen ist. Immer wieder verwandelt sie ihre außerweltlich schönen, eigentümlichen Modelle in Geister, in gefrorenem Licht auf Film gebannt.

Um die Bildern angemessen aufzubewahren, gibt es dazu eine von Marit selbst hergestellte Fächermappe. Sie besteht aus einem Einband aus dicker Pappe, umschlagen mit dunkelblauem Papier, bedruckt mit einem Taubenmuster. Die Fächer sind aus dunkelgraublauem Tonpapier gefertigt. Ein kleines Heft für Notizen, Ideen oder gar Geistergeschichten gibt es ebenfalls dazu.

Ein handgemachter Schatz, bestehend aus mehreren Unikaten, der durch die liebevoll investierte Zeit und Muße im Grunde gar nicht mit einem Preisschild versehen werden kann. Bald geht dieses besondere Weihnachtsgeschenk auf die Reise – vielleicht zu Dir?

Marits Arbeiten könnt Ihr übrigens auch auf Facebook verfolgen.

Um Marits Geister zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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