Tag: Traurigkeit

  • Leere Orte und ein Gefühl von Traurigkeit

    Eine Frau hat die Augen geschlossen.

    Ein Beitrag von: Silke Seybold

    Es duftet nach altem Motorenöl. Doch die Maschinen stehen schon lange still. Der Staub sammelt sich in den Ecken und ein Gefühl von Ruhe fächert sich über die verlassenen Orte aus, die Silke Seybold über Jahre hinweg besucht und fotografiert hat.
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  • Die Traurigkeit der Bäume

    Der in Moskau lebende Anton Park beschäftigt sich in seinen schwarzweißen Doppelbelichtungen mit der Kombination aus Gesichtern und Naturelementen. Mit diesem Thema haben sich vielleicht schon viele vor ihm beschäftigt, aber dass diese unglaublich auf den Punkt gebrachten Kombinationsbilder analog enstanden sind, macht sie einmal mehr zu etwas Besonderem.

    Vor sechs Jahren hat er mit dem Fotografieren begonnen, vor fünf Jahren hat Anton sich in das analoge Mittelformat verliebt, hat sich eine Hasselblad 500C/M zugelegt, aus lauter Zuneigung sogar seinen Hund Hasselblad genannt, und ist ihr seither treu geblieben. Klassische Portraitgrößen wie Richard Avedon und Irving Penn sind seine Vorbilder, und obwohl er sich am Anfang unsicher war, wo es hingehen sollte, ist er beim Portrait geblieben.

    Ich bin meinen eigenen Weg gegangen. Menschen sollten sich stetig weiterentwickeln, denke ich. Ich kann nicht sagen, dass ich in ein paar Jahren noch genau dasselbe mache, aber jetzt, genau hier, erfüllt es mich.

    Die Doppelbelichtungen, teileise sogar Dreifachbelichtungen von Menschen und Bäumen sind größtenteils auf Antons Lieblingsfilmen entstanden, dem Kodak T-Max 100 und dem Tri-X 400. Diese starken Schwarzweißfilme benutzt er aufgrund ihrer tollen Kontraste so gern. Dass alle Doppelbelichtungen zwar geplant, aber in ihrem Ergebnis dann doch unvorhersehbar sind, macht die Bilder noch spannender.

    Ein angeschnittenes Gesicht, ein Kopf aus dem Äste sprießen, eine mystische Symbiose aus Gesicht und Natur. Menschen im Einklang mit der Natur? Es könnte so harmonisch sein, doch die Menschen wirken düster. Niemand lächelt. Alle blicken ein bisschen traurig zwischen ihren Bäumen, Blättern oder Wolken hervor.

    Ich kann gar nicht viel zu meinen Fotos sagen, wenn ich ehrlich bin. Ich würde sie einfach als Portraits mit einer Portion Melancholie bezeichnen.

    Doppelbelichtung einer Frau und einer Spiegelung eines Baumes

    Doppelbelichtung einer Frau und Gestrüpp

    Doppelbelichtung eines Frauenportraits und einer Silhouette

    Doppelbelichtung eines Mannes mit einem großen Ast

    Doppelbelichtung einer Frau und einem kahlen Baum

    Doppelbelichtung eines Mannes und einer Landschaft

    Doppelbelichtung einer Frau und einem Baum

    Doppelbelichtung eines Frau mit einem Fenster

    Doppelbelichtung eines Menschen mit Händen vor dem Gesicht und Lichtreflektionen

    Doppelbelichtung einer Frau und Wolken

    Doppelbelichtung einer Frau mit einem Baum

    Doppelbelichtung eines Mädchens und einem See

    Auf Anton Parks Webseite oder in seinem Flickr Portfolio sind noch viele weitere starke Schwarzweißfotografien zu sehen – auch ganz klassische Portraits ohne Doppelbelichtung.


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