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Posts Tagged ‘Mein’

Mein Weg zum eigenen Stil

25 Jul

© Walter Luttenberger

Ein Beitrag von: Walter Luttenberger

Ein Fotograf durchläuft im Laufe seines Schaffens verschiedene Phasen. Durch Testen unterschiedlicher Techniken und Ausprobieren aller möglichen Stilarten festigt sich meistens irgendwann ein bestimmter Stil, der der Persönlichkeit und Ausdrucksweise des Fotografen entspricht. In meinem Fall brauchte es durchaus einige Jährchen bis ich soweit war, behaupten zu können, meinen eigenen Stil gefunden zu haben.
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Meine Hoffnung, mein Wunsch

13 Apr

Jamil © Martin Gommel

Es war ein verregneter Sommertag und ich 15 Jahre alt. Da mir wie immer die Lust fehlte, Hausaufgaben zu machen, büxte ich spontan aus, schwang mich aufs Rad und fuhr von meinem Heimatdorf Sinzheim in die nächstgelegene Stadt: Baden-Baden. Nach einer halben Stunde Fahrt und ein paar fiesen Mückenstichen entdeckte ich in der Nähe des Hauptbahnhofes neu aufgestellte Baracken, vor denen einige Afrikaner standen.
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Mein Straßenzoo

28 Jul

Ein Beitrag von: Danielle Houghton

Einige Leute sprechen mit Tieren. Aber nicht viele hören zu. Das ist das Problem.

– A. A. Milne, Winnie Pooh

Eigentlich habe ich Tieren nie viel Aufmerksamkeit geschenkt, ich hatte nie ein Haustier und so waren Tiere einfach nie auf meinem Radar. Als ich also anfing, auf der Straße zu fotografieren, dachte ich anfangs gar nicht daran, Tiere in meine Kompositionen einzubringen.

Dann, während eines Online-Projekts der Photographers’ Gallery in London, stellte der britische Fotograf Paul Russel die Aufgabe: „Geh irgendwohin, wo Du vorher noch nie warst – zu einer Hundeschau, einem Polo-Turnier, einer Monster-Truck-Rally – und erinnere Dich daran, dass die interessantesten Dinge oft am Rande der „Haupthandlung“ passieren.

Als Reaktion zu dieser Aufforderung habe ich mich hinter ein Zirkuszelt begeben, ein paar eher „traditionelle“ Aufnahmen der Schausteller gemacht, bevor sie auf die Bühne gegangen sind und gerade, als ich wieder ging, machte ich dieses eine Bild:

Die Beine eines Pferdes schauen unter einer gelben Plane hervor, die von einem Besen gestützt wird.

Danielle_Houghton_19

Ich lachte etwas leise in mich hinein und habe nicht weiter darüber nachgedacht. Zu meiner Überraschung war es aber das Bild, das den meisten am besten aus dieser kleinen Serie gefiel und seitdem begrüßte ich Tiere in meiner Straßenfotografie sehr.

Wie die meisten Straßenfotografen war ich am Anfang ziemlich von Tauben eingenommen. Sie sind schon zu so etwas wie einem wesentlichen Bestandteil der Straßenfotografie geworden. Einige von uns glauben fest an die Theorie, dass es immer die gleiche Clique von Tauben ist, die rumfliegen und aus Spaß an der Sache für uns posieren.

Zwei Hunde auf der Hutablage in einem Auto.

Eine Dame mit Hund.

Obwohl natürlich andere Vögel ganz natürliche Angeber sind. Und genauso natürlich sind Hunde über die Jahre ein ständiger Bestandteil der Straßenfotografie geworden. Sie bemerken mich oft sogar viel schneller als ihre Halter. Oder manchmal zumindest zur gleichen Zeit. Oder manchmal auch gar nicht oder sogar zu viel. Oder wie Groucho Marx mal sagte:

Außer Hunden sind Bücher der beste Freund des Menschen. In Hunden ist es zum Lesen zu dunkel.

Eine Katze auf einem gelben Auto.

Eine langhaarige Frau und ein Pferd.

Jetzt, da ich Tiere so gern in meinen Fotos habe, weiß ich auch die Rolle zu schätzen, die Pferde in Irland immer noch spielen. Sogar in der Stadt, in der ich lebe. Der Spaß und die Herausforderung an ihnen ist es, Aufnahmen zu machen, die weniger wie die beiläufigen, „normalen“ Aufnahmen von ihnen sind, sondern straßenfotografie-mäßiger.

Pinguine im Zoo.

Pinguin in einem Becken, an der Scheibe Kinderhände.

Kleine Kinder zu haben, ist eine gute Gelegenheit, um im Zoo zu fotografieren. Ebenso, wie ich die Interaktionen zwischen den Besuchern und den Tieren, die sie sich angucken, beobachte, mag ich es, die kleinen Dinge zu entdecken, die uns daran erinnern, dass Tiere gar nicht so entfernte Verwandte sind.

Eine Kuh.

Eine Kuh sehr nah.

Und da ich in Irland lebe, kann ich auch unsere Freunde, die Rinder, nicht ignorieren. Oder Plastiktiere, die sich manchmal in eine Aufnahme schleichen.

Plastikfrosch an einem Auto.

Dinosaurierkopf über Menschenkopf.

Meine bevorzugte Methode des Fotografierens ist es, komplett ziellos herumzulaufen, mich von Launen und Instinkten irgendwohin treiben zu lassen, aber mit einer sehr jungen Familie muss diese Art der Freiheit genau geplant werden und ist leider auch begrenzt.

Die Realität sieht so aus, dass ich normalerweise dort fotografiere, wo wir als Familie gerade sind. Dementsprechend finde ich mich oft in berauschenden Gemengen aus Familien und Tieren wieder. Persönlich finde ich nicht, dass sich das Fotografieren von Tieren sehr vom Menschenfotografieren unterscheidet – man muss schnell sein und das Beste hoffen, den Moment erwischt zu haben.

Die Hand eines Affen hinter der Scheibe.

Das Gesicht eines Affen durch das Autofenster.

Ein Mensch mit Tigermütze vor einem Zoogehege.

Natürlich können Tiere eher Angst vor einem haben, schnell wegfliegen oder -laufen, andererseits können sie aber auch nicht ihren Ärger zum Ausdruck bringen oder Dich darum bitten, Bilder zu löschen! Ein Pluspunkt, wenn man Menschen mit ihren Haustieren fotografiert, ist außerdem, dass sie einem den Vorteil bieten, zu glauben, dass man eher ihr Tier fotografiert und nicht sie.

Einige meiner Bilder passen sicher nicht in jedermanns Definition von „Straßenfotografie“, aber ich versuche meistens einfach, Tieren so zu begegnen, wie ich Menschen begegne und sie in Straßensituationen oder -kulissen zu zeigen.

Dieser Artikel wurde von Aileen Wessely für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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Leseraktion: Mein geliebtes ungeliebtes Bild

14 Jun

Kennt Ihr das? Ihr habt ein Bild gemacht und seid total begeistert davon. Ihr seid völlig überzeugt, dass dieses Foto Eure Freunde, Bekannte, den Fotoclub, die Follower auf Facebook und viele mehr umhauen wird. Und dann sind die Reaktionen wider Erwarten minimal bis negativ.

Aber nach wie vor hängt Ihr an dem Bild. Vielleicht passt es einfach nicht zum Rest Eures Portfolios, vielleicht ist es wirklich nicht so gut, aber dahinter stehen Emotionen, die es für Euch zu einem der besten Bilder machen, die Ihr bisher aufgenommen habt. Egal warum, egal wie. Heute soll es um diese verschmähten Bilder gehen.

Zeigt uns Euer liebstes ungeliebtes Bild als Link in einem Kommentar.

Teilnahmebedingungen

  • Suche Dein geliebtes ungeliebtes Foto heraus.
  • Poste den Link dazu in einem Kommentar.
  • Beschreibe in ein paar Sätzen, warum Dir dieses Bild wichtig ist, wie es entstanden ist und wenn Du es ahnst, warum es wenig Beachtung findet. Achtung: Fotos ohne Beschreibung werden nicht berücksichtigt.
  • Mit dem Kommentar stimmst Du einer möglichen Veröffentlichung auf kwerfeldein zu.
  • Einsendeschluss ist am Montag, den 16. Juni um 20 Uhr.

Wir werden anschließend gemeinsam alle Bilder ansehen, ihre Geschichten lesen und unsere Favoriten in einem eigenen Artikel zeigen. Wir werden Euren Fotos also Raum und die erneute Chance geben, gesehen und entdeckt zu werden. Vielleicht verliebt sich ja doch der eine oder andere in sie. Unsere Auswahl wird natrürlich subjektiv sein und stellt keine Wertung dar.

Das Titelbild zeigt meine persönliche Auswahl. Ein Bild, das nicht zu meinen restlichen Fotos passen will, aber ich liebe es. Die Wolken haben sich an einem warmen Sonnentag wunderschön im Kinderpool gespiegelt und als ich meine Hand in das Wasser streckte, war es, als könnte ich den Himmel fühlen.

Vielen Dank an Jonas Hafner für die schöne Idee.


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